Der Elektrotechnikkonzern ABB will die aus zusätzlichen Zöllen entstehenden Kostensteigerungen an die Kunden weitergeben. ABB überprüfe kontinuierlich ihre Lieferkettenstrategien, um sicherzustellen, dass das Unternehmen seinen Verpflichtungen gegenüber den Kunden nachkomme, erklärte ein Sprecher am Donnerstag.

Im Einklang mit dem dezentralen Betriebsmodell befassten sich einzelnen Geschäftsbereiche mit dieser Situation und ergriffen die erforderlichen Massnahmen. «Wir gehen davon aus, dass wir die Kostensteigerungen, die sich aus den Zöllen ergeben, an unsere Kunden weitergeben werden.»

ABB habe eine lange Tradition, seine Kunden mit lokal gefertigten Produkten zu bedienen. Dieser Ansatz ermögliche es dem Schweizer Konzern, nahe bei den Kunden zu sein und gleichzeitig die Lieferketten widerstandsfähiger zu machen. Ziel ist es, in jeder Region autark zu sein.

In den USA liegt der Anteil der lokalen Produktion bei 75 bis 80 Prozent, in Europa bei 95 Prozent und in China bei 85 Prozent. «Ein wichtiger Teil unserer Strategie ist es, den Lokalisierungsgrad weiter zu erhöhen, wenn wir in neue Produktionskapazitäten investieren», so der Sprecher des Siemens-Rivalen. 

(Reuters)