22:45
Der Dow Jones Industrial sackt um weitere 5,50 Prozent auf 38.314,86 Zähler ab. Am Vortag war der weltweit bekannteste Aktienindex bereits um 4 Prozent gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump umfangreiche Importzölle angekündigt hatte. Der Dow fiel am Freitag auf den niedrigsten Stand seit Mitte vergangenen Jahres. Mit einem Wochenminus von mehr als 8 Prozent war es für den Dow die verlustreichste Börsenwoche seit Jahren.
Der von den grossen Technologieaktien dominierte Nasdaq 100 büsste 6,07 Prozent auf 17.397,70 Punkte ein und fiel auf den tiefsten Stand seit Mai 2024. Im Börsenjahr 2025 steht mittlerweile ein Verlust von mehr als 17 Prozent zu Buche. Wie schon am Vortag zählten die Papiere grosser Chip-Hersteller zu den grössten Verlierern. Der marktbreite S&P 500 rutschte um 5,97 Prozent auf 5.074,08 Zähler ab. Der Wochenverlust war der grösste seit März 2020.
China kündigte Gegenzölle auf US-Importe in Höhe von 34 Prozent an. Sie sollen am 10. April in Kraft treten. Dies jage einen weiteren Schock der Angst durch die Märkte, schrieb Susannah Streter vom britischen Investmenthaus Hargreaves Lansdown. «Die grosse Sorge ist, dass dies ein Zeichen für eine scharfe Eskalation des Zollkriegs ist, die erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben wird.»
Zudem könnten schon Mitte des Monats Gegenzölle der EU in Kraft treten, welche diese ursprünglich schon für Anfang April erwogen hatte. Laut der US-Bank JPMorgan ist die Wahrscheinlichkeit einer weltweiten Rezession zuletzt von 40 auf 60 Prozent gestiegen. Die Marktexperten grosser Banken senken nun ihre Kursziele für die grossen US-Aktienindizes zum Ende dieses Jahres.
Abgestossen wurden ferner die Aktien von «Big Oil» wie Exxon Mobil, Chevron, Baker Hughes und Constellation Energy. Die Kursverluste reichten von etwa 7 bis 13 Prozent. Investoren verkaufen aus Sorge vor einer Rezession in den USA die Aktien dieser sehr konjunkturabhängigen Branche.
In dem schwer angeschlagenen Börsenumfeld stiegen Nike um 3 Prozent und Lululemon um 3,2 Prozent. US-Präsident Donald Trump liess in sozialen Medien wissen, er habe ein «sehr produktives» Gespräch mit dem vietnamesischen Politiker To Lam geführt. Vietnam wolle demzufolge die Zölle auf Importwaren «nahe Null» senken. Zuletzt hatte Trump für Einfuhren aus Vietnam, in dem etliche US-Bekleidungs- und Schuhhersteller ihre Produkte fertigen lassen, einen Zoll von 46 Prozent verhängt.
Abseits des Tech-Sektors brachen die Papiere des Chemiekonzerns Dupont um fast 13 Prozent ein. China ermittelt gegen den Chemiekonzern wegen eines möglichen Verstosses gegen Wettbewerbsvorschriften.
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19:15
Chinas Gegenschlag nach den drastischen Zollankündigungen der USA hat die US-Börsen am Freitag erschüttert. Für den Dow-Jones-Index der Standardwerte geht es um 4,5 Prozent abwärts. Der breiter gefasste S&P 500 verliert 5 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fällt um 5,2 Prozent. Damit steuert das Börsenbarometer charttechnisch auf einen sogenannten Bärenmarkt zu, da das Allzeithoch mittlerweile mehr als 20 Prozent entfernt liegt.
Seit US-Präsident Donald Trump am Mittwochabend seine Zölle bekanntgab, haben die Unternehmen des S&P 500 über vier Billionen Dollar an Börsenwert verloren und damit mehr als zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 auf Sicht von zwei Handelstagen.
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19:00
Die Aussicht auf Zollerleichterungen der USA für Importe aus Vietnam hat am Freitag an den US-Börsen die Kurse der dort produzierenden US-Bekleidungs- und Sportartikelhersteller angetrieben. In einem schwer angeschlagenen Börsenumfeld legten Nike um 4,3 Prozent und Lululemon Athletica um 3 Prozent zu.
US-Präsident Donald Trump liess in sozialen Medien wissen, er habe ein «sehr produktives» Gespräch mit dem vietnamesischen Politiker To Lam geführt. Vietnam wolle demzufolge die Zölle auf Importwaren «nahe Null» senken. Zuletzt hatte Trump für Einfuhren aus dem ostasiatischen Land, in dem etliche US-Bekleidungs- und Schuhhersteller ihre Produkte fertigen lassen, einen Zoll von 46 Prozent verhängt.
