02:00
Der US-Leitindex Dow Jones büsste letztlich 1,69 Prozent auf 41.583,90 Punkte ein, womit er auf Wochensicht ein Prozent verlor. Der breite S&P 500 sank um 1,97 Prozent auf 5.580,94 Zähler und der Nasdaq 100 rutschte - vor allem belastet von den sogenannten «Glorreichen Sieben», den sieben grössten und bedeutendsten Techwerten - um 2,61 Prozent auf 19.281,40 Zähler ab. Auf Wochensicht steht ein Verlust von 2,4 Prozent zu Buche.
Damit sind nun wieder alle drei Indizes technisch angeschlagen, denn auch der bekannteste Wall-Street-Index Dow rutschte wieder unter die 200-Tage-Linie, die den längerfristigen Trend signalisiert. Der S&P 500 hatte in dieser Woche nur kurzzeitig den Sprung über diese wichtige Trendlinie geschafft, der Nasdaq 100 dagegen hatte dies erst gar nicht geschafft.
Nicht nur der drohende globale Handelskrieg belasteten, sondern auch die Inflationsdaten und die Daten zur Stimmung der US-Verbraucher. «Die Angst vor einer Stagflation nimmt zu und wird die Fähigkeit der US-Notenbank Fed, die Zinsen weiter zu senken, einschränken», konstatierten die Experten der niederländischen Grossbank ING. Eine Stagflation - Kurzwort aus Stagnation und Inflation - bezeichnet eine konjunkturelle Situation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Wirtschaft nicht wächst und gleichzeitig Inflation herrscht.
Ein Inflationsanstieg und zugleich sinkende Konsumausgaben seien die Trends, die durch Trumps aggressive Massnahmen bei Zöllen und Kürzungen von Staatsausgaben wahrscheinlich noch weiter verstärkt werden, schrieb die ING unter Verweis auf die US-Konsumausgaben im Februar und das Konsumklima im März.
Zuvor war bekannt worden, dass die von der Fed stark beachtete Kernrate der persönlichen Konsumausgaben von im Januar nach oben korrigierten 2,7 Prozent im Februar auf 2,8 Prozent gestiegen war. Erwartet hatten Experten für den vergangenen Monat einen Wert von 2,7 Prozent. Der sogenannte PCE-Kerndeflator ist eine wichtige Kennzahl zur Preisentwicklung, in der die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden. Die Fed strebt eine Rate von 2,0 Prozent an.
Im weiteren Handelsverlauf wurde noch die zweite Schätzung für das von der Universität ermittelte Konsumklima veröffentlicht. Es zeigte, dass sich die Stimmung der US-Verbraucher angesichts wachsender Inflationssorgen noch stärker als zunächst ermittelt eingetrübt hat. Mit 57,0 Punkten fiel es auf den tiefsten Stand seit November 2022. Zudem wurde der dritte Rückgang in Folge verzeichnet. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der Erstschätzung von 57,9 Punkten gerechnet.
Warum die Aktien von Wolfspeed um 52 Prozent einbrachen, liess Anleger und Börsianer rätseln. Ein Grund für den Ausverkauf war nicht direkt ersichtlich. Am Donnerstag hatte der Anbieter von Halbleiter-Bauelementen Robert Feurle mit Wirkung zum 1. Mai zum Vorstandschef ernannt. Er kommt vom Schweizer Chipkonzern Ams-Osram . Thomas Werner, der Wolfspeed derzeit interimsmässig lenkt, wird wieder Verwaltungsratsvorsitzender.
Die Titel von Curevac schnellten um 6,4 Prozent hoch, während Biontech um 0,5 Prozent nachgaben. Das Europäische Patentamt (EPS) habe den Einspruch von Biontech vom April 2023 im mRNA-Patentrechtsstreit weitgehend zurückgewiesen und das Patent von Curevac in geänderter Form aufrechterhalten, teilte das Biotech-Unternehmen mit.
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17:35
Sorgen wegen der Entwicklung der US-Konjunktur haben die Schweizer Börse am Freitag gebremst.
