Frederiksen betonte, es gehe nicht nur um Grönland oder Dänemark, sondern um eine über Generationen aufgebaute gemeinsame Weltordnung über den Atlantik hinweg. Auf dem Inspektionsschiff «Vædderen» fügte sie hinzu: «Man kann keine anderen Länder annektieren. Auch nicht mit einem Argument internationaler Sicherheit.» Die Botschaft wiederholte sie anschliessend auf Englisch.
Bislang klarste Ansage an Trump
Trump hat in den vergangenen Monaten immer wieder erklärt, die Kontrolle über Grönland übernehmen zu wollen. Grönland ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich Dänemark. Trump begründete seine Forderungen entweder mit der nationalen oder der internationalen Sicherheit. Dänemark warf er mehrmals vor, nicht genügend für die Sicherheit Grönlands und in der Arktis zu tun.
Frederiksen ist noch bis Freitag auf der grössten Insel der Welt zu Besuch. Sie hat in den vergangenen Wochen immer wieder das Recht der Grönländer auf Selbstbestimmung betont und Trumps Ansprüche höflich, aber möglichst deutlich zurückgewiesen. Mit ihren aktuellen Aussagen positionierte sie sich jedoch deutlicher als zuvor gegen den US-Präsidenten.
(AWP)