In der Türkei gehen seit einer Woche Zehntausende Menschen auf die Strasse und protestieren grösstenteils friedlich gegen die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Diese sehen sie als Strippenzieherin hinter der Absetzung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem Imamoglu. Imamoglu war am Mittwoch festgenommen und in der Folge aus dem Amt entfernt und inhaftiert worden. Viele der Demonstranten verdecken ihre Gesichter.

Die Proteste werden von Erdogan als von der Opposition angezettelte «Gewaltbewegung» bezeichnet und wurden in Istanbul, Ankara und Izmir etwa verboten.

Innenminister Ali Yerlikaya schrieb am Mittag auf X, seit dem 19. März seien in der Türkei bei Demonstrationen 1418 Menschen festgenommen worden, von denen 979 weiter in Gewahrsam seien. 478 sollten heute einem Richter vorgeführt werden. Unter den Verhafteten sind auch mehrere Journalisten./apo/DP/he

(AWP)