Einem Bericht des US-Handelsministeriums zufolge stieg der PCE-Kernindex, der die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise ausklammert, im Februar auf 2,8 Prozent nach 2,7 Prozent im Januar. Die Daten sind ein von der US-Notenbank bevorzugtes Inflationsmass. Der von US-Präsident Donald Trump angezettelte internationale Handelsstreit trübt die Konjunkturaussichten ein. Handelshürden könnten nach Ansicht vieler Fachleute für steigende Preise sorgen.
Der SMI schliesst mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 12'840 Punkten.
Schlusslicht waren Swisscom, die in Zusammenhang mit dem Dividendenabgang 3,9 Prozent verloren.
Dagegen schossen Meyer Burger knapp 10 Prozent hoch. Die Solarfirma und der Photovoltaik-Grosshändler Memodo haben einen Liefervertrag für Hochleistungsmodule abgeschlossen.
Ebenfalls gesucht waren der Nahrungsmittelriese Nestle (+0,8 Prozent) und der Logistiker Kühne+Nagel (+0,4 Prozent).
Zum ausführlichen Bericht geht es hier.
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17:10
Ein Medienbericht über Kürzungen im US-Verteidigungsministerium belastet die Softwareanbieter Oracle und Leidos. Die Papiere des Cloud-Spezialisten und des Entwicklers von IT-Lösungen für militärische und geheimdienstliche Zwecke geben knapp drei und ein halbes Prozent nach.
Das Pentagon wolle ein Projekt zur Digitalisierung von Personalprozessen beenden, berichtete die Agentur Bloomberg unter Berufung auf ein internes Memo. Weitere Ausgaben für das Vorhaben seien «rausgeworfenes Steuergeld», zitierte Bloomberg Verteidigungsminister Pete Hegseth. Das Programm und andere damit verbundene Verträge liegen demnach sechs Jahre hinter dem Zeitplan und mehr als 280 Millionen Dollar über dem Budget.
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17:00
Anleger wenden sich aus Angst vor möglichen Gebühren im Zuge des Zollstreits vom US-Zahlungsdienstleister PayPal ab. Die Aktien verlieren an der Wall Street 4,5 Prozent und markieren ein Sieben-Monats-Tief. Die Europäische Union könnte nach Angaben eines hochrangigen Handelsvertreters der Gruppe im Rahmen des Zollstreits mit den Vereinigten Staaten Gebühren auf PayPal erheben.
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16:40
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16:20
Die Ölpreise sind am Freitag gesunken und haben damit einen Teil der Vortagesgewinne wieder abgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete zuletzt 73,43 US-Dollar. Das waren 60 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel ebenfalls um 60 Cent auf 69,32 Dollar.
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16:10
Warum die Aktien von Wolfspeed um fast 50 Prozent einbrachen, liess Anleger und Börsianer rätseln. Ein Grund für den Ausverkauf war nicht direkt ersichtlich. Am Donnerstag hatte der Anbieter von Halbleiter-Bauelementen Robert Feurle mit Wirkung zum 1. Mai zum Chef (CEO) ernannt. Er kommt vom Schweizer Chipkonzern Ams-Osram . Thomas Werner, der Wolfspeed derzeit als CEO interimsmässig lenkt, wird wieder Chairman.
Die Titel von Curevac schnellten um 8,5 Prozent hoch, während Biontech um 1,8 Prozent nachgaben. Das Europäische Patentamt (EPS) habe den Einspruch von Biontech vom April 2023 im mRNA-Patentrechtsstreit weitgehend zurückgewiesen und das Patent von Curevac in geänderter Form aufrechterhalten, teilte das Biotechunternehmen mit.
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15:10
Besorgt über einen anhaltend hohen Preisdruck haben sich die Anleger an der Wall Street am Freitag zurückgezogen.
