Generell hat Trump mit seinen Zollankündigungen für eine erhöhte Volatilität an den Märkten gesorgt. «Die Märkte dürften kurzfristig noch auf Verhandlungserfolge hoffen», heisst es bei der Deka Bank in einem Kommentar. Falls es weder bei China noch Europa oder Japan zeitnah grössere Erfolge gebe, dürfte die Flucht in Sicherheit anhalten.
«Bemerkenswert bleibt, dass der US-Dollar nicht als sicherer Hafen profitiert, sondern Euro und Yen ihm gegenüber aufwerten.» Offenbar sähen Anleger vor allem Risiken für die USA.
Auch der Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank hebt die deutliche Dollar-Schwäche nach den angekündigten Importzöllen hervor. «Der Markt geht offensichtlich davon aus, dass diese Zölle die US-Konjunktur belasten und/oder die US-Notenbank Fed dem inflationären Effekt nicht hinreichend mittels strafferer Geldpolitik entgegentritt.»
Derweil weisen aktuelle Konjunkturzahlen auf eine sich abschwächende Konjunktur in den USA hin. So ist die Stimmung unter den Dienstleistern in den USA im März auf den tiefsten Stand seit neun Monaten gefallen. Der Einkaufsmanagerindex ISM fiel zum Vormonat um 2,7 Punkte auf 50,8 Punkte. Dies ist der niedrigste Stand seit Juni 2023. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem geringeren Rückgang auf 52,9 Punkten gerechnet.
(AWP)