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17:35
Belastet von der Eskalation des Handelskrieges hat die Schweizer Börse die Talfahrt am Freitag beschleunigt.
Der SMI brach bis zum Handelsschluss um 5,1 Prozent auf 11'649 Punkte ein und markierte damit den tiefsten Stand seit Jahresbeginn.
Auf Wochensicht steuerte das Börsenbarometer auf ein Minus von fast zehn Prozent zu. China kündigte hohe Sonderzölle auf US-Produkte an, nachdem US-Präsident Donald Trump diese Woche mit einem Frontalangriff auf fast alle wichtigen Handelspartner für Empörung gesorgt hatte. Ökonomen und Wirtschaftsverbände warnten vor einer globalen Rezession. Der auch als «Angstbarometer» verwendete Volatilitätsindex der Schweizer Börse schoss um fast 23 Prozent hoch.
Sämtliche 20 Standardwerte mussten Federn lassen. Schlusslicht waren die Partners Group-Aktien mit einem Minus von 7,7 Prozent. Auch die Titel von US-Finanzinvestoren wie Apollo, KKR oder Blackstone warfen die Anleger aus den Depots.
Die Angst vor einem Handelskrieg, wirtschaftliche Unsicherheit und Inflationsdruck durch Zölle könnten Experten zufolge einen längeren Abschwung an den Märkten verursachen, was die Bewertung der verwalteten Vermögen drücken dürfte. Das wiederum könnte die Gebühren der Verwalter belasten. Die UBS büsste 5,3 Prozent ein. Mit Swiss Re und Zurich sackten auch zwei Versicherer deutlich ab.
Zum ausführlichen Bericht geht es hier.
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17:20
Aktien des offenbar ins Visier chinesischer Wettbewerbshüter geratenen US-Chemiekonzerns DuPont stürzen um mehr als 15 Prozent ab. «Wir haben Kenntnis von einem Bericht, wonach die staatliche Behörde für Marktregulierung der Volksrepublik China eine Untersuchung eingeleitet hat. Wir nehmen diese Angelegenheit sehr ernst und prüfen die Behauptungen in dem Bericht», sagte ein DuPont-Sprecher. Das Unternehmen beliefert die Chipindustrie mit Materialien für die Herstellung, Verpackung und Montage von Hochleistungschips. Die Volksrepublik hat inmitten eines eskalierenden Handelskriegs mit den USA zum Gegenschlag ausgeholt.
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17:10
Das EUR/CHF-Paar ist im Verlauf des Vormittags erstmals seit Anfang März wieder unter die Marke von 94 Rappen gefallen und geht aktuell zu 0,9384 um. Am Mittwochabend, bevor US-Präsident Donald Trump seine weitreichenden Zölle angekündigt hatte, hatte das Paar noch 0,9579, also knapp zwei Rappen mehr, gekostet.
Mehr dazu hier.
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17:05
Auch die Aktien aus dem US-Pharmasektor werden vor dem Wochenende heruntergedrückt: Die Papiere von Eli Lilly, Pfizer, Biogen, AbbVie und Merck & Co verlieren zwischen rund drei und rund vier Prozent. Noch am Donnerstag hatten Pharmawerte zeitweise zugelegt, weil Medikamente vorerst von den Aufschlägen ausgenommen worden waren. Am Freitag kündigte Trump jedoch an, dass auch für diesen Sektor bald Zölle verkündet werden könnten. «Ich denke, dass die Pharmazölle in einem Ausmass eingeführt werden, wie man es noch nie zuvor gesehen hat», sagte Trump vor Reportern an Bord der Air Force One. «Das wird in naher Zukunft angekündigt werden und wird gerade geprüft.»
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16:50
Aktien von US-Kreditkartenunternehmen rutschen ab, nachdem China im eskalierenden Handelskrieg zusätzliche Zölle auf US-Waren erhoben hat. American Express, Mastercard und Visa verbilligen sich um bis zu 4,6 Prozent. Anleger fürchten einen Rückgang bei den Kreditkartenausgaben, da erwartet wird, dass das Verbrauchervertrauen unter dem eskalierenden Handelskrieg leidet.
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16:25
Die Gegenmassnahmen Chinas nach der Einführung neuer US-Zölle drücken die Aktien aus dem US-Versicherungssektor.
Die Titel von Unternehmen wie MetLife, Prudential, Travelers und American International Group verlieren zwischen vier und fast sieben Prozent. Der internationale Handelskonflikt dürfte sich insbesondere auf die Kosten bei privaten Schadensfällen auswirken, schreiben die Experten der New Yorker Investmentbank KBW. Hintergrund sei der zu erwartende Preisanstieg bei Autos, Autoteilen und Baumaterialien. China hatte in dem von US-Präsident Donald Trump losgetretenen Handelskrieg zurückgeschlagen: Auf alle amerikanischen Waren werde nun ebenfalls ein zusätzlicher Zoll in Höhe von 34 Prozent fällig, kündigte das Finanzministerium am Freitag in Peking an.