Einem Bericht des US-Handelsministeriums zufolge stieg der PCE-Kernindex, der die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise ausklammert, auf 2,8 Prozent nach 2,7 Prozent im Januar. Die Daten sind ein von der US-Notenbank bevorzugtes Inflationsmass. «Wenn die Inflation zunimmt oder sich in einer Phase verschärft, in der wir die Auswirkungen der Zölle noch nicht wirklich spüren, ist das ziemlich besorgniserregend», sagte Jordan Rizzuto, Investmentexperte bei GammaRoad Capital Partners. Als Bremsfaktor der Wirtschaft gilt derzeit vor allem der von US-Präsident Donald Trump angezettelte internationale Handelsstreit. Handelshürden könnten nach Ansicht vieler Fachleute für steigende Preise sorgen, was an den Börsen bereits Rezessionsängste schürte.
Zuletzt hatte Trump eine massive Erhöhung der Autozölle angekündigt. Aktien von General Motors und Ford lagen jeweils 0,3 Prozent im Minus. Lululemon-Aktien fielen nach einem düsteren Jahresausblick. Der Sportartikelhersteller schraubte seine Ziele angesichts des unsicheren Konjunkturumfeldes nach unten. Die Papiere gaben mehr als zwölf Prozent nach.
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14:30
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14:00
Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine halbe Stunde vor dem Handelsstart 0,2 Prozent tiefer auf 42.197 Punkte. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochengewinn von rund einem halben Prozent an. Der Technologie-Index Nasdaq 100 wird am Freitag 0,4 Prozent im Minus bei 19.708 Zählern gesehen.
Im Fokus steht weiterhin der drohende globale Handelskrieg. Die von US-Präsident Donald Trump verfügten Zölle lösten an den Finanzmärkten zunehmend Ängste aus, nicht nur wegen ihrer Höhe, sondern auch wegen der Art und Weise, wie sie umgesetzt werden, sagte eine Investmentstrategin der Barclays Bank.
In den USA sind die Einkommen im Februar mit 0,8 Prozent doppelt so stark gestiegen, wie Analysten im Schnitt erwartet hatten. Die Konsumausgaben erhöhten sich um 0,4 Prozent. Hier war ein etwas stärkerer Anstieg um 0,5 Prozent erwartet worden. Der PCE-Deflator der persönlichen Konsumausgaben, eine Kennzahl zur Preisentwicklung, stieg im Februar um 2,5 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat. Dies war so erwartet worden. Der PCE-Deflator gilt als die von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationskennzahl.
Unter den Einzelwerten büssten die Aktien von Lululemon im vorbörslichen Handel mehr als 11 Prozent ein. Der Sportmodehersteller enttäuschte die Anleger mit seinen Quartalszahlen und dem Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung.
Die Anteilsscheine von Wolfspeed brachen im vorbörslichen Handel um 38 Prozent ein. Der Grund für den Ausverkauf war nicht sofort ersichtlich. Am Donnerstag ernannte das Unternehmen Robert Feurle mit Wirkung zum 1. Mai zum Chef des Anbieters von Halbleiter-Bauelementen.
Die Papiere von US Steel legten vorbörslich um 4,6 Prozent zu. Medienberichten zufolge hat der japanische Stahlproduzent Nippon Steel bei den Verhandlungen mit der US-Regierung um eine Fusion mit US Steel seine Investitionsofferte für die Modernisierung der US-Stahlwerke von 2,7 auf bis zu 7 Milliarden US-Dollar aufgestockt.
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13:30
Der Bitcoin ist am Freitag gefallen. Die Kryptowährung leidet unter der gesunkenen Risikoneigung der Anleger. Am Mittag fiel der Kurs der bekanntesten Kryptowährung bis auf gut 84.700 Dollar. Am Morgen hatte der Bitcoin noch rund 3.000 Dollar höher notiert. Auch im Vergleich zum Wochenstart gab der Bitcoin merklich nach.
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13:00
Die US-Futures notieren vorbörslich tiefer:
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12:30
Im weiteren Handelsverlauf könnten US-Konjunkturdaten noch für Impulse sorgen. Dabei richtet sich der Fokus vor allem auf die Konsum- und Einkommensdaten. Bei den Konsumdaten dürften die Investoren auch die dazugehörigen Kennzahlen zur Preisentwicklung, den PCE, im Blick haben. Die Daten stehen am Nachmittag auf dem Programm.
