Das von Yolanda Díaz geleitete Ministerium weist in seiner Stellungnahme darauf hin, dass spanische Unternehmen die Verordnungen zur Gleichstellung und zum Schutz der Diversität strikt einhalten müssen. Man werde keinem Unternehmen eine Umgehung des geltenden Rechtsrahmens gestatten, um Geschäfte in und mit den USA zu betreiben, hiess es.

Frankreich sprach bereits von einer «inakzeptablen Einmischung»

Zuvor hatte das Ministerium für Aussenhandel in Paris bereits «eine Einmischung der USA in die Inklusionspolitik französischer Unternehmen wie auch die Drohung ungerechtfertigter Zölle» als «inakzeptabel» zurückgewiesen. Trump hatte im Januar unter anderem veranlasst, Programme zur «diskriminierenden und illegalen Bevorzugung» in Bundesbehörden zu stoppen.

Eine klare Stellungnahme der US-Regierung zu diesem Vorstoss gegen Diversität in europäischen Unternehmen liegt bisher nicht vor. Nach verschiedenen Medienberichten ging der Brief der US-Botschaften - der von der französischen Zeitung «Le Figaro» veröffentlicht wurde - unter anderem an Unternehmen in Frankreich, Spanien, Belgien und anderen EU-Ländern. Welche Unternehmen das sind, ist bisher allerdings nicht bekannt.

Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin teilte mit, entsprechende Schreiben an deutsche Unternehmen seien dem Ministerium nicht bekannt./er/DP/stk

(AWP)