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16:10
Die Aktien von Tesla und Apple - die zu den Unternehmen mit dem grössten Umsatz in China gehören - fielen am Freitag nach Handelsstart beide um je 3,7 Prozent. Alphabet, Microsoft und Meta lagen ebenfalls im Minus. Der Chip-Sektorindex verlor 5,9 Prozent. Die Zölle könnten zu höheren Kosten für Halbleiterunternehmen führen, die Gewinnspannen beeinträchtigen und komplexe Chip-Lieferketten stören.
Die Aktienkurse der US-Banken gerieten erneut unter die Räder. Der Sektor stand weltweit unter Druck, da die Anleger weitere Zinssenkungen der Zentralbanken und eine Beeinträchtigung des Wirtschaftswachstums durch Zölle erwarteten. Die Aktien von Bank of America und JPMorgan Chase fielen jeweils um fünf und 4,3 Prozent. Ein Ölpreisrutsch setzte den Öl- und Gassektor unter Druck. Die Aktien des Ölkonzerns Exxon XOM.N fielen um 2,3 Prozent, während Chevron um 3,6 Prozent nachgaben. Zölle aus China, einem wichtigen Ölimporteur, könnten die Sorgen über eine nachlassende Kraftstoffnachfrage verstärken.
In den Hintergrund rückte trotz positiver Signale der Bericht des US-Arbeitsministeriums. Demzufolge hat die US-Wirtschaft im März mit 228.000 Stellen weit mehr neue Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Doch angesichts des sinkenden Geschäftsvertrauens könnten Trumps umfassende Importzölle die Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes in den kommenden Monaten auf die Probe stellen.
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15:45
Die Ankündigung von Gegenzöllen auf US-Importe durch China hat den jüngsten Kurseinbruch an den New Yorker Börsen am Freitag noch verschärft.
Der Dow Jones Industrial sackte im frühen Handel um weitere 2,5 Prozent auf 39'529 Zähler ab. Am Vortag war der weltweit bekannteste Aktienindex bereits um 4 Prozent gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump umfangreiche Importzölle angekündigt hatte. Der Dow fiel am Freitag auf den niedrigsten Stand seit August vergangenen Jahres. Es droht nun die verlustreichste Börsenwoche seit Oktober 2020.
Der von den grossen Technologieaktien dominierte Nasdaq 100 büsste 2,8 Prozent auf 18'007 Punkte ab und fiel ebenfalls auf den tiefsten Stand seit August 2024. Im Börsenjahr 2025 steht mittlerweile ein Verlust von 14,5 Prozent für den Index zu Buche. Wie schon am Vortag zählten die Papiere grosser Chip-Hersteller zu den grössten Verlierern. Der marktbreite S&P 500 rutschte um 2,7 Prozent auf 5'252 Zähler ab.
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15:35
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14:55
Die gestrige Talfahrt der New Yorker Börsen dürfte sich am Freitag fortsetzen. Nachdem US-Präsident Donald Trump die Märkte am Mittwoch nach US-Handelsschluss mit umfangreichen neuen Importzöllen geschockt hatte, verstärkten die nun angekündigten chinesischen Gegenzölle die Sorgen der Anleger.
40 Minuten vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial 3,1 Prozent tiefer auf 39'295 Punkte. Den Tech-Auswahlindex Nasdaq 100, der am Donnerstag noch heftiger unter die Räder geraten war, sieht IG 2 Prozent tiefer bei 18'159 Punkten. Damit zeichnen sich für die beiden Indizes, die sich bis Mittwoch noch etwas von der vorangegangenen Schwächephase erholt hatten, Wochenverluste von 5,5 beziehungsweise 5,8 Prozent ab.
China kündigte Gegenzölle auf US-Importe in Höhe von 34 Prozent an. Sie sollen am 10. April in Kraft treten, wie die Zollkommission des chinesischen Staatsrats mitteilte. Dies jage einen weiteren Schock der Angst durch die Märkte, schrieb Susannah Streter von der britischen Investmentgesellschaft Hargreaves Lansdown. «Die grosse Sorge ist, dass dies ein Zeichen für eine scharfe Eskalation des Zollkriegs ist, die erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben wird.»
Zudem könnten schon Mitte des Monats Gegenzölle der EU in Kraft treten, welche die EU ursprünglich schon für Anfang April erwogen hatte. Laut der US-Bank JPMorgan ist die Wahrscheinlichkeit einer weltweiten Rezession von 40 auf nun 60 Prozent gestiegen. Die Experten der Schweizer Bank UBS senkten ihr Kursziel für den marktbreiten S&P-500-Index per Jahresende auf 5.800 Punkte - damit liegt es nur noch 7,5 Prozent über dem letzten Schlusskurs. Die kanadische Bank RBC rechnet sogar nur noch mit 5.550 Punkten.
