Die Valoren des Pharmaunternehmens Novartis fallen im frühen Handel 1,5 Prozent auf 96,90 Franken. Es ist ein weiterer deutlicher Rücksetzer im laufenden Jahr. Schon Ende Februar und Mitte März hatten sich die Novartis-Aktien auf steile Talfahrt begeben. Innert eines Tages verloren sie einmal mehr als 3, das andere Mal mehr als 5 Prozent.

Die Erholung folgte jeweils zügig, und insgesamt befindet sich Novartis seit Anfang Februar in einer Seitwärtsbewegung, die mit den Wirren um die US-Zollpolitik einhergeht. Sie soll am heutigen Mittwoch konkreter werden, da die USA bislang angekündigte Handelshemmnisse in Kraft setzen wollen.

Diesbezüglich sagte Novartis-CEO Vas Narasimhan im März, er werde die Lage «sehr genau» beobachten. «Der entscheidende Punkt ist, zu sehen, welche Politik tatsächlich umgesetzt wird und was nur rhetorisch gesagt wird», erklärte der Novartis-Chef. «Dann müssen wir einfach angemessen reagieren.»

Mittelfristig sieht es für Novartis jedenfalls nicht sehr düster aus - zumindest wenn es nach dem zuständigen Analysten der US-Grossbank Goldman Sachs geht. Er hat das Rating auf «Neutral» belassen und das Kursziel auf 102 von 98 Franken angehoben. Aktionäre können somit auf einen 3,6-prozentigen Kursgewinn gegenüber der Schlussnotierung vom Dienstag hoffen.

Die Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs ist insofern bemerkenswert, als sie auf eine Serie von Herabstufungen durch die US-Bank folgt. Im September ging der zuständige Experte von «Buy» auf «Neutral». Daraufhin senkte er das Kursziel schrittweise von 105 auf 98 Franken.

Die nun wieder aufgekommene Zuversicht geht auf Schätzungsanpassungen vor den nächsten Zahlen zurück. Novartis wird Ende April über die Ergebnisse im ersten Quartal 2025 berichten.

(cash)