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12:00
Die Furcht vor einem sich immer weiter verschärfenden Handelskrieg hat die Dax-Anleger zum Wochenschluss in Schach gehalten. Der deutsche Leitindex verlor am Freitag 1,1 Prozent auf 22.438 Zähler, der EuroStoxx50 gab 0,9 Prozent nach.
«Die Unsicherheit und Nervosität dürften angesichts der erratischen und unberechenbaren Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump erhöht bleiben», schrieben die Analysten der Helaba in einem Kommentar. Investoren fürchten, dass der Handelskonflikt die Inflation anheizen und das Wirtschaftswachstum dämpfen wird. Auf Wochensicht kommt der Dax bis Freitagmittag auf ein Minus von rund 1,6 Prozent.
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11:35
Der Leitindex SMI notiert gegen Mittag um 0,14 Prozent leichter mit 12'848,90 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, ermässigt sich um 0,25 Prozent auf 2077,63 und der breite SPI um 0,15 Prozent auf 17'106,22 Zähler. Im SLI halten sich Gewinner (14) und Verlierer (16) in etwa die Waage.
Dabei hat sich der Leitindex SMI nach einer leichteren Eröffnung rasch gefangen und ist ins Plus gedreht. Danach kam es aber mehrfach zu Vorzeichenwechseln. «Wir sind dabei, uns zu stabilisieren», sagt ein Händler. Dabei verlaufe der Handel in eher ruhigen Bahnen bei moderaten Umsätzen. Die Marktteilnehmer seien froh, dass sie nach den jüngsten Turbulenzen nun einmal etwas verschnaufen könnten. Dabei habe sich die Schweiz im Vergleich zu anderen Handelsplätzen wacker geschlagen, sagt ein Börsianer.
Nun gelte es abzuwarten, wie sich der Zollstreit weiter entwickle. Nach wie vor gebe es die Hoffnung, dass es nicht so schlimm kommen werde wie befürchtet. Es bestehe die Hoffnung auf eine Lösung. Sollte sich die Spirale mit Zöllen und Gegenzöllen aber beschleunigt drehen, könnte es durchaus zu Turbulenzen an den Märkten kommen, heisst es weiter. Die neuen US-Zölle sollen am 3. April in Kraft treten. Die EU will in diesem Fall entschlossen reagieren. Vor diesem Hintergrund sei es schwer, optimistisch zu sein, denn es dürfte wohl zu Vergeltungsmassnahmen kommen, kommentierte eine Analystin. Derweil nehmen die Inflationsängste und Konjunktursorgen weiter zu. Mit Spannung warteten die Anleger daher auf die am Nachmittag anstehenden US-Daten zu den privaten Einkommen und Ausgaben sowie den PCE-Deflator, das vom Fed bevorzugte Inflationsmass.
Gefragt sind Adecco (+2,7 Prozent auf 28,16 Fr.), auch wenn sie die Höchstkurse auf 28,78 Franken nicht ganz halten können. Rückenwind gibt es von Goldman Sachs. Die US-Bank hat das Rating für die Aktien des Personalvermittlers auf «Buy» von «Neutral» hochgestuft und das Kursziel auf 42,00 von 30,50 Franken erhöht. Die aktuell herrschende Unsicherheit und die steigenden europäischen Verteidigungsausgaben könnten sich positiv auf die Nachfrage nach Zeitarbeitern positiv auswirken, heisst es.
Zu den Gewinnern zählen ausserdem die Aktien von Sandoz (+1,3 Prozent), die sich nach dem Kursrückgang anfangs Monat stabilisierten. Dahinter folgen Kühne + Nagel (+1,3 Prozent), die sich wie Sandoz ebenfalls enttäuschend entwickelt hatten.
Gefragt werden auch die defensiven Schwergewichte Nestlé (+0,7 Prozent) und Roche (GS +0,4 Prozent). Bei Nestlé dürften die Spekulationen auf einen Verkauf des Wassergeschäfts stützend wirken, heisst es. Mit Sonova (+0,4 Prozent) und Straumann (+0,3 Prozent) stehen weitere Gesundheitswerte bei den Gewinnern. Novartis (+0,1 Prozent) haben inzwischen den Grossteil ihrer Anfangsgewinne eingebüsst.