Der ansonsten viel beachtete US-Arbeitsmarktbericht trat angesichts der aktuellen Ereignisse in den Hintergrund. Die Arbeitslosenquote ist im März überraschend weiter gestiegen. Allerdings schuf die weltgrösste Volkswirtschaft mehr Arbeitsplätze als erwartet. Die Stundenlöhne legten wie prognostiziert zu.
An den US-Börsen standen vorbörslich vor allem Tech-Aktien unter Druck, die überwiegend schon am Donnerstag deutlich abgesackt waren. Die in New York gelisteten Anteilsscheine der chinesischen Branchengrössen Alibaba und Baidu etwa büssten 8,6 beziehungsweise 8,1 Prozent ein. Für Apple und Nvidia ging es um weitere 4,9 und 3,6 Prozent bergab und für Tesla um 5,2 Prozent.
Abseits des Tech-Sektors sackten die Papiere des Chemiekonzerns Dupont um 9,3 Prozent ab.
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14:34
Die besser als erwartet ausgefallen Arbeitsmarktdaten - neu geschaffene Stellen plus 228'000 versus 140'000 erwartet - vermögen keine nennenswerte Trendwende an den US-Vorbörsen auszulösen. Der S&P 500 Futures Kontrakt steht weiter 2,2 Prozent im Minus. Vor der Publikation lag er 2,4 Prozent im Minus.
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14:08
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14:05
Der Markt tut nur eines: Er preist eine globale Rezession ein, schreibt der George Saravelos, Devisenstratege bei der Deutschen Bank in einem Kommentar. Was könnte hier den Ausweg aus der Krise ebnen? Zentralbanken können helfen, und Saravelos argumentierte schon gestern, dass eine gemässigtere Haltung der EZB unvermeidlich sei, da die EUR/USD-Stärke disinflationär wirkt und den Zollschock verstärkt. Die Fed ist deutlich stärker eingeschränkt, da die USA im Zentrum des negativen Angebotsschocks stehen und ein starker Anstieg der US-Inflation bevorsteht. «Sofern Präsident Trump die Zölle nicht rückgängig macht, gibt es unserer Meinung nach nur eine Antwort auf einen nachhaltigen Ausweg aus diesem Handelsschock: Fiskalpolitik.»
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13:50
Der Volatilitätsindex für amerikanische Aktien steigt auf einen Wert von 45 Punkten. Zur Einordnung: Ein Wert von 14 bis 18 Punkten signalisiert einen Bullenmarkt. Ein Wert von 20 bis 28 Punkten signalisiert einen unruhigen Markt. In einem Bärenmarkt kann der VIX wie während Corona auf über 100 Punkte steigen. Die Research-Boutique Datatrek hält einen Wert von 37 als einen guten Punkt, um in den Markt einzusteigen.
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13:31
Die Kursverluste im Bankensektor werden immer heftiger, nachdem China angekündigt hat, als Vergeltung für die umfassenden Zölle von US-Präsident Donald Trump zusätzliche Zölle in Höhe von 34 Prozent auf alle US-Waren zu erheben. Der europäische Branchenindex rutscht um bis zu 10,5 Prozent ab und ist auf dem Weg zu seinem schlechtesten Tag seit März 2020. Im Dax verlieren Aktien der Deutschen Bank bis zu 12,1 Prozent auf 18,30 Euro. Damit steuern sie auf ihren grössten Tagesverlust seit Juni 2022 zu. Die UBS verliert 8,1 Prozent, während der SMI 5,5 Prozent tiefer steht.
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13:05
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11:33
Auch am zweiten Tag nach der US-Zollankündigung trennen sich die Anleger von risikoreicheren Anlagen wie Aktien. Die Folge: Der SMI kämpft um die 12'000 Punkte-Marke. Im Gegenzug hält die Suche nach sicheren Häfen wie dem Schweizer Franken an. Die Zollpläne von US-Präsident Donald Trump vom Mittwochabend bedeuten eine neue Eskalationsstufe im Handelsstreit, heisst es am Markt. «Die Weltwirtschaft ist in einen dunklen Tunnel eingetreten - keiner weiss, wie es weitergeht», beschreibt eine Händlerin die aktuelle Stimmung.
Ökonomen sorgen sich vor allem um die Folgen für die Weltwirtschaft und auch die Inflation. Vor allem aber dürften die Zölle vor allem die US-Konsumenten treffen. Sie zahlten letztlich die Zeche, heisst es bei Raiffeisen. «Denn Zölle sind nichts anderes als eine Steuererhöhung, wahrscheinlich die grösste, die dem amerikanischen Volk jemals zugemutet wurde.» Das dämpfe zuerst den Konsum, bevor es die Profitabilität der Unternehmen belaste und die US-Wirtschaft bremse. Im Handelsverlauf dürfte lediglich der US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag das Zeug haben, Investoren kurzzeitig abzulenken.
