Der Franken zeigt sich dabei wieder einmal als sicherer Hafen im Devisenbereich. Er hat im Vergleich zum Mittwochabend gegenüber dem Euro und dem US-Dollar stark zugelegt.

Das EUR/CHF-Paar ist im Verlauf des Vormittags erstmals seit Anfang März wieder unter die Marke von 94 Rappen gefallen und geht aktuell zu 0,9384 um. Am Mittwochabend, bevor US-Präsident Donald Trump seine weitreichenden Zölle angekündigt hatte, hatte das Paar noch 0,9579, also knapp zwei Rappen mehr, gekostet.

Auch zum US-Dollar hat der Franken zugelegt: Am Freitagnachmittag wird das USD/CHF-Paar zu 0,8531 US-Dollar gehandelt. Zum Vergleich: Vor der Zollankündigung waren es noch über 0,8824 und damit fast 3 Rappen mehr gewesen.

Derweil hat der Euro zum Dollar nach dem rasanten Anstieg am Donnerstag eine kleine Verschnaufpause eingelegt und kostet aktuell 1,0999 US-Dollar nach 1,1103 am Morgen. Vor dem Trumpschen Zollhammer waren es noch rund 1,0850 gewesen.

Die um 14.30 Uhr veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten hatten derweil im aktuellen Umfeld mit Panikverkäufen an den Aktienmärkten keinen nennenswerten Einfluss auf das Geschehen an den Devisenmärkten. «Ich kann mich nicht entsinnen, dass ein US-Arbeitsmarkt jemals so zur Nebensache geriet wie heute», kommentierte Dirk Chlench, Ökonom bei der LBBW. Die Märkte stehen ganz in Bann des Zollstreits.

Die Finanzmärkte erwarten offenbar vor allem eine deutliche Abschwächung der US-Konjunktur. Inflationssorgen scheinen weniger eine Rolle zu spielen. Die Anleger preisen derzeit vor allem eine deutliche Wachstumsabschwächung in den USA ein. So werden in den Vereinigten Staaten im weiteren Jahresverlauf mittlerweile vier Leitzinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte erwartet.

(AWP/cash)