Die Umfrage wurde vom Institut Leewas durchgeführt und setzt den Fokus auf die am 20. Dezember 2024 abgeschlossenen Verhandlungen über ein neues Vertragspaket zwischen der Schweiz und der EU. Die Tamedia-Zeitungen und «20 Minuten» berichteten am Mittwoch zuerst über die Resultate der Umfrage. Der Auswertungsbericht lag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor.

Die Meinungsbildung in der Bevölkerung ist zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht weit fortgeschritten, wie es im Bericht hiess. Darauf deute unter anderem der relativ hohe Anteil an Stimmenden hin, die «eher für» (30 Prozent) oder «eher gegen» (17 Prozent) die neuen Verträge seien.

SVP alleine gegen den Rest

Wählende der GLP (76 Prozent) und der SP (70 Prozent) sprachen sich laut der Umfrage klar für die neuen Verträge aus. Bei der Anhängerschaft der Mitte (59 Prozent) und der FDP (56 Prozent) fand die Vorlage auch eine Mehrheit. Bei den Grünen sprachen sich 50 Prozent dafür aus, wobei 39 Prozent keine Angaben machten. Einzig die Anhängerschaft der SVP (75 Prozent) sprach sich klar gegen die Verträge aus.

Im Allgemeinen stuften 80 Prozent der Bevölkerung gute Beziehungen zur EU als «wichtig» oder «eher wichtig» ein, wie weiter dem Bericht zu entnehmen war. Allerdings sei eine Mehrheit (69 Prozent) der Meinung, dass sich die EU in den letzten 20 Jahren in die falsche Richtung entwickelt habe. Zum Vergleich, gefragt nach der Schweiz, liege dieser Wert bei 41 Prozent.

An der Umfrage nahmen 1670 Personen aus den verschiedenen Sprachregionen der Schweiz teil. Der Fehlerbereich lag bei 3,5 Prozent. Die Befragung fand zwischen dem 3. und dem 16. März 2025 statt.

(AWP)