Der Leitindex SMI verliert gegen 11.25 Uhr 2,6 Prozent auf 11'958,84 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, fällt um 2,4 Prozent auf 1918,24 und der breite SPI um 2,26 Prozent auf 15'992,78 Zähler. Im SLI stehen 27 Verlieren zwei Gewinner gegenüber. Swisscom sind unverändert.
Damit notiert der Leitindex SMI zum ersten Mal seit Januar wieder unter der Marke von 12'000 Punkten. Er ist wieder mehr als 1000 Punkte von seinem Rekordhoch jenseits der 13'000-Punkte-Marke von Anfang März entfernt.
Nach Ansicht von Händlern dürfte am Markt vor allem weiter differenziert werden zwischen den einzelnen Branchen und wie stark sich die US-Zölle auf die Gewinne der jeweiligen Unternehmen auswirken werden. «Der massive Trend zu Aktien mit hauptsächlichem Binnenmarktengagement dürfte sich weiter fortsetzen.»
Dies ist laut Händlern denn auch der Grund dafür, dass sich die Aktien von Swisscom (unv.) erneut gegen den Marktrend stemmen. Bereits am Vortag waren die Papiere mit einem Plus von mehr als 3 Prozent einer der wenigen Gewinner gewesen. Der Telekomkonzern ist lediglich auf die Schweiz und Italien fokussiert.
Dagegen setzten Finanzwerte die Abwärtsbewegung vom Vortag mit ungedrosseltem Tempo fort. Julius Bär verlieren 4,7 Prozent, die UBS 4,0 Prozent und auch Partners Group (-2,0 Prozent) sind im Verliererfeld zu finden.
Neben der Angst vor möglichen Negativfolgen des neuen Strafzoll-Regimes der US-Regierung auf das Tagesgeschäft europäischer Banken drücken auch Ertragsängste bei diesen Valoren auf die Stimmung. Zudem sind die Zinsen seit der Einführung der Strafzölle deutlich gefallen. Rückläufige Zinsen wiederum sprechen für geringere Erträge aus dem Zinsdifferenzgeschäft.
So sacken Bankenwerte auch europaweit erneut überdurchschnittlich stark ab. Der entsprechende Branchenindex war bereits am Donnerstag um annähernd 6 Prozent und gibt auch zum Wochenschluss ähnlich stark nach.
Daneben geben Gesundheitswerte auf breiter Front nach. Sandoz, Novartis, Alcon, Straumann, Lonza Roche und Sonova verlieren bis zu 3,8 Prozent. Hier verweisen Händler auf Berichte, wonach Trump nun doch über Zölle auf Pharmazeutika nachdenkt. Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob pharmazeutische Produkte verschont würden, was die Papiere etwa von Lonza oder Novartis am Donnerstag gestützt hatte.
Mit Adecco (-3,2 Prozent) und auch Kühne+Nagel (-1,2 Prozent) setzen solche Werte ihre Abwärtsbewegung fort, die generell als Indikatoren für die Gesundheit der Wirtschaft gelten.
Im Plus notieren mittlerweile nur noch zwei Werte: Givaudan (+2,3 Prozent) sowie Lindt&Sprüngli (+0,3 Prozent).
In den hinteren Reihen brechen Pierer nach neuen und massiven Kapitalmassnahmen um knapp 19 Prozent ein. SHL Telemedicine sacken wegen eines für 2024 erwarteten Verlustes um 14 Prozent ab.
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10:21
Die happigen US-Zölle lasten nun auf dem Kurs des Spezialitätenchemikers Ems und die Aktie konnte am Donnerstag die grosse 5-Jahresunterstützung bei 600 Franken nicht mehr halten. Aus charttechnischer Sicht ist zwar der Aktienkurs deutlich überverkauft, doch Ems könnte vermutlich weiter in Richtung 500 Franken korrigieren, schreibt die Bank Rahn+Bodmer in einem Kommentar.
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10:05
Der Swiss Market Index (SMI) verliert eine Stunde nach Handelsbeginn 1,9 Prozent und notiert bei 12'042 Punkten.
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10:02
Der Ausverkauf im globalen Banksektor geht zum Wochenschluss weiter, die UBS-Aktien verlieren 4 Prozent. Sorgen über die jüngst angekündigten neuen US-Zölle drücken den europäischen Branchenindex um vier Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar, nachdem er bereits am Vortag 5,5 Prozent eingebüsst hatte. Die britischen Banken verloren fast drei Prozent. Der japanische Branchenindex gab zeitweise bis zu 11,6 Prozent nach, bevor er 8,4 Prozent schwächer aus dem Handel ging. In den USA schlossen Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan am Donnerstag sieben bis 9,5 Prozent leichter. Anleger fürchten, dass die US-Zollerhöhungen eine globale Rezession auslösen könnten. Mit der Rezessionsangst wächst zugleich der Druck auf die Notenbanken, ihre Geldpolitik zu lockern. Fallende Zinsen setzen Banken unter Druck, da sie deren Zinsmargen verringern.
