In den USA mehren sich seit einiger Zeit wegen der Zollpolitik die Sorgen vor einer konjunkturellen Abkühlung. Die Befürchtungen werden dabei von diversen Frühindikatoren, die sich zuletzt abgeschwächt haben, genährt. Dazu zählen laut LBBW diverse Konsumentenindikatoren und regionale Fed-Umfragen. Damit dürften auch die am Nachmittag anstehenden US-Konjunkturdaten den Markt beeinflussen. Veröffentlicht werden unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. «Bislang zeigt sich der Arbeitsmarkt noch solide», sagte ein Händler. Hierzulande könnten zudem auch Dividendenabgänge, vor allem beim Schwergewicht Roche, den Leitindex SMI belasten.

Der von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert vorbörslich gegen 8.15 Uhr um 0,77 Prozent tiefer bei 12'854,00 Punkten. 19 SMI-Werte werden tiefer erwartet. Die Abschläge belaufen sich mehrheitlich auf weniger als -0,3 Prozent. Nur Kühne + Nagel sind unverändert.

Deutlich tiefer indiziert werden Sika (-1,3 Prozent oder 3,03 Fr.) und Roche GS (-2,9 Prozent oder 8,79 Fr.). Grund dafür sind die Dividendenzahlungen von 3,60 Franken je Aktie bei Sika und 9,70 Franken bei Roche. Damit ist das Kursminus vor allem optischer Natur.

Bei UBS (-1,6 Prozent auf 29,06 Fr.) dürfte Goldman Sachs die Ursache der Kursschwäche sein. Die US-Bank hält zwar an der Kaufempfehlung fest, hat aber das Kursziel auf 36 von 44 Franken reduziert. Am Markt ist von einem negativen Signal die Rede.

Ebenfalls ex-Dividende gehandelt werden die Papiere von Schindler (PS -1,7 Prozent oder 5,00 Fr.). Hier beträgt die Ausschüttung 6 Franken je Titel.

Bei den Aktien von Ems Chemie (-0,7 Prozent) und Autoneum (-1,5 Prozent) machten sich die US-Zölle, die am dem 3. April gelten sollen, negativ bemerkbar, heisst es am Markt.

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(AWP)