Das ist an den Märkten passiert

…Strafzoll-Inferno Washingtons grössere Aktienpakete abgestossen haben. Doch auch Hedgefonds seien den ganzen März über Nettoverkäufer von Aktien gewesen, wie es beim Broker weiter heisst. Bleibt zu hoffen, dass in diesem Jahr wenigstens die Faustregel «schwacher März – starker April» greift. Besagte US-Investoren hätten dann wohl ein Problem...

New Yorker Börse dank Anschlusskäufen erneut höher, aber unter den Tageshöchstständen. Situation bei den Langfristzinsen entspannt sich weiter. Rendite zehnjähriger Staatsanleihen mit etwas mehr als 4pc auf dem tiefsten Stand seit Mitte Oktober. US-Aktienfutures heute früh im asiatischen Handel unter starkem Verkaufsdruck. Verlieren bis zu 3.6pc. Dortige Börsen ebenfalls mehrheitlich tiefer. Verluste bewegen sich allerdings in einem überblickbaren Rahmen. Regierung in Washington schwingt mit der Strafzoll-Keule nur so um sich. Auch die Schweiz in einem beträchtlichen Ausmass davon betroffen. Europa und die Schweiz deshalb deutlich tiefer erwartet. Unterhändler in Bern sind nun gefordert.

SMI vorbörslich unter Druck. Logitech, UBS und Richemont die Verlierer. Schwergewicht Novartis dem Gesamtmarkt hingegen eine wertvolle Stütze. Bei den Nebenwerten büssen Oerlikon dividendenbedingt ein. Auch AMS Osram, Swatch Group oder Avolta deutlich tiefer.

Diese Aktien schlagen vorbörslich aus

Gewinner:
keine

Verlierer:
Oerlikon -7.7% (ex Dividende)
Swatch Group -3.7% (US-Strafzölle)

Das sind die heutigen Schlagzeilen, Gerüchte und Kursziele

Roche: Gleich zwei produktseitige Rückschläge für die Basler. Hochdosiertes MS-Mittel Ocrevus erweist sich nicht als überlegen. Zudem setzt die Europäische Arzneimittelbehörde die Studien zur Gen-Therapie Elevidys vorübergehend aus. Vontobel bleibt für BUY bis 320 Fr. Deutsche Bank widerspricht mit SELL bis 265 Fr.

Devisen: Bank Julius Bär rät zum Verkauf von US-Dollars gegen Franken. Sieht den charttechnisch angeschlagenen Greenback sogar in die Nähe von 82 Rappen tauchen.

Aevis: Op. Jahresgewinn 89.2 Mio Fr. (erw. 91 Mio Fr.). Kepler Cheuvreux bleibt für HOLD bis 15 Fr.

Holcim: Baut Präsenz in Peru mittels kleinerer Firmenübernahme aus.

Implenia: Zieht Grossauftrag für S-Bahn-Ausbau in München an Land. Volumen liegt im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Jungfraubahn: Op. Jahresgewinn 134.4 Mio Fr. (erw. 132.2 Mio Fr.). Dividende +15pc auf 7.50 Fr. (erw. 6.70 Fr.) je Aktie. Äusserst grosszügig. Vontobel bleibt für HOLD bis 200 Fr.

Lindt&Sprüngli: Erneut grösserer Titelverkauf aus der Chef-Etage in Höhe von 1.5 Mio Fr. Ihm ging wohl eine Ausübung von Mitarbeiter-Optionen voraus.

Meyer Burger: UBS Fund Management kauft überraschend Aktien zu. Hält erstmals überhaupt etwas mehr als 5pc am angeschlagenen Solarunternehmen.

Montana Aerospace: Diesjährige Finanzziele werden bestätigt. Umsatz von rund 2 Mrd € sowie op. Gewinn von mehr als 250 Mio € zu erwarten. Kepler Cheuvreux bleibt für BUY bis 20 Fr.

Novartis: US-Arzneimittelbehörde FDA will Atrasentan bei bestimmtem Nierenleiden beschleunigt prüfen. Aktie für Kepler Cheuvreux ein Kauf bis 106 Fr. und für Vontobel sogar bis 118 Fr. Deutsche Bank erhöht auf 115 (110) Fr. mit BUY.

Sonova: Morgan Stanley senkt auf 265 (267) Fr. mit UNDERWEIGHT. Kleinere Schätzungsanpassungen in einer Branchenstudie.

Straumann: Morgan Stanley ist für EQUAL-WEIGHT bis 129 (130) Fr. Ebenfalls kleinere Schätzungsanpassungen in einer Branchenstudie.

Swatch Group: Research Partners zückt den dicken Rotstift. Senkt auf 161 (192) Fr. mit HALTEN.

Derivate: Kleinere Umsätze im Knock-out-Call SSMCHV auf den SMI, im Long Mini-Future MDAEEV auf den DAX sowie in den Short Mini-Futures MNIBAV und MNIAVV auf den Nikkei-225.