Wie darüber informierte Personen Bloomberg berichteten, hat der Konzern unlängst Gespräche über Standorte in Indonesien, Grossbritannien und Australien gestoppt oder verzögert. Gleiches gelte für Projekte in den US-Bundesstaaten Illinois, North Dakota und Wisconsin, hiess es.

Microsoft gilt weithin als führend bei der Kommerzialisierung von KI-Diensten, vor allem dank seiner engen Partnerschaft mit dem ChatGPT-Betreibers OpenAI. Investoren verfolgen die Ausgabenpläne des Windows-Entwicklers genau, um ein Gefühl für die langfristige Kundennachfrage nach Cloud- und KI-Diensten zu bekommen.

Einige sehen die Zurückhaltung als Hinweis darauf, dass der Nachfrageausblick die massiven Ausgaben von Microsoft für Serverfarmen möglicherweise nicht rechtfertigt. Ob dies so ist oder Microsoft auf Herausforderungen bei den Bauvorhaben oder beispielsweise Engpässe bei der Energieversorgung der geplanten Rechenzentren reagiert, ist indessen schwer einzuschätzen.

Wie zu hören ist, hat sich Microsoft vor kurzem aus den Verhandlungen über die Anmietung eines Standorts zwischen London und Cambridge zurückgezogen, der als Standort für fortschrittliche Nvidia-Chips vermarktet wird. Auch Gespräche über die Anmietung eines Rechenzentrums in der Nähe von Chicago seien abgebrochen worden, berichtete eine darüber informierte Person Bloomberg.

Microsoft bestätigte gegenüber Bloomberg, Änderungen an seinen Plänen für Rechenzentren vorgenommen zu haben. Zu den meisten Projekten wollte sich ein Sprecher jedoch nicht äussern.

«Wir planen unseren Bedarf an Rechenzentrumskapazitäten Jahre im Voraus, um sicherzustellen, dass wir über eine ausreichende Infrastruktur an den richtigen Stellen verfügen», hiess es. «Da die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz weiter steigt und wir unsere Präsenz in den Rechenzentren weiter ausbauen, zeigen die Änderungen, die wir vorgenommen haben, die Flexibilität unserer Strategie.»

(Bloomberg)