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17:30

Die Schweizer Börse hat sich am Donnerstag dem weltweiten Abwärtstrend bei Aktien angeschlossen und kräftig nachgegeben. Der Standardwerteindex SMI sank zum Handelsschluss um 0,7 Prozent auf 12'867 Punkte. Anleger reagierten mit Verkäufen auf die Ankündigung hoher US-Einfuhrzölle auf Autoimporte in die USA. Die Massnahme der Regierung von Präsident Donald Trump schürte die Angst vor einer globalen Konjunkturabkühlung.

Grösster Verlierer unter den Bluechips war die UBS mit 4,1 Prozent Kursabschlag. Die US-Zollpläne und eine Zurückstufung durch die Analysten der Bank of America setzten den Aktien der Grossbank zu. Die BoA-Experten fürchten, dass die Unsicherheit über die zukünftigen Kapitalanforderungen bis 2027 anhalten könnten.

Unter die Räder kamen auch stark konjunkturabhängige Unternehmen wie der Zementhersteller Holcim, die Bauchemiefirma Sika und der Computerzubehörhersteller Logitech.

Merklich belastet wurde der SMI zudem von Indexschwergewicht Roche: Die Titel des Pharmariesen notierten wegen des Dividendenabschlags um 2,8 Prozent tiefer.

Auch der Gewinnerseite zu finden war Alcon mit einem Kurssprung von 5,2 Prozent. Die neuen Mittelfristziele des schweizerisch-amerikanischen Augenheilkonzerns kamen bei den Anlegern gut an.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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17:00

Am Donnerstag ist es der US-Dollar, der nach einer kurzen Erholungsbewegung wieder Terrain hergibt.

Die jüngsten Aussagen des US-Präsidenten zur Zollpolitik belasten den «Greenback». So hat der Dollar mit dem Start des US-Handels auf 0,8819 Franken nachgegeben, zuvor hatte er sich im Tageshoch wieder leicht auf 0,8850 Franken erholt. Zum Euro notiert der Dollar aktuell bei 1,0799 und damit gut einen halben Cent tiefer als am Vorabend. Für das EUR/CHF-Paar ergibt das einen wenig veränderten Stand von 0,9521.

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16:50

Ein enttäuschender Geschäftsbericht der US-Investmentbank Jefferies zieht die gesamte Branche nach unten. Die Jefferies-Titel rutschen um 9,4 Prozent ab. Die Rivalen Morgan Stanley und Goldman Sachs verlieren in ihrem Sog jeweils rund zwei Prozent, während JP Morgan gut ein halbes Prozent einbüsst. Jefferies meldete für das erste Quartal einen Gewinn von 57 Cent je Aktie und verfehlte damit die Schätzungen der Analysten, die im Schnitt von 94 Cent ausgegangen waren. «Der positive Trend aus dem vergangenen Jahr wurde durch die Unsicherheit ausgebremst, die infolge politischer Äusserungen und Massnahmen der Regierung sowie geopolitischer Ereignisse entstanden ist», sagte Jefferies-Präsident Brian Friedman.

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16:30

Die jüngsten Pläne von GameStop haben die Anleger vergrault. Die Aktie des US-Videospielhändlers verliert an der Wall Street fast zwölf Prozent. Das Unternehmen will Wandelanleihen im Volumen von 1,3 Milliarden Dollar mit null Prozent Zins und fünf Jahren Laufzeit privat platzieren, um mit dem Erlös Bitcoin zu kaufen. Die Kryptowährung soll Teil der Anlagestrategie werden – ein Schritt, der an das Vorgehen des Softwarekonzerns MicroStrategy erinnert. Diese Ankündigung, zusammen mit starken Quartalszahlen, hatte die GameStop-Aktie am Mittwoch um knapp zwölf Prozent steigen lassen.

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16:10

Die Ölpreise haben am Donnerstag ein wenig zugelegt.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete 73,90 US-Dollar. Das waren 11 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 24 Cent auf 69,89 Dollar.