Die Aktien von Holcim (+0,4 Prozent) ziehen ebenfalls an. Der Zementkonzern informiert am heutigen Kapitalmarkttag über die Zukunft nach der geplanten Abspaltung des US-Geschäfts Amrize. Demnach will Holcim auch ohne Amrize profitabel wachsen. Angestrebt wird bis 2030 ein jährliches Wachstum des Umsatzes von 3 bis 5 und des Betriebsgewinns von 6 bis 10 Prozent. Laut Analysten stimmen die genannten Wachstumsziele mit denen überein, die bei der Ankündigung der Abspaltung von Amrize genannt wurden.
Deutlich tiefer sind Swisscom (-4,2 Prozent oder 22,50 Fr.), doch werden diese mit einem Dividendenabschlag von 22 Franken gehandelt. Die Aktien der zyklischen ABB, VAT, Logitech, Geberit und SIG, die Luxusgütertitel Swatch und Richemont und die Banken Julius Bär und UBS büssen gegen ein Prozent und mehr ein.
Auf den hinteren Rängen fallen Meyer Burger (+19, Prozent) positiv auf. Das angeschlagene Solarunternehmen hat mit dem italienischen Photovoltaik-Grosshändler Memodo einen Liefervertrag für Hochleistungsmodule abgeschlossen.
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11:00
Auf Wochensicht ging es mit den Notierungen am Ölmarkt hingegen nach oben. Seit Montag hat sich Brent-Öl aus der Nordsee deutlich verteuert, etwa zwei Dollar je Barrel. Rohstoffexperten der Commerzbank verwiesen auf den jüngsten Rückgang der Ölreserven in den USA. In der vergangenen Woche waren die Lagerbestände an Rohöl um 3,3 Millionen Barrel gesunken. Dies ist der stärkste Rückgang in diesem Jahr. Fallende Ölreserven in der grössten Volkswirtschaft der Welt stützen in der Regel die Ölpreise.
In der kommenden Woche dürfte die anstehende Erhöhung der Fördermenge durch Länder des Ölverbunds Opec+ stärker in den Fokus der Anleger am Ölmarkt rücken. Die Opec+ hatte zuvor beschlossen, eine bestehende Förderbeschränkung ab April schrittweise auslaufen zu lassen. Nach Einschätzung der Commerzbank-Experten könnte dies dazu führen, dass die Ölpreise in den kommenden Handelstagen «wieder etwas nachgeben».
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10:30
Negative Analystenkommentare drücken die Aktie des Chipausrüsters Suss Microtec. Die Titel rutschen um fast zehn Prozent auf 35,50 Euro ab.
Die Experten der Deutschen Bank und der US-Investmentbank Jefferies haben ihre Kursziele auf 52 Euro und 38 Euro gesenkt. Zuvor lagen sie bei 70 Euro und 48 Euro. Hintergrund sei die Erwartung, dass die Nachfrage nach Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) im Laufe des Jahres nachlässt. Ausserdem hätten wichtige Kunden wie Micron und Samsung bereits erhebliche Kapazitäten installiert, hiess es im Jefferies-Bericht. Neue Aufträge seien daher unwahrscheinlich, solange die bestehenden Kapazitäten nicht voll ausgelastet sind.
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10:00
Stark gefragt sind Adecco (+4,7 Prozent auf 28,70 Fr.). Rückenwind gibt es von Goldman Sachs. Die US-Bank hat das Rating für die Aktien des Personalvermittlers auf «Buy» von «Neutral» hochgestuft und das Kursziel auf 42,00 von 30,50 Franken erhöht.
Dahinter folgen Kühne + Nagel (+1,1 Prozent), die Schwergewichte Nestlé (+0,7 Prozent) und Novartis (+0,5 Prozent) sowie Straumann (+0,5 Prozent).
