Die Alternative Liste (AL) hatte in einer Motion im Zürcher Gemeinderat ein solches pauschales Verbot von Aussenwerbung gefordert, die im öffentlichen Grund sichtbar ist.

Dies würde «einen massiven und einseitigen regulativen Eingriff in die lokale Wirtschaft bedeuten», hält der Stadtrat in seiner Mitteilung fest. Zudem würden die Werbegelder in andere Werbekanäle abfliessen, die von internationalen Konzernen geprägt seien.

Auf öffentlichem Grund der Stadt Zürich gibt es gemäss Stadtrat 3377 Werbeflächen, davon 651 für kulturelle Werbung. Städtische «Vorschriften über das Anbringen von Reklameanlagen» würden einen verträglichen Betrieb sichern; deren Akzeptanz sei deshalb auch hoch, schreibt der Stadtrat. Und die Anlagen generieren Einnahmen. So nimmt die Stadt jährlich 28 Millionen Franken ein.

Der Stadtrat spricht sich aus diesen Gründen gegen das von der AL geforderte Werbeverbot aus. Doch kündigt er an, den Bau von neuen digitalen Aussenwerbeanlagen bis 2030 auszusetzen.

377 derartige Anlagen gibt es derzeit an zentralen Lagen und an VBZ-Haltestellen. Diese seien für die Stadt zwar um ein Vielfaches attraktiver, doch sei deren Ökobilanz im Vergleich zu Plakaten schlechter, hält der Stadtrat fest. Er will nun die weitere technische Entwicklung abwarten und dann wieder «eingehend prüfen, ob eine weitere Digitalisierung sinnvoll ist».

(AWP)