Etwas gestützt wurden die Preise durch den schwächeren Wechselkurs des US-Dollar. Dieser macht Rohöl für Käufer aus anderen Währungsräumen günstiger.

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15:30

Wegen einer schleppenden Nachfrage gibt sich CoreWeave beim geplanten Börsengang an der Wall Street einem Insider zufolge mit weniger Geld zufrieden. Der auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Cloud-Anbieter peile einen Emissionspreis von 40 Dollar je Aktie an, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Donnerstag. Ursprünglich sollten die CoreWeave-Titel zu einem Preis von 47 bis 55 Dollar angeboten werden.

Ausserdem werde die Zahl der angebotenen Anteilsscheine auf 37,5 von 49 Millionen reduziert. Dadurch schrumpfe das Emissionsvolumen auf 1,5 7 Milliarden Dollar von 2,3 bis 2,7 Milliarden Dollar. Einem TV-Bericht zufolge will Grossaktionär Nvidia für insgesamt 250 Millionen Dollar weitere CoreWeave-Titel zum Preis von je 40 Dollar kaufen. Das Unternehmen war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

Die zurechtgestutzte Emission ist ein Rückschlag für die Stimmung rund um Börsengänge in den USA. Das CoreWeave-Debüt sollte eines der grössten des Jahres werden und den Weg für andere Unternehmen bereiten. Seit der Premiere von DeepSeek im Januar wachsen allerdings die Zweifel, ob sich die geplanten Milliarden-Investitionen in neue KI-Server rechnen. Die chinesische Software ist westlicher Konkurrenz wie ChatGPT oder Gemini ebenbürtig, begnügt sich aber mit weniger Rechenpower.

CoreWeave wurde 2017 gegründet. Im vergangenen Jahr verachtfachte sich der Umsatz den Angaben zufolge auf 1,92 Milliarden Dollar. Gleichzeitig wuchs der Verlust um knapp die Hälfte auf 563,4 Millionen Dollar. Vor kurzem zog die Firma einen Grossauftrag von OpenAI an Land. Der ChatGPT-Entwickler mietet Insidern zufolge in den kommenden fünf Jahren Rechenkapazitäten für knapp zwölf Milliarden Dollar. Gleichzeitig steigt OpenAI bei dem Unternehmen ein und erhält CoreWeave-Anteile im Volumen von 350 Millionen Dollar.

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15:20

Die Furcht vor Lieferkettenproblemen und Gegenmassnahmen drücken auch Automobilzulieferer: Aptiv und BorgWarner verloren jeweils rund sechs Prozent.

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14:50

Während die Aktien der US-Automobilhersteller Ford und General Motors im frühen Handel am Donnerstag abgeben, legt Tesla um 0,65 Prozent zu.

Die von Donald Trump geplanten Zölle auf Autoimporte dürften den Autoherstellern schaden.Tesla sei jedoch aufgrund seiner inländischen Produktion «am wenigsten betroffen», schreibt der zuständige Analyst von CFRA Research.

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14:30

Der Dow Jones startet 0,3 Prozent tiefer, während auch der Nasdaq (-0,5 Prozent) und der S&P 500 (-0,4 Prozent) nachgeben.

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14:05

Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine halbe Stunde vor dem Handelsstart 0,1 Prozent höher auf 42.480 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq 100 wird 0,1 Prozent im Minus bei 19.885 Zählern gesehen.

Im Fokus stehen die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle von 25 Prozent auf alle Autoimporte sowie zentrale Autoteile, die für eine deutliche Verschärfung des globalen Handelsstreits sorgen dürften. Dies sorgte im vorbörslichen Handel für merklichen Abwärtsdruck bei den Aktien von US-Automobilherstellern und -Zulieferern. Diese sind auf die hochintegrierten Produktionsketten in den US-Nachbarländern Mexiko und Kanada angewiesen und leiden deshalb ebenfalls unter den Zöllen.

