Mit einem Kursverlust von 7 Prozent auf 86 Franken bilden die Aktien von Logitech am Freitagvormittag das Schlusslicht des SMI. Damit unterbricht der Unterhaltungselektronikhersteller aus der Westschweiz seine Gewinnserie. Diese Woche hatten die Titel gerade noch ihr Drei-Jahres-Hoch erreicht, und seit Januar beträgt der Zuwachs mehr als 23 Prozent.
Die Ursache für den Kurssturz am Freitag ist eine Kurszielsenkung der Bank of America (BofA). Basierend auf einer Unternehmensstudie nimmt der Analyst das Kursziel um 11 Franken auf 80 Franken herunter. Bedeutsamer ist jedoch die zusätzliche Anpassung des Ratings auf «Underperform» von «Neutral».
Der BofA-Experte betont seine Bedenken in Bezug auf die künftige Entwicklung beim Umsatz sowie bei der Bruttomarge. Darauf abgestützt kürzt er seine Gewinnschätzungen für die kommenden Jahre um bis zu 10 Prozent. Wie der Analyst schreibt, befindet sich die Bewertung im Verhältnis des Unternehmenswertes zum operativen Jahresgewinn (EBITDA) am ganz oberen Ende der historischen Bandbreite. Er sieht bei den Aktien deshalb keine Luft mehr nach oben.
Damit ist er einer von drei Logitech-Analysten, die den Rotstift angesetzt haben. Der zuständige Eperte des US-Finanzinformationsunternehmen Morningstar stutzte das Kursziel Ende Januar gar auf 66 Franken. Elf weitere Experten sind laut Bloomberg-Daten neutral eingestellt, während fünf die Titel nach wie vor zum Kauf empfehlen.
Laut Marktstimmen wird nicht ausgeschlossen, dass weitere Korrekturen bei den Experten-Schätzungen vorgenommen werden könnten. Aktuell impliziert das durchschnittliche Kursziel noch ein Aufwärtspotenzial von 4 Prozent.
(cash)