Die Aktien von Holcim (+0,4 Prozent) ziehen ebenfalls leicht an. Der Zementkonzern informiert heute an seinem Kapitalmarkttag über seine Zukunft nach der geplanten Abspaltung des US-Geschäfts Amrize. Demnach will Holcim auch ohne Amrize profitabel wachsen. Angestrebt wird bis 2030 ein jährliches Wachstum des Umsatzes von 3 bis 5 und des Betriebsgewinns von 6 bis 10 Prozent. Laut Analysten stimmen die genannten Wachstumsziele mit denen überein, die bei der Ankündigung der Abspaltung von Amrize genannt wurden.
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09:35
Konjunktursorgen infolge der jüngsten Zoll-Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump belasten den Dax am Freitag. Der deutsche Leitindex verlor 0,7 Prozent auf 22.516 Zähler.
Zu den grössten Verlierern zählten zum Wochenschluss die Finanzwerte. Die Aktien der Commerzbank geben vier Prozent nach, die der Deutschen Bank 2,9 Prozent. Das Finanzinstitut startet am kommenden Dienstag (1. April) ihren angekündigten, 750 Millionen Euro schweren Aktienrückkauf.
«Die Unsicherheit und Nervosität dürften angesichts der erratischen und unberechenbaren Handelspolitik von Trump erhöht bleiben», schrieben die Analysten der Helaba in einem Kommentar. Investoren fürchten, dass der Handelskonflikt die Inflation anheizen und das Wirtschaftswachstum dämpfen wird.
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09:05
Deutlich tiefer notiert Swisscom (-3,8 Prozent), doch werden diese mit einem Dividendenabschlag von 22 Franken gehandelt. An der Spitze des Indexes liegt Kühne+Nagel mit +1 Prozent.
Holcim legt um 0,6 Prozent zu. Der Zementkonzern informiert heute an seinem Kapitalmarkttag über seine Zukunft nach der geplanten Abspaltung des US-Geschäfts «Amrize». Demnach will Holcim laut der «NextGen Growth 2030»-Strategie auch ohne «Amrize» profitabel wachsen. Angestrebt wird bis 2030 ein jährliches Wachstum des Umsatzes von 3 bis 5 und des Betriebsgewinns von 6 bis 10 Prozent.
Im SLI überzeugen Leonteq (+6 Prozent) und Adecco (+3,8 Prozent). Goldman Sachs hat das Rating für die Aktien des Personalvermittlers auf «Buy» von «Neutral» hochgestuft und das Kursziel auf 42,00 von 30,50 Franken erhöht.
Die Anleger dürften sich zurückhalten, heisst es am Markt. Denn die Vorgaben aus den USA und vor allem aus Fernost sind negativ. Zudem seien sie wegen des eskalierenden Handelsstreits der USA mit ihren Partnern verunsichert und mieden daher Risiken. «Dies auch, weil die neuen Zölle der USA kommende Woche in Kraft treten», sagt ein Händler. Die EU will für den Fall eines Festhaltens der USA an den Zollplänen entschlossen reagieren. «Daher sei es schwer, optimistisch zu sein, denn es werde zu Vergeltungsmassnahmen kommen», heisst es in einem Kommentar von Swissquote. Manche Marktteilnehmer schliessen kommende Woche deswegen auch grössere Turbulenzen an den Märkten nicht aus.
Inzwischen ist deswegen in den USA die Sorge vor einer konjunkturellen Abkühlung und gleichzeitig steigender Inflation merklich gestiegen. So hatten sich zuletzt diverse Frühindikatoren abgeschwächt. Daher dürften heute Nachmittag die US-Daten zu den privaten Einkommen und Ausgaben sowie der PCE-Deflator, das vom Fed bevorzugte Inflationsmass, und die neuen Angaben zur US-Konsumentenstimmung der Uni Michigan grosse Beachtung finden. Derweil dürften die Anleger hierzulande ihre Augen auf Holcim richten. Der Zementkonzern hält seinen Kapitalmarkttag ab.
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08:05
Die Bank Julius Bär erwartet den SMI 0,16 Prozent leichter. Alle 20 SMI-Titel dürften negativ starten.
