Über ein Drittel der Beratungsanfragen und Meldungen im laufenden Jahr betrifft Probleme im Zusammenhang mit Konsumverträgen, wie es in einer Mitteilung der Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen vom Mittwoch heisst. So würden online bestellte und bezahlte Produkte sehr spät oder gar nicht geliefert. Und somit bleibe dieses Thema zuoberst auf der sogenannten Ärgerliste.

Die Konsumentenorganisationen stellen zudem fest, dass die Verweigerung von Garantieleistungen bei vielen Herstellern System zu haben scheine. Denn anders als in der EU müssten Konsumentinnen aus der Schweiz beweisen, dass sie nicht schuld sind am Produktmangel, worauf sie meistens auf ihre Ansprüche verzichten würden. Die Konsumentenschutz-Organisationen fordern daher für diese Fälle eine Beweislastumkehr wie in der EU.

Nur vermeintlich kostenlos

Auch die Zahl der Beratungsanfragen und Meldungen wegen aggressiver und illegaler Verkaufsmethoden bleibt laut der Auswertung unverändert hoch. Im laufenden Jahr fielen demnach besonders die Abofallen auf: Wenige Klicks hätten genügt, um beispielsweise Songtexte herunterzuladen. Im Nachhinein habe sich das vermeintlich kostenlose Angebot als teure Abofalle entpuppt, aus welcher nur mit grosser Mühe zu entkommen sei.

Auf dem dritten Platz der "Ärgerliste" finden sich obligatorische und freiwillige Krankenversicherungen. Neben den steigenden Prämien der Grundversicherung gelangen viele Meldungen zu den Konsumentenorganisationen, wonach bei der freiwilligen Spitalzusatzversicherung durch die Dienstleister zu hohe Gebühren verrechnet werden.

(AWP)