Denn die weltwirtschaftliche Entwicklung verlaufe schleppend und eine Erholung lasse auf sich warten, sagte Scheidegger am Donnerstag in Bern vor den Medien. Schwierig einzuordnen seien zudem Gegenmassnahmen von Handelspartnern wie der EU und China
Daher sei es derzeit schwierig zu sagen, ob Abfederungsmassnahmen nötig seien. «Heute gehe ich nicht von einem scharfen Einbruch der Konjunktur in den nächsten Monaten aus.»
Wirtschafts-Staatssekretärin Helene Budliger Artieda wies auf die Möglichkeit für von den unerwartet hohen Zöllen betroffene Unternehmen hin, Kurzarbeitsentschädigung zu beantragen und damit ihre Arbeitsplätze zu retten. Die zuständigen Kantone müssten aber in jedem einzelnen Fall entscheiden.
Budliger Artieda empfahl betroffenen Unternehmen zudem, sich mit Fragen an Switzerland Global Enterprise zu wenden - diese Stelle habe eine telefonische Helpline eingerichtet - oder an die US- Zoll- und Grenzschutzbehörde (US Customs and Border Protection).
Budliger Artieda war erst Mitte März in die USA gereist, um Vorwürfe der unlauteren Handelspraktiken zu entkräften. Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter und Wirtschaftsminister Guy Parmelin stellten sich am Donnerstag hinter dieses Vorgehen.
US-Präsident Donald Trump habe mit seinem engsten Umfeld entschieden, ohne die Stellen zu konsultieren, die Budliger getroffen habe, sagte Keller-Sutter. Parmelin betonte, dass Budliger technische Kontakte gepflegt habe. Das sei sehr wichtig, denn die Administration setze die von Trump beschlossenen Massnahmen um.
(AWP)