Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise in den USA im Januar um 3,0 Prozent und erreichten den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Die Kerninflationsrate ohne schwankungsanfällige Energie und Nahrungsmittel war ebenfalls höher als erwartet. Die Verbraucherpreise sind für Anleger von erheblicher Bedeutung, weil die US-Notenbank Fed aus ihnen Rückschlüsse für ihre weitere Zinspolitik zieht.

«DeepSeek, Strafzölle und nun auch noch ein geldpolitischer Dämpfer - nichts kann die Schnäppchenjäger in diesen Tagen davon abhalten, sich trotz hoher Kursniveaus weiter fleissig Aktien in ihre Depots zu legen», kommentierte Analyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets.

Stärkster Sektor waren die Nahrungs- und Getränkewerte. Hier machte die Heineken-Aktie einen Sprung von mehr als 14 Prozent. Sie profitierte damit von der Ankündigung eines Aktienrückkaufs und starken Bierumsätzen. AB Inbev kletterten im Sog des Wettbewerbers um 2,9 Prozent. Im Bankensektor überzeugten ABN Amro. Marktteilnehmer sprachen von besser als erwarteten Zahlen und einem guten Ausblick. Die Aktie zog um 8,2 Prozent an.

Dagegen verloren Ahold Delhaize nach Zahlen zum vierten Quartal 5,8 Prozent. Die operative Ergebnisentwicklung (Ebit) in den USA habe enttäuscht, betonte Analyst Frederick Wild von Jefferies. Zudem begrenzten die 2025 geplanten Investitionen weitere Fortschritte bei der Barmittelentwicklung, und der Gewinnausblick sei eher schwach.

Unter den Nebenwerten zogen Valneva um 4,8 Prozent an. Die Aktie setzte damit ihren Höhenflug fort. Das Unternehmen hatte zuletzt mit mehreren positiven Nachrichten zur ersten Impfung gegen das Chikungunyafieber, einer tropischen Infektionskrankheit, aufgewartet. Seit dem 52-Wochen-Tief im Dezember hat sich die Aktie mehr als verdoppelt./edh/jha/

(AWP)