«Die UBS hat sicher keine Pläne, aus der Schweiz wegzuziehen», erklärte UBS-Compliance-Chef Markus Ronner am Freitag in einer Podiumsdiskussion des Schweizer Fernsehens. «Wir haben ein Bekenntnis abgegeben zur Schweiz.» Mit dem auf die Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden ausgerichteten Geschäftsmodell habe das Institut einen engen Bezug zu dem Land.

Nach der staatlich orchestrierten Notübernahme der in Schieflage geratenen Credit Suisse durch den Branchenprimus UBS ist das Finanzministerium dabei, schärfere Regeln zu erlassen, um ein ähnliches Debakel in Zukunft zu verhindern. Anfang Juni will die Regierung die Eckwerte eines Massnahmenpakets vorlegen, der später vom Parlament in Bern behandelt wird. Viele Experten rechnen damit, dass die Regierung wohl eine harte Linie verfolgt, die die UBS zwingen würde, bis zu 25 Milliarden Dollar an zusätzlichem Kapital zu beschaffen. Dagegen wehrt sich die UBS, weil sie Wettbewerbsnachteile befürchtet und weniger Geld an die Aktionäre ausschütten könnte. «Wir kämpfen bis zur letzten Minute dafür, dass wir in der Schweiz weiterhin wettbewerbsfähig sein können», erklärte Ronner.

(Reuters)