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09:45
Der Dollar bleibt nach den Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump auf Tauchstation. Der Dollar-Index gibt mit 101,54 Punkten in der Spitze um 0,5 Prozent nach. Auf Wochensicht hat er 2,4 Prozent an Wert verloren. Zeitweise ist er mit 101,267 Zählern auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten gefallen. «Der Vertrauensverlust in den US-Dollar ist deutlich», sagt Chris Weston von Pepperstone. Die Analysten der Helaba gehen davon aus, dass das Zollpaket die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen wird, sollte es keine Nachverhandlungen geben. Es sei mit Effekten auf die Inflation und das Wachstum zu rechnen. Händler rechnen derzeit bis zum Jahresende mit drei Zinssenkungen der US-Notenbank Fed um jeweils 25 Basispunkte. Für den Euro ging es zum Wochenschluss weiter bergauf. Die Gemeinschaftswährung stieg um bis zu 0,5 Prozent auf 1,1107 Dollar, das Plus beläuft sich auf Wochensicht hier auf gut zwei Prozent. Zum Schweizer Franken gibt der Greenback um 0,5 Prozent auf 0,855 nach.
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09:35
Trotz der massiven Verluste vom Vortag sind zum Wochenschluss keine Erholungstendenzen an den Schweizer und internationalen Aktienmärkten auszumachen. Der SMI verliert erneut mehr als 1 Prozent. Auch seine europäischen Pendants geben erneut nach, nachdem sich der Abverkauf bereits in Asien fortgesetzt hatte. Mit seinen Zollplänen vom Mittwochabend habe Donald Trump den Handelskonflikt auf eine neue Eskalationsstufe gehoben, heisst es im Handel.
«Die Weltwirtschaft ist in einen dunklen Tunnel eingetreten - keiner weiss, wie es weitergeht», beschreibt eine Händlerin die aktuelle Stimmung. Zölle seien Sand im Getriebe der Weltwirtschaft, welche das Leben aller verteuern, schreiben die Experten von Allianz Global Investors. Im Handelsverlauf dürfte lediglich der US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag das Zeug haben, Investoren kurzzeitig abzulenken.
Der Leitindex SMI verliert gegen 9.30 Uhr 1,1 Prozent auf 12'146,06 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, fällt um 1,15 Prozent auf 1943,43 und der breite SPI um 0,99 Prozent auf 16'200,27 Zähler. Im SLI stehen 24 Verlieren fünf Gewinner gegenüber. Nestlé sind unverändert.
Nach Ansicht von Händlern dürfte am Markt vor allem weiter differenziert werden zwischen den einzelnen Branchen und wie stark sich die US-Zölle auf die Gewinne der jeweiligen Unternehmen auswirken werden. «Der massive Trend zu Aktien mit hauptsächlichem Binnenmarktengagement dürfte sich weiter fortsetzen.»
Grösste Verlierer sind die beiden Finanzwerte UBS (-2,5 Prozent) und Julius Bär (-2,3 Prozent). Sie hatten bereits am Vortag gelitten. Die aktuellen Marktentwicklungen drücken auf die Marktzinsen. Dies ist generell eher von Nachteil für die Zinseinkünfte der Banken.
Daneben geben Gesundheitswerte auf breiter Front nach. Sandoz, Novartis, Alcon, Straumann, Lonza Roche und Sonova verlieren bis zu 2,4 Prozent. Hier verweisen Händler auf Berichte, wonach Trump nun doch über Zölle auf Pharmazeutika nachdenkt. Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob pharmazeutische Produkte verschont würden, was die Papiere etwa von Lonza oder Novartis am Donnerstag gestützt hatte.
Einer der grössten Gewinner sind erneut Swisscom (+0,7 Prozent). Der Telekomkonzern ist abgesehen von der Schweiz nur in Italien tätig.
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09:06
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08:08
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der Bank Julius Baer 0,45 Prozent tiefer bei 12'225 Punkten. Alle 20 SMI-Titel stehen im Minus. Die grössten Abschläge verzeichnen Lonza, Novartis und Roche mit minus 0,7 Prozent. Bei den Mid Caps geben ex-Dividende Autoneum 2,8 Prozent, Huber + Suhner 2,5 Prozent und Vontobel 4,1 Prozent nach. Alle anderen Titel stehen leicht tiefer bis auf AMS Osram, welche unverändert notieren.