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07:40
«Gold hat im Moment Rückenwind», sagt Kyle Rodda von Capital.com. Die US-Handelspolitik, die US-Finanzpolitik, die Geopolitik und eine Verlangsamung des Wachstums – alles spreche für Gold. Das Edelmetall wird in schwierigen Zeiten von Investoren gern als sicherer Hafen angesteuert. Zuletzt lösten die geplanten zusätzlichen US-Einfuhrzölle von 25 Prozent auf Autos grosse Sorgen über eine Eskalation in dem von US-Präsident Donald Trump entfesselten Handelsstreit aus.
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07:15
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
Adecco: Goldman Sachs geht auf BUY (Neutral) bis 42 (30.50) Fr.
Alcon: Jefferies ist für BUY bis 115 (110) $.
Arbonia: Aktie für Kepler Cheuvreux ein Kauf bis 13 (12.50) Fr.
Avolta: Research Partners erhöht auf 41 (37) Fr. mit HALTEN.
Nestlé: Jefferies erhöht auf 75 (67) Fr. mit UNDERPERFORM.
Schindler: Jefferies ist für BUY bis 311 (285) Fr.
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06:05
Der SMI steht bei der IG Bank vorbörslich 0,14 Prozent tiefer.
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05:00
Asiatische Börsen sind zum Ende der Woche angetrieben durch starke Aktienverkäufe in Südkorea und Japan am Freitag auf Talfahrt gegangen. Die jüngsten Zollankündigungen durch US-Präsident Donald Trump haben zu heftiger Kritik von Politikern und Führungskräften aus der Industrie geführt. Weltweit warnen Autohersteller nun davor, dass den Verbrauchern wahrscheinlich Preiserhöhungen bevorstehen. «Es überrascht nicht, dass das Gerede über die Zölle zu einer weiteren Runde des Risikoabbaus führt, da die Händler versuchen, die Auswirkungen zu ermitteln, aber im Allgemeinen zu dem Schluss kommen, dass die Zölle sowohl wachstumshemmend als auch inflationsfördernd sein werden», sagte Thierry Wizman, Global FX & Rates Strategist bei Macquarie.
Die japanische Börse hat am Freitag schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,2 Prozent auf 36.977,48 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 2,2 Prozent niedriger bei 2.753,72 Zählern. Offizielle Daten vom Freitag zeigten, dass sich die Kerninflation der Verbraucher in Tokio im März beschleunigte und über dem Zielwert der Zentralbank blieb. Dies hielt die Erwartungen des Marktes auf eine baldige Zinserhöhung aufrecht. Der Automobilhersteller Toyota brach um 4,47 Prozent ein und war damit die schlechteste Bewertung im Nikkei, während Honda um 4,26 Prozent nachgab. Beide folgten den über Nacht erfolgten Rückgängen der US-Autobauer General Motors und Ford. «Bis zu einem gewissen Grad können die Hersteller ihre Lieferketten und Produktionsstandorte verlagern, um diese Auswirkungen abzumildern. Gleichzeitig könnten sie auch in der Lage sein, einen Teil der Preiserhöhungen an die US-Verbraucher weiterzugeben, da die Zölle fast alle Hersteller betreffen», sagte Fred Neumann, Chefökonom für Asien bei HSBC.
Die Börse Shanghai verlor 0,7 Prozent auf 3.349,68 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,5 Prozent auf 3.910,76 Punkte.
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04:00
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03:00
Die Ölpreise blieben stabil, da die Händler eine Verknappung des Rohölangebots sowie neue US-Zölle und deren erwartete Auswirkungen auf die Weltwirtschaft beurteilten. Am Rohstoffmarkt stagnierte die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee bei 74,07 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte kaum verändert bei 69,97 Dollar.
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02:00
Der weltweit bekannteste US-Aktienindex Dow Jones schloss nach einem richtungslosen Verlauf 0,37 Prozent tiefer auf 42.299,70 Punkte. Der S&P 500 verlor 0,33 Prozent auf 5.693,31 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,59 Prozent auf 19.798,62 Zähler, nachdem er zum Börsenauftakt um fast ein Prozent gesunken war und dann zeitweise zugelegt hatte.
