Dabei dürfte es sich um die viel diskutierten «reziproken» Vergeltungszölle handeln, heisst es bei der Helaba in einem Kommentar. «Aber auch Zölle auf die Einfuhr von Halbleitern, Pharmazeutika und Holz stehen im Raum.» Vor diesem Hintergrund blieben Konjunktursorgen präsent und die Inflationserwartungen könnten tendenziell steigen, nachdem diese in der letzten Zeit eher rückläufig waren.
Hinzu gesellen sich Sorgen, dass sich aus dieser Politik Schäden für die globale Konjunkturentwicklung ergeben, insbesondere dann, wenn sich die beteiligten Länder und Währungsräume einer Spirale von Zöllen und Gegenzöllen gegenübersehen. «Letztlich kommen dämpfende Effekte auch wegen der Verzögerung von Zinssenkungen auf die Volkswirtschaften zu», schreiben die Experten der Helaba weiter. Verbraucherumfragen in den USA zeigen bereits die Besorgnis der Konsumenten und die Notenbank hat den Zinssenkungspfad unterbrochen.
Bevor die Zölle verkündet werden, stehen mit den ADP-Daten noch weitere Zahlen zum US-Arbeitsmarkt an. Sie folgen auf die bereits am Vortag publizierten Jolts-Daten (Job Openings and Labor Turnover Survey) und bieten Investoren eine weiter Indikation für den am Freitag geplanten monatlichen Arbeitsmarktbericht.
In diesem Umfeld bewegen sich die wichtigsten Währungspaare kaum. Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9539 auf der Stelle. Auch das Dollar/Franken-Paar hat sich über Nacht kaum bewegt, wie der Stand von 0,8840 zeigt. Und auch die europäische Gemeinschaftswährung hat sich gegenüber dem US-Dollar in dieser Zeit kaum bewegt, wie der Kurs von 1,0791 zeigt.
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(AWP)