Vor dem Börsenstart hatten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu Importzöllen für Zurückhaltung an den US-Aktienmärkten gesorgt. Dieser kündigte an, dass die angedrohten Zölle gegen Kanada und Mexiko von bis zu 25 Prozent - wie ursprünglich geplant - am 4. März in Kraft treten sollen. Auch die Zusatzzölle auf Importe aus China von 10 Prozent sollen am 4. März zur Geltung kommen.

Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,6 Prozent auf 43.711 Zähler auf den höchsten Stand dieser Woche. Der marktbreite S&P 500 trat hingegen mit 5.957 Punkten auf der Stelle.

Trumps vage Aussagen zu Ausmass und Zeitpunkt der Einführung von Zöllen hätten zur Verunsicherung der Investoren beigetragen, schrieb Analyst Jim Reid von der Deutschen Bank. Ökonom Murat Tasci von JPMorgan gab zu bedenken, dass die Einfuhrzölle letztlich die Geldentwertung anheizen könnten und Gegenmassnahmen der betroffenen Staaten drohten.

Bei den Unternehmen stand Nvidia an der Börse mit einem Kursabschlag von 4 Prozent klar im Fokus. Der Chiphersteller muss mit starken Resultaten und optimistischen Prognosen von Quartal zu Quartal die Kurs-Rally rechtfertigen, die im September 2022 losgetreten wurde. Seitdem sind die Aktien in der Spitze das Vierzehnfache wert gewesen. Laut Timothy Arcuri von der Bank UBS sind die Resultate von Nvidia gut genug, damit sich die KI-Debatte weiter in eine positive Richtung bewegt. Neben den Zahlen übertraf auch die Prognose für das laufende Quartal die Erwartungen. Zuletzt hatte allerdings der chinesische Anbieter Deepseek Bedenken angeheizt, dass effizientere KI-Lösungen mit weniger Rechenleistung klarkommen.

Die Saison der Quartalsbilanzen machte über Nvidia hinaus Schlagzeilen. Im Dow fielen die Aktien des Softwarekonzerns Salesforce um 1,3 Prozent. Dieser verfehlte mit seinem Ausblick die Erwartungen und dämpfte damit Hoffnungen auf einen Umsatzschub durch KI-Angebote.

Besser sah es in der Softwarebranche bei Snowflake aus. Der Cloud-Spezialist überzeugte mit seinen Zahlen und dem Umsatzausblick. Die Aktien legten um 8,6 Prozent zu. Auch der Cloud- und Software-Anbieter Nutanix übertraf mit der Umsatzprognose für 2025 die Erwartungen. Die Aktien schnellten um fast 13 Prozent auf ein Rekordhoch.

Um mehr als 6 Prozent bergab ging es dagegen bei Ebay . Bei dem Online-Portalbetreiber begründete UBS-Analyst Stephen Ju die negative Reaktion der Anleger mit einem enttäuschenden Ausblick auf das erste Jahresviertel./bek/he

(AWP)