General Motors (GM) importiert etwa einige Chevrolet-Modelle aus Werken in Mexiko und Kanada. Ford produziert ebenfalls einige Modelle für den US-Markt in Mexiko, wenngleich der Anteil geringer als bei GM ist. Zudem müssen die US-Hersteller «Revanche-Zölle» all der Länder fürchten, deren Unternehmen nun von den US-Autozöllen betroffen sind.

Die GM-Aktien fielen vorbörslich um knapp 7 Prozent und die Ford-Titel um 0,2 Prozent. Dagegen stiegen die Papiere von Tesla um 0,9 Prozent. Analysten sehen den Elektroautohersteller weniger anfällig für die US-Zölle.

Technologieaktien gerieten tags zuvor stärker unter Druck, da die Anleger zunehmend zweifeln, wie lange der Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) noch anhalten wird. Verstärkt wurden diese Befürchtungen, nachdem Analysten von TD Cowen berichteten, dass Microsoft von neuen Rechenzentrumsprojekten in den USA und Europa Abstand genommen hat.

Am Donnerstag führten die Aktien des KI-Profiteurs Nvidia mit einem vorbörslichen Minus von 1,8 Prozent die Verliererliste der «Glorreichen Sieben» - Alphabet , Amazon , Apple , Meta , Microsoft , Nvidia und Tesla an.

Die Anteilsscheine von AMD fielen vorbörslich um 3,5 Prozent, nachdem die Analysten von Jefferies die Aktien des Chipherstellers von «Buy» auf «Hold» herabgestuft hatten.

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13:45

Die US-Zollpläne und eine Rückstufung durch Analysten der Bank of America haben der UBS-Aktie am Donnerstag zugesetzt. Mehr dazu hier.

Am frühen Nachmittag notierten die Titel um 3,4 Prozent im Minus auf 28,51 Franken. Zuvor hatten der Vermögensverwalter bei 27,88 Franken ein Tagestief markiert. 

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13:25

Der Goldpreis steigt am Donnerstag bis auf fast 3'056 US-Dollar je Feinunze (etwa 31,1 Gramm). Der Preis liegt nur gut ein Dollar unter dem Rekordhoch, das in der Vorwoche bei 3'057 Dollar erreicht worden war. Im frühen Handel hatte die Feinunze noch rund 30 Dollar weniger gekostet. 

Mehr dazu hier.

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13:00

Die US-Futures notieren vor Börsenstart uneinheitlich:

Dow Jones: +0,02 Prozent
Nasdaq: -0,3 Prozent
S&P 500: -0,15 Prozent

Der Schweizer Aktienmarkt gemessen am SMI notiert 1,3 Prozent tiefer. Angeführt wird der Leitindex von Geberit und Alcon mit beinahe 1 Prozent Kursgewinn. Am breiten Markt führen Orior und Curatis mit jeweils mehr als 6 Prozent das Ranking an.

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12:30

Der Dollar hat sich am Donnerstagvormittag von der Delle am Vorabend erholt. So kostet das Währungspaar Euro-Dollar kurz vor Mittag 1,0771. Das ist etwa gleich viel wie am frühen Morgen (1,0777), aber mehr als am Vorabend (1,0756).

Zum Franken hat der Greenback im Laufe des Morgens minim zugelegt auf 0,8842 von 0,8831 Franken. Das Euro/Franken-Paar tritt derweil bei 0,9524 nach 0,9517 Franken mehr oder weniger auf der Stelle.

Die jüngsten Aussagen des US-Präsidenten zur Zollpolitik belasteten die Gemeinschaftswährung. Donald Trump kündigte am Mittwochabend Zölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Autoimporte an und verschärft damit den globalen Handelsstreit. Die USA seien ein Sparschwein, aus dem jeder klaue, sagte der Republikaner, der seit langem Handelsungleichheiten mit anderen Ländern beklagt.

