Die Holcim-Titel legten in den letzten fünf Handelstagen gegenüber der Vorwoche um 4,4 Prozent zu und schliessen die laufende Handelswoche im SMI als Top-Titel ab. Obwohl die Aktien am Montagabend den Abwärtstrend der Vorwoche fortsetzen, konnten sie über die Woche zulegen und notierten am Freitagmittag bei 98,76 Franken.

Der Zementkonzern hat am Freitagvormittag zudem seine Jahreszahlen 2024 veröffentlicht, wobei der Konzern beim organischen Wachstum und beim Reingewinn die Erwartungen der Analysten verfehlt, beim EBIT aber getroffen hat. Zudem sollen die Aktionärinnen und Aktionäre eine Dividendenerhöhung auf 3,10 Franken pro Aktie erhalten, nach 2,80 Franken im Vorjahr. Das lag über den Erwartungen des Marktes.

Weiter verläuft die Abspaltung des Nordamerikageschäfts nach Plan, und Konzernchef Miljan Gutovic zeigte sich am Rande der Bilanzmedienkonferenz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP optimistisch für die weitere Geschäftsentwicklung. Entsprechend konzentrieren sich auch die Analysten mehr auf die Abspaltung des Nordamerikageschäfts, das unter dem Namen Amrize firmieren wird. Die Experten von RBC sehen Holcim für diesen wichtigen Schritt gut positioniert. Weitere Informationen erwarten sie vom Investorentag am 25. März. Ähnlich sieht es Jefferies, allerdings gebe es noch zu wenige Details zu der geplanten Transaktion, um grössere Bewegungen in der Aktie auszulösen.

Die Analysten der Bank Vontobel und der Zürcher Kantonalbank halten die Holcim-Aktie für «attraktiv» und empfehlen sie weiterhin zum Kauf. Zu den Wochengewinnern gehören neben Holcim auch die Titel von Swiss Re (3,2 Prozent), Swiss Life (2,4 Prozent) oder Nestlé (2,4 Prozent). Insgesamt verlor der SI in der abgelaufenen Woche 0,24 Prozent. 

ABB setzt Abwärtstrend fort

Schlechter verlief die Woche für den ABB-Konzern. Die Titel des Technologieunternehmens ist mit einem Minus von 7,2 Prozent neben Logitech (minus 7,2 Prozent) der grösste SMI-Verlierer dieser Woche.

Medienberichten zufolge sorgte CEO Morten Wierod am Montag für einige Fragezeichen. Er erzählte in einem «Fire-Side Chat», dass der Tech-Riese Microsoft kürzlich Aufträge für Datencenter pausiert habe. Zwar sehe das ABB-Management hier kein Risiko für die eigene Auftragslage, dennoch wirke dies zusammen mit den eher unsicheren Aussichten für den chinesischen Markt derzeit bremsend, heisst es. Die Titel haben in den letzten zwölf Monaten 8 Prozent gewonnen.

Auch die Partners Group (minus 6,3 Prozent), Sika (minus 4,9 Prozent) und Kühne & Nagel (minus 3,8 Prozent) schliessen die Woche im Minus.

(cash/AWP)