Am Geldmarkt wurde am Donnerstagvormittag die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts nach unten auf der nächsten Zinssitzung der EZB in zwei Wochen auf rund 90 Prozent taxiert. Am Vortag waren es rund 80 Prozent gewesen.
Erwartet wird, dass die Währungshüter den Einlagensatz - den Leitzins im Euroraum - um 0,25 Punkte auf 2,25 Prozent herabsetzen. Es wäre seit Mitte 2024 der siebte Schritt nach unten. Die EZB will am 17. April wieder über die Zinsen entscheiden.
Trump hatte am Mittwoch beispiellose Zollerhöhungen auf alle Importe der USA erlassen. Für die EU sollen Zölle von 20 Prozent greifen. Aus Sicht von Griechenlands Notenbankchef Yannis Stournaras werden die US-Zölle das Wirtschaftswachstum im Euroraum bremsen, wie er der Agentur Bloomberg sagte. Es sei zu erwarten, dass sich der Rückgang der Inflation fortsetze. Die jüngsten Entwicklungen seien kein Hindernis für eine weitere Zinssenkung auf der Aprilsitzung.
(Reuters)