Chef-Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets rechnet nicht damit, dass die neuen Zölle vor ihrem Eintritt in der kommenden Woche von Trump wieder zurückgenommen werden. Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank Liechtenstein wies darauf hin, dass Trump die Abgaben als permanent betrachte und das Fehlen eines Verhandlungsspielraums betont habe.
Der US-Präsident hatte am Vorabend neue Importzölle im Automobilbereich angekündigt. Spätestens vom 3. Mai an werden die zusätzlichen Abgaben für die Automobilzuliefererindustrie erhoben. Vom 2. April an sollen bereits sogenannte reziproke Zölle erhoben werden. Damit sollen die US-Zölle auf dasselbe Niveau gehoben werden wie die Zölle der Handelspartner aus Autos aus den USA.
Zwar ist laut Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, trotz der «Executive Order» «das letzte Wort mit Dealmaker Trump noch nicht gesprochen, eine Eskalation im Handelsstreit der USA gegen den Rest der Welt ist es allemal».
Die Aktien von General Motors (GM) und Ford zählten nach Trumps Zollbeschlüssen zu den grössten Verlierern am Markt. Sie sind auf die hochintegrierten Produktionsketten in den US-Nachbarländern Mexiko und Kanada angewiesen. GM importiert einige Chevrolet-Modelle aus Werken in Mexiko und Kanada. Ford produziert ebenfalls einige Modelle für den US-Markt in Mexiko, wenngleich der Anteil geringer als bei GM ist. Zudem müssen die US-Hersteller «Revanche-Zölle» all der Länder fürchten, deren Unternehmen nun von den US-Autozöllen betroffen sind.
Die GM-Aktien fielen als Schlusslicht im S&P 100 um 7,4 Prozent und die von Ford um 3,9 Prozent. Dagegen stiegen die Papiere von Elektroautoherstellern. Tesla , Lucid Group und Rivian legten um 0,4 bis 7,6 Prozent zu. Nach Ansicht von Analysten sind Elektroautohersteller weitaus weniger durch die US-Zölle gefährdet. Die schweizerische Bank UBS verwies unter anderem darauf, dass die Produktion von Rivian komplett in den USA erfolge, auch wenn dies nicht alle Komponenten betreffe.
Aktien von Banken litten nach ihrem zuletzt starken Lauf unter Gewinnmitnahmen. Im Dow zählten Goldman Sachs mit minus 2,6 Prozent zu den schwächsten Werten, nachdem sie seit Mitte März acht Tage in Folge gestiegen waren. Morgan Stanley verloren 2,6 Prozent, während JPMorgan , die sogar neun Tage in Folge gestiegen waren, um 1,2 Prozent nachgaben.
Für die Anteilscheine von AMD ging es an der Nasdaq um 3,2 Prozent abwärts, nachdem Jefferies die Aktien des Chipherstellers von «Buy» auf «Hold» herabgestuft hatte. Analyst Blayne Curtis schrieb, AMD profitiere nur begrenzt von Künstlicher Intelligenz (KI). Die Erwartungen an das Unternehmen seien zu hoch gesteckt und von Intel drohe wachsender Konkurrenzdruck. Ausserdem gebe es Hinweise, dass die Grafikprozessor-Serie H200 von Nvidia einen erheblichen Leistungsvorteil im Vergleich zum AMD-Modell MI300X habe.
«Wie gewonnen, so zerronnen» lautete die Quintessenz bei Gamestop . Die Aktie, die am Vortag noch mit einem Kurssprung von fast 12 Prozent von dem Quartalsgewinn und der neuen Investmentstrategie pro Bitcoin des Videospiele-Händlers profitiert hatte, sackte nun um rund 22 Prozent ab. Gamestop gab bekannt, Wandelanleihen im Wert von 1,3 Milliarden US-Dollar zu verkaufen, um seine geplanten Bitcoin-Käufe zu finanzieren.
(cash/AWP/Reuters)