Die Entscheidung ist demzufolge das Ergebnis einer umfassenden Reflexion sowie intensiver Gespräche in den vergangenen Monaten. Die Betrachtung habe soziale, umweltbezogene und wirtschaftliche Perspektiven umfasst. «Insbesondere das aktuell herausfordernde Umfeld und die sich verändernden Rahmenbedingungen für die weltweite Automobilindustrie spielten eine wesentliche Rolle bei dieser Entscheidung», hiess es. Das Stuttgarter Unternehmen hatte Mitte März einen Gewinneinbruch gemeldet und Sparmassnahmen angekündigt.
Umweltschützer haben gegen Ausbau protestiert
Porsche betreibt seit 2012 unweit der Gemeinde Nardò in Apulien, nur wenige Kilometer vom Mittelmeer entfernt, eine der modernsten Teststrecken der Welt. Dazu gehört insbesondere ein Rundkurs von mehr als zwölf Kilometern mit vier Kilometern Durchmesser. Auf dem mehr als 700 Hektar grossen Gelände prüft Porsche neue Fahrzeuge. Aber auch andere Autohersteller nutzen den Standort.
Die Ausbaupläne sorgten bei Umweltschützern und Anwohnern für Unmut. Der Autobauer wollte dafür nach eigenen Angaben ungefähr 450 Millionen Euro investieren. Bestehende Strecken sollen saniert, neue gebaut werden. Umweltschützer warnten, dafür würden riesigen Flächen Landschaft und Wald geopfert. Vergangenes Jahr hatte die Regionalregierung bereits einen vorläufigen Stopp verfügt./jwe/DP/he
(AWP)