Der SMI schloss zur Wochenmitte 0,13 Prozent fester auf 13'042,51 Punkten. Das neue Rekordhoch wurde bei 13'100,22 Zählern notiert. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind und die Gewichtung der Schwergewichte gekappt ist, legte wesentlich deutlicher um 0,63 Prozent auf 2124,27 Zähler zu. Der breite SPI gewann 0,17 Prozent auf 17'220,74. Von 30 SLI-Werten schlossen nur deren neun tiefer.
Europas Börsen holten derzeit ihren Rückstand auf die Wall Street auf, hiess es weiter im Handel. Denn die Zollpolitik von Donald Trump löse Konjunktursorgen für die USA aus und führe zu Umschichtungen in den alten Kontinent. Gleichzeitig richte sich der Fokus nun auf die am Abend anstehenden Ergebnisse des Chip-Giganten Nvidia. Auf dessen Schultern lastet laut Händlern grosser Druck, die Erwartungen seien hoch.
Adecco sprangen nach Zahlenvorlage um deutliche 12,3 Prozent nach oben. Zwar musste der Personaldienstleister sich mit einer Dividendenkürzung von seinem Status Dividendentitel verabschieden, Analysten begrüssen aber den für die Absicherung der Bilanz notwendigen Schritt. Nun sei «die Katze aus dem Sack», sagten Börsianer. Spekulation um eine tiefere Ausschüttung hatten davor während vielen Monaten für fallende Kurse gesorgt.
Die Papiere von Alcon zogen um 5,4 Prozent an. Der auf Augenheilkunde spezialisierte Konzern hatte am Vorabend nach Börsenschluss neben den Jahreszahlen noch ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Auch den Ausblick bewerteten Analysten überwiegend positiv.
Gefragt waren auch die Papiere der Swiss Re (+3,8 Prozent). Bevor der Rückversicherer am morgigen Donnerstag selbst Zahlen vorlegen wird, gab es bereits Rückenwind vom deutschen Konkurrenten Munich Re. Mit einem kräftigen Gewinnanstieg und einer überraschend hohen Dividende sorgten die Münchener für gute Stimmung im Sektor.
Derweil muss sich Straumann (-0,6 Prozent) einen neuen Finanzchef suchen, nachdem die aktuelle Amtsinhaberin Yang Xu das Basler Unternehmen im Mai verlassen wird. Auch der Nordamerika-Chef verlässt Straumann. Die Titel der SIG Group (-1,3 Prozent) haben nach ihrem Vortagsabsturz um fast 14 Prozent noch keinen Boden gefunden.
In der zweiten Reihe gab es dank einer wahren Zahlenflut viel Bewegung. So stürzten beispielsweise Medmix (-18,4 Prozent) deutlich ab, was laut Beobachtern insbesondere Gewinnmitnahmen geschuldet sein dürfte. Bei Implenia (-3,0 Prozent) waren die Gründe für den Verlust ähnlich, denn der Baukonzern überzeugte mit den Zahlen.
Auf der anderen Seite kletterten U-Blox (+13,7 Prozent) dank eines positiv gewerteten Ausblicks kräftig nach oben. Die Zahlen selbst überraschten wenig. Auch bei Georg Fischer (+2,9 Prozent) war der Blick in die Zukunft der entscheidende Pluspunkt. Denn Analysten bewerteten die Zahlen des im Umbau befindlichen Industriekonzerns als gemischt, während die höheren Mittelfristziele gut ankamen.
Einen Sprung nach oben machten die Aktien des angeschlagenen Biotech-Unternehmens Idorsia (+27 Prozent). Das Unternehmen hat sich erneut mit einer Reihe an Restrukturierungsschritten etwas Luft verschafft. So stimmten etwa die Anleihegläubiger neuen Konditionen für den Bond zu.
(AWP)