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07:45
Rezessionsängste lassen die Preise für Öl und Kupfer zum Wochenschluss erneut abrutschen. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verbilligen sich in der Spitze um mehr als ein Prozent auf 69,28 beziehungsweise 66,06 Dollar je Fass. Auf Wochensicht sacken die Preise um 5,7 beziehungsweise 4,8 Prozent ab. Anleger fürchten, dass die von US-Präsident Donald Trump verhängten drastischen Zollerhöhungen einen weltweiten Konjunktureinbruch und damit eine niedrigere Ölnachfrage zur Folge haben dürften. Verstärkt wird der Preisdruck durch die jüngste Entscheidung der Opec+-Gruppe, im Mai ihre Produktion deutlich zu steigern. Auch beim Industriemetall Kupfer stehen die Zeichen aufgrund der Konjunktursorgen auf Ausverkauf. Der Preis fällt um bis zu 1,1 Prozent auf 9263 Dollar je Tonne und ist damit so billig wie zuletzt Mitte Februar.
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07:40
Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:
Alcon: Bernstein Société Générale hält an Rating Outperform fest, erhöht Kursziel auf 99 (97.50) Fr.
Nestlé: Morgan Stanley geht auf Untergewichten von Gleichgewichten, Kursziel neu bis 79 (74) Fr.
Swiss Re: Goldman Sachs erhöht Kursziel auf 151 (150) Fr., bleibt bei Neutral
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06:17
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,7 Prozent im minus bei 12'185 Punkten.
Unter den Anlegern geht nach wie vor die Angst um vor einem umfassenden Handelskrieg, der die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen könnte. Trump hatte am Mittwoch nach US-Börsenschluss angekündigt, dass er einen Basiszollsatz von zehn Prozent auf alle Importe in die USA und höhere Zölle auf Dutzende anderer Länder erheben werde.
Morgan Stanley meinte am Donnerstagabend in einem Kommentar zu den Geldflüssen bei Hedge Fund Fonds, diese verkauften Aktien in allen Regionen durch eine Mischung aus Long- und Short-Positionen. Es gab eine starke Tendenz zum Kauf von Indexprodukten und zum Verkauf von Einzeltiteln. Interessanterweise konzentrierte sich der Grossteil der Verkäufe auf Europa und Japan, während die Aktivität in Nordamerika und Asien (ohne Japan) im Vergleich zu den bisherigen Werten geringer ausfiel. In Nordamerika war Technologie der mit Abstand grösste Bereich mit Verkäufen. Dies setzt den Trend fort, dass Hedge Fonds ihr Engagement in Technologie-Titeln reduzieren, der Mitte Dezember begann.
In den gestrigen News gingen zwei US-Konjunkturdatenpunkte unter. Erstens eine weitere Woche mit einem erneut überraschend niedrigen Wert bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung in den USA mit 219'000. Das ist immer noch bemerkenswert nahe am langjährigen Durchschnitt von 219'900. Angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit werden diese wöchentlichen Berichte in den kommenden Wochen von entscheidender Bedeutung für die Marktstimmung sein, meint Nick Colas von der Datatrek Research in New York. Zweitens sank die Benzinnachfrage in den USA letzte Woche um 8,0 Prozent und in den letzten vier Wochen um 1,9 Prozent. Dies bestätigt die Sorgen um die Lage der US-Verbraucher.
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06:15
Nach den starken Verlusten an der Wall Street sind auch die asiatischen Börsen zum Ende der Woche unter dem Gewicht der neuen US-Zölle erneut eingebrochen. Die Börsen in Asien hatten Mühe, ihre starken Verluste vom Vortag wieder wettzumachen. Die japanische Börse hat am Freitag schwächer tendiert.
In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,6 Prozent auf 33'818,18 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 3,5 Prozent niedriger bei 2'477,96 Zählern. Über Nacht verloren die Unternehmen des S&P 500 insgesamt 2,4 Billionen Dollar an Börsenwert und damit den grössten Tagesverlust seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie am 16. März 2020, während andere Wall-Street-Indizes ebenfalls stark einbrachen. «Wenn die aktuellen Zölle Bestand haben, ist eine Rezession im zweiten oder dritten Quartal sehr wahrscheinlich, ebenso wie eine Baisse», sagte David Bahnsen, Chief Investment Officer bei The Bahnsen Group.
In Japan fielen die Aktien der Chipindustrie am Freitag in den Keller, wobei Advantest und Tokyo Electron um sieben Prozent beziehungsweise vier Prozent nachgaben. Mit Ausnahme von vier der 33 Branchen-Subindizes der Tokioter Börse gaben alle nach, wobei der Bankenindex mit einem Minus von 6,4 Prozent die schlechteste Performance aufwies. Safe-Haven-Währungen wie der Yen haben von der Flucht der Anleger in sichere Anlagen profitiert, die auch die Anleihekurse in die Höhe schnellen liess. In Japan sind zudem die Ausgaben der Verbraucher im Februar offiziellen Daten der Regierung zufolge zum ersten Mal seit drei Monaten um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der Gouverneur der Bank of Japan (BOJ), Kazuo Ueda, sagte am Freitag, die Zentralbank werde bei der Festlegung der Geldpolitik die Auswirkungen der US-Zölle auf die Wirtschaft des Landes genau prüfen und warnte davor, dass die höheren Abgaben das globale und inländische Wirtschaftswachstum belasten dürften.
