Der Präsident meinte mit Blick auf die zahlreichen russischen Verstösse, dass Kremlchef Wladimir Putin entweder seine Truppen nicht im Griff habe, nachdem er am Samstag einen Waffenstillstand für Ostern angekündigt hatte, oder den Krieg nicht beenden wolle. Zuvor hatte auch die russische Seite den ukrainischen Streitkräften massenhaft Verstösse gegen die Feuerpause vorgeworfen.
Selenskyj wiederum hatte zuerst am Morgen in einer Zwischenbilanz Verletzungen der Waffenruhe kritisiert. Beide Kriegsparteien teilten mit, sie würden Angriffe jeweils mit Gegenfeuer beantworten. Unabhängig überprüfbar sind weder die russischen noch die ukrainischen Angaben.
Selenskyj bekräftigt Forderung nach 30-tägiger Waffenruhe
Der ukrainische Staatschef erklärte, dass alle russischen Verstösse dokumentiert würden und den westlichen Partnern zur Verfügung gestellt werden könnten. Zwischen Mitternacht Ortszeit (23.00 Uhr MESZ) und Mittag hätten die russischen Truppen 26 Angriffe ausgeführt. Selenskyj forderte Moskau erneut zu einer 30-tägigen Waffenruhe auf, die nach Ostern beginnen solle, damit es eine Chance für eine diplomatische Lösung in dem Krieg gebe.
Einen früheren US-Vorschlag für eine Waffenruhe von 30 Tagen hatte Putin im März zwar begrüsst, zugleich aber Bedingungen gestellt. Er betonte, dass erst die ursprünglichen Ursachen des Konflikts beseitigt werden müssten./mau/DP/he
(AWP)