Am Sonntag hatte Chinas Statistikamt in seinem offiziellen PMI - ein wichtiger Frühindikator etwa für Analysten - für das verarbeitende Gewerbe einen Wert von 49,5 Punkten veröffentlicht und damit den zweiten Monat in Folge einen Rückgang ermittelt. Beide Indizes signalisierten damit unterschiedliche Trends im selben Sektor. Grund dafür ist, dass das Statistikamt für seinen Index eher Einkaufsmanager grosser und staatlicher Unternehmen befragt. Im PMI von «Caixin» sind dagegen auch kleinere Privatfirmen vertreten oder solche, die exportorientierter sind.

Laut «Caixin» macht das verarbeitende Gewerbe 27 Prozent der chinesischen Wirtschaftsleistung aus, die durch eine Immobilienkrise und schwachen Konsum unter Druck steht. Wegen wachsender Nachfrage im Inland und steigender Exporte verbesserte sich das Gewerbe im Juni, sagt Experte Wang Zhe laut «Caixin». Allerdings machen sich die befragten Manager demnach über den wirtschaftlichen Abwärtsdruck und den intensiven Wettbewerb auf dem Markt Sorgen./jon/DP/bgf

(AWP)