In den USA gebe es infolge der Zollpolitik von Trump Sorgen vor einer konjunkturellen Abkühlung, betonten die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen. Verstärkt würden die Befürchtungen von diversen Frühindikatoren, die sich zuletzt abgeschwächt hätten. Solide aber habe sich bislang der Arbeitsmarkt präsentiert. Damit rücken am Nachmittag die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Blick. Diese liegen auf einem niedrigen Niveau, sodass es den Experten zufolge keine Anzeichen für eine merkliche Abkühlung des Beschäftigungsaufbaus gibt.

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11:30

Der Leitindex SMI notiert nach einem Tagestief auf 12'738 Punkten gegen Mittag noch um 1,06 Prozent tiefer bei 12'816,71 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gibt um 1,13 Prozent nach auf 2075,00 und der breite SPI um 0,53 Prozent auf 17'068,80 Zähler. 22 SLI-Werte geben nach und acht legen zu.

Stark unter Druck stehen die Aktien der UBS (-3,4 Prozent auf 28,52 Fr.). Ein Händler spricht von einer steifen Brise von jenseits des Atlantiks. Denn die Bank of America hat das Rating für die Aktien der Grossbank auf «Underperform» von «Neutral» und das Kursziel auf 28 von 33 Franken gesenkt. Auch Goldman Sachs hat das Kursziel gekappt, nämlich auf 36 von 44 Franken. Dies sei ein negatives Signal, auch wenn das neue Kursziel noch klar über dem aktuellen Aktienkurs liege, heisst es im Handel. Zudem hänge weiterhin die Verschärfung der Bankenregulierung als Damoklesschwert über der Aktie.

Deutlich schwächer sind auch Roche GS (-3,2 Prozent oder 9,60 Fr.) Der «Bon» wird heute allerdings Ex-Dividende von 9,70 Franken je Titel gehandelt. Damit ist das Minus eigentlich nur optischer Natur.

Auch bei Sika (-2,6 Prozent oder 6 Fr) ist der Dividendenabgang von 3,60 Franken je Aktie der Hauptgrund für das Kursminus. Ebenfalls ex-Dividende gehandelt werden die Papiere von Schindler (PS -3,4 Prozent oder 9,80 Fr.), wobei die Ausschüttung hier 6,00 Franken je Titel beträgt.

Verkauft werden zudem zyklische Werte wie ABB (-1,0 Prozent) und Holcim (-2,0 Prozent). Letztere hält am Freitag den Kapitalmarkttag ab. Zudem folgen Technologiewerte wie Logitech (-2,0 Prozent) und VAT (-2,0 Prozent) den negativen Vorgaben der Nasdaq nach unten. Auch die Branchenvertreter Comet (-1,9 Prozent) und Inficon (-0,9 Prozent) büssen an Wert ein.

Zu den raren Gewinnern bei den Blue Chips zählen die Anteile von Sandoz (+0,5 Prozent), die nach der jüngsten Schwäche einen Stabilisierungsversuch starteten. Fester gehalten sind auch Novartis (+0,5 Prozent) und Adecco (+0,2 Prozent).

Nestlé (+0,2 Prozent) erhielten Unterstützung von Berichten, der Nahrungsmittelkonzern verhandle über die Zukunft des Wassergeschäfts.

Auf den hinteren Rängen fallen zudem Autozulieferer wie Komax, Autoneum, StarragTornos und Ems-Chemie mit Einbussen von bis zu zwei Prozent auf. Implenia (-3,0 Prozent oder 1,30 Fr.) werden ex-Dividende von 0,90 Franken je Titel gehandelt.

Leonteq sind vom Handel ausgesetzt. Grund dafür ist die GV.

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10:50

Die Ölpreise haben am Donnerstag nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete 73,42 US-Dollar. Das waren 37 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 34 Cent auf 69,31 Dollar.

