Der Industriekonzern Medmix hat 2024 den Umsatz knapp gehalten. Wegen höherer Abschreibungen und Ausgaben für das laufende Effizienzprogramm resultierte unter dem Strich jedoch ein Verlust. Dennoch soll eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende bezahlt werden.
Der Umsatz reduzierte sich um 0,6 Prozent auf 483,9 Millionen Franken. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte resultierte ein organisches Wachstum von -1,5 Prozent, wie die Spezialistin für Verabreichungsgeräte etwa im Gesundheits- und Dentalbereich am Mittwoch mitteilte.
Der Umsatz im Segment Consumer & Industrial mit den Unterbereichen Beauty und Industrie lag bei 307,2 Millionen und damit 0,8 Prozent unter dem Vorjahr. Gebremst habe hier die Nachfrageschwäche in beiden Teilbereichen.
Das Segment Healthcare mit den Bereichen Drug Delivery, Chirurgie und Dental setzte mit 176,7 Millionen Franken praktisch gleich viel um wie im Vorjahr. Dabei legte der Bereich mit Lösungen für Zahnärzte und Zahntechniker klar zu, wogegen der Bereich Drug Delivery zweistellig zurückging.
Der operative Gewinn (adj. EBITDA) sank derweil um 0,7 Prozent auf 92,5 Millionen Franken, während die entsprechende Marge bei 19,1 Prozent stabil blieb. Die Verbesserungen der Bruttomarge dank eins vorteilhafteren Produktemixes sowie dank der Effizienzverbesserungen seien teilweise durch höhere Investitionen in neue Werke wettgemacht worden, so Medmix.
Ausgaben für Effizienzprogramm
Wegen der Ausgaben für das 2024 eingeleitete Effizienzprogramm und wegen höherer Abschreibungen rutschte das Reinergebnis mit einem Verlust von 6,4 Millionen Franken in den roten Bereich. Im Vorjahr wurde noch ein kleiner Gewinn von 0,7 Millionen erzielt. Trotz des Verlustes soll eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 0,50 Franken je Aktie ausbezahlt werden.
Mit Blick auf das Wachstums- und Effizienzprogramm stellt Medmix für das laufende und das kommende Jahr Einsparungen von insgesamt rund 30 Millionen Franken in Aussicht. Der grösste Teil der Massnahmen dürfte bereits 2025 umgesetzt sein, entsprechend wird auch mit positiven Effekten auf das Ergebnis bereits im laufenden Jahr gerechnet.
Für das laufende Jahr 2025 prognostiziert die 2021 vom Winterthurer Industriekonzern Sulzer abgespaltene Medmix eine flache Entwicklung des währungsbereinigten Umsatzes sowie eine bereinigte EBITDA-Marge im Bereich von 18 bis 19 Prozent.
Über eine Zeitperiode von drei Jahren strebt Medmix ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4 Prozent an sowie eine um Sonderkosten bereinigte EBITDA-Marge von über 20 Prozent.
cf/rw
(AWP)