Die Börse Shanghai blieb geschlossen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen wurde ebenfalls nicht gehandelt.
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06:12
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 146,18 Yen und legte 0,2 Prozent auf 7,2813 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,4 Prozent niedriger bei 0,8558 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1065 Dollar und gab um 0,2 Prozent auf 0,9475 Franken nach.
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06:05
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00:05
Die drei wichtigsten US-Indizes verzeichneten am Donnerstag ihre grössten Tagesverluste seit Anfang der Corona-Pandemie: Der Dow Jones verlor vier Prozent auf 40'546 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab sechs Prozent auf fast 16'551 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 büsste 4,8 Prozent auf knapp 5397 Stellen ein. Einen derartigen prozentualen Rückgang hatte die Nasdaq zuletzt im März 2020 erlitten, der Dow und der S&P im Juni desselben Jahres.
Unter den Anlegern herrschte die Furcht vor einem umfassenden Handelskrieg, der die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen könnte. Trump hatte am Mittwoch nach US-Börsenschluss angekündigt, dass er einen Basiszollsatz von zehn Prozent auf alle Importe in die USA und höhere Zölle auf Dutzende anderer Länder erheben werde. Für die EU sollen dabei 20 Prozent gelten, für China sind 34 Prozent vorgesehen.
«Die Ankündigung der Zölle war viel schlimmer als erwartet und infolgedessen befinden sich die Aktienkurse im freien Fall, was auf die erwarteten inflationären Auswirkungen dieser Zölle zurückzuführen ist», sagte Sam Stovall, Chef-Investmentstratege bei CFRA Research. «Wenn die Trump-Regierung nicht wirklich bereit ist, im Vorfeld zu verhandeln, werden wir mit Vergeltungszöllen konfrontiert sein, und das könnte die Situation letztlich verschärfen und alles noch schlimmer machen.» Die düstere Stimmung steht in starkem Kontrast zu der Börseneuphorie vor einigen Monaten, als das Versprechen einer unternehmensfreundlichen Politik unter der Trump-Regierung die US-Aktien auf Rekordhöhen getrieben hatte.
Investoren warfen am Donnerstag Aktien quer durch alle Branchen aus ihren Depots. Papiere von Apple etwa fielen um 9,2 Prozent. Nach einer Schätzung von Citi sind mehr als 90 Prozent der Produktion des Unternehmens in China angesiedelt, einem der Länder, die am stärksten von den Zöllen betroffen sind. Titel von Meta sackten um knapp neun Prozent ab.
Auch die Hersteller von PCs und KI-Servern dürften von den Zöllen hart getroffen werden. Berechnungen der US-Investmentbank JP Morgan zufolge müssten Hardwarehersteller - insbesondere PC-Anbieter - ihre Preise im Schnitt um fünf Prozent erhöhen, um die durch die Zölle bedingten Margenverluste auszugleichen. Anteilsscheine von Dell verloren knapp 19 Prozent und HP 14,7 Prozent. Grosse Banken wie JPMorgan - minus 6,9 Prozent - und Citigroup - minus 12,1 Prozent - blieben nicht verschont. Sie reagieren empfindlich auf wirtschaftliche Risiken. Im Luxussektor stürzten Ralph Lauren um 16,3 Prozent ab. Die Sportartikelhersteller Nike und Under Armour tauchten angesichts ihrer hauptsächlich in asiatischen Fabriken gefertigten Produkte um 14,4 und 18,8 Prozent ab.
An den Rohstoffmärkten hinterliess die Furcht vor einem weltweiten Konjunktureinbruch ihre Spuren. Steil abwärts ging es beim Öl: Die Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich um 6,7 Prozent auf 69,92 Dollar, US-Öl fiel um sieben Prozent auf 66,68 Dollar je Fass. Die Nachfrage nach Öl hänge besonders stark von mit hohen Zöllen belegten asiatischen Schwellenländern ab, sagte Vivek Dhar von der Commonwealth Bank of Australia. Zudem wollen Länder der Opec+-Gruppe im Mai ihre Produktion deutlich steigern, was die Preise zusätzlich unter Druck setzte.
Auf der Suche nach sicheren Häfen griffen die Anleger bei der Anti-Krisen-Währung Gold zu. Der Preis für das Edelmetall stieg zeitweise auf ein neues Allzeithoch von 3167,57 Dollar je Feinunze. Zum regulären Handelsschluss in New York lag der Kurs allerdings dann 0,8 Prozent im Minus bei 3109,62 Dollar. Der Dollar-Index fiel um ein Prozent auf 102,08 Punkte.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)