Auch ausserhalb der Eurozone standen die Signale auf Stabilisierung. Der Schweizer SMI gewann 0,70 Prozent auf 12.686,62 Zähler. Der britische FTSE 100 , der sich zuletzt besser geschlagen hatte, schloss mit 0,61 Prozent im Plus bei 8.634,80 Punkten.
Zu der Erholung trugen günstige Inflationsdaten bei. In der Eurozone hat sich die Inflation im März weiter abgeschwächt. Die Inflationsrate ging auf 2,2 Prozent zurück, von 2,3 Prozent im Monat zuvor. Es war der zweite Rückgang der Teuerung in Folge. «Im Gegensatz zur US-Notenbank Fed, die es mit einer hartnäckigen Inflation deutlich oberhalb des Zielwerts zu tun hat, kann die EZB auf ihrem Zinssenkungskurs bleiben», urteilte Volkswirt Michael Herzum von Union Investment. Er rechnet bis Juni noch mit zwei Zinssenkungen der EZB.
Die Stabilisierung zog sich über nahezu alle Branchen hin. Besonders die zuletzt stark gefallenen Werte verzeichneten nun Gegenbewegungen. So gewannen im Pharmasektor Novo Nordisk 2 Prozent. Die Aktie hatte Anfang März ihren negativen Trend beschleunigt fortgesetzt.
Für Interesse sorgten auch kleinere Aktien. So profitierten Bavarian Nordic von der US-Zulassung einer gefriergetrockneten Version ihres Pocken- und MPox-Impfstoffes. Die Aktie kletterte in Kopenhagen um knapp 2 Prozent.
Auch Industriewerte waren gefragt. Schneider Electric gewannen 2,4 Prozent. Die britische Investmentbank HSBC hat den Wert von «Hold» auf «Buy» hochgestuft. Bei den Franzosen gebe es Wachstum zum inzwischen vernünftigeren Preis, schrieb Analyst Jonathan Day./bek/jha/
(AWP)