Das Umsatzwachstum lag an Zukäufen, während die organische Entwicklung rückläufig war. Die operative Marge blieb derweil konstant. Für das Gesamtjahr erwartet Cicor nun einen höheren Umsatz als bisher.

Konkret wuchs der Umsatz im ersten Semester dank Akquisitionen um 16 Prozent auf 231,3 Millionen Franken. Damit sei Cicor in die Spitzengruppe der europäischen Elektronikhersteller aufgerückt, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Organischer Rückgang

Organisch ging der Umsatz aber um 4,4 Prozent zurück. Weiterhin negativ blieb auch der Währungseffekt (-1,5 Prozent). Das Umsatzwachstum war also dem starken Wachstumsbeitrag aus Akquisitionen zu verdanken. Dieser lag bei satten 22,1 Prozent.

Die Industriegruppe hatte im ersten Halbjahr zwei Unternehmen übernommen: den rumänischen Medtech-Prototypenfertiger Evolution Medtec und den britischen Anbieter von Internet-of-Things-Lösungen TT Electronics IoT Solutions.

Den organischen Rückgang sieht Cicor der schwachen Konjunktur begründet. Diese habe zu einer schwachen Nachfrage im Markt für Industrieelektronik geführt und zu einer mehrmonatigen Verschiebung eines Grossprojektes im Bereich Luft-/Raumfahrt und Verteidigung. Das Wachstum in den Bereichen Medizintechnik und Transport habe dies nur teilweise ausgleichen können.

Marge gehalten

Der operative Gewinn stieg derweil um 16 Prozent auf 24,7 Millionen Franken. Die entsprechend Marge lag mit 10,7 Prozent auf Vorjahresniveau.

Dabei habe Cicor in einzelnen Einheiten der Gruppe deutliche operative Fortschritte erzielt, die Akquisitionen hätten allerdings zu einer einmaligen Verwässerung der Marge geführt. Und dieser Einmaleffekt sei bereits vollkommen im ersten Halbjahr verbucht worden, heisst es.

Beim Nettoergebnis profitierte Cicor derweil von einem höheren Finanzergebnis und einer «deutlich tieferen» Steuerquote. So blieben unter dem Strich ein um 54 Prozent höherer Gewinn von 11,9 Millionen. Je Aktie bedeutet dies 2,29 Franken (Vorjahr: 1,74 Fr.).

Umsatzziel erhöht

Alles in allem blickt der Elektronikhersteller zuversichtlich nach vorne. Die sich abzeichnende Belebung bei Auftragseingang und Umsatz im Bestandsgeschäft sowie Fortschritte bei der Integration der übernommenen Firmen führten zu höheren Erwartungen als bislang kommuniziert.

Damit rechnet Cicor für 2024 mit einem Umsatz von 470 bis 510 Millionen Franken, nach bisher kommunizierten 460 bis 500 Millionen. Und das operative Ergebnis (EBITDA) soll bei 50 bis 60 Millionen zu liegen kommen.

Dies würde im besten Fall eine EBITDA-Marge von 13 Prozent und im schlechtesten eine von 10 Prozent bedeuten. Das entspricht der bisherigen Guidance einer EBITDA-Marge von 10 bis 13 Prozent.

(AWP)