«Das Gesamtbild der Zölle ist noch ungewiss, aber sie werden die Importpreise kurzfristig in die Höhe treiben», sagte Notenbankchef Kazuo Ueda am Mittwoch bei einer Anhörung vor dem japanischen Parlament. Darüber hinaus sei damit zu rechnen, dass die Zölle die Stimmung in den Unternehmen und der privaten Haushalte belasten und die Ausgaben bremsen dürften.
Generell sprach Ueda von einer hohen Unsicherheit. Je nach Höhe der Zölle sei es möglich, dass sie «grosse Auswirkungen» auf die Handelsaktivitäten zwischen den Nationen haben werden.
US-Präsident Donald Trump will im Laufes des Mittwochs eine neue Runde weitreichender Zölle ankündigen. Der Republikaner sprach in der Vergangenheit von wechselseitigen Zöllen. Bisher ist aber unklar, wie die künftigen US-Zölle aussehen werden, die auf importierte Waren erhoben werden.
Ein weiterer Anstieg der Inflation würde auf eine bereits vergleichsweise starke Teuerung in Japan treffen. Laut jüngsten Daten lag die landesweite Inflationsrate im Februar bei 3,7 Prozent. Japans Notenbank hatte den Leitzins zuletzt im Januar um 0,25 Prozentpunkte auf 0,50 Prozent angehoben.
(AWP)