Tendenziell belastet werden die Ölpreise durch die Zollpolitik der US-Regierung. So will US-Präsident Donald Trump zum 3. April neue Autoimportzölle einführen. Die Eskalation dürfte die Weltwirtschaft belasten und damit die Nachfrage nach Rohöl dämpfen. Zudem drückte die insgesamt trübe Stimmung an den Finanzmärkten auf die Ölpreise.

Die Ölpreise gaben so einen Teil ihrer Vortagsgewinne ab. Die in den USA unerwartet gefallenen Rohöllagerbestände hatten die Ölpreise angetrieben.

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10:30

Aktien europäischer Autohersteller sind am Donnerstag in Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Autozölle eingebrochen. Der europäische Sektorindex fiel am Donnerstagmorgen um drei Prozent auf den niedrigsten Stand seit Anfang Dezember.

Im deutschen Leitindex Dax rauschten die Aktien von Porsche AG, Mercedes-Benz, Volkswagen, BMW und Daimler Truck zwischen drei und fünf Prozent nach unten. Die Titel des Autoteileherstellers Continental büssten 3,2 Prozent ein.

An der Mailänder Börse sanken die Papiere der Chrysler-Muttergesellschaft Stellantis um 5,4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2020. In London stürzten die Titel von Aston Martin um knapp neun Prozent auf ein Rekordtief.

Mehr dazu hier.

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10:10

Die Titel der schwedischen Modekette H&M rutschen an der Stockholmer Börse zeitweise um fünf Prozent ab.

Belastend wirkt der heute veröffentlichte Quartalsumsatz, der unter den Erwartungen ausfiel. Der Umsatz lag bei H&M von Dezember bis Februar bei 55,3 Milliarden SEK (5,10 Milliarden Euro) - Analysten hatten 55,9 Milliarden SEK prognostiziert. Auch der Start in den Frühjahrsumsatz fiel mit einem Plus von einem Prozent im März eher schleppend aus.

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09:55

Nach der Ankündigung von US-Sonderzöllen auf alle nicht in den Vereinigten Staaten gefertigten Autos notiert der Dax am Donnerstag deutlich schwächer. Der deutsche Leitindex verlor in der Spitze 1,6 Prozent auf 22.469 Zähler.

«Die neuen Zölle werden die Situation der deutschen Autobauer, deren Gewinne bereits deutlich eingebrochen sind, weiter erschweren», sagte Chefanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. US-Präsident Donald Trump kündigte am Mittwoch Auto-Zölle in Höhe von 25 Prozent an, die ab dem 2. April gelten sollen. «Jetzt wird entscheidend sein, wie die EU und andere betroffene Staaten auf die US-Ankündigung reagieren», sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. «Wir sind jetzt an einem Punkt, an dem sich die Spirale aus Zöllen und Gegenzöllen immer schneller drehen kann.»

Zu den grössten Verlierern zählten die Autowerte. Die Aktien von Porsche, BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen gaben im Dax zwischen fünf und 4,3 Prozent nach. Im SDax rauschten zudem die Titel von ProSiebenSat.1 in den Keller. Der italienische Medienkonzern MFE will seine Beteiligung billig aufstocken und bei dem bayerischen Fernsehunternehmen damit durchregieren. ProSieben-Aktien fielen um rund zehn Prozent.

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09:30

Der Leitindex SMI notiert im frühen Handel um 1,48 Prozent tiefer bei 12'761,84 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gibt um 1,56 Prozent nach auf 2066,02 und der breite SPI um 0,92 Prozent auf 17'001,77 Zähler. 26 SLI-Werte zählen zu den Verlierern und nur drei zu den Gewinnern. Einer (Swisscom) ist stabil.

Schlusslicht im SMI ist die Aktie der UBS (-5,1 Prozent auf 28,03 Fr.). Grund dafür ist Goldman Sachs. Die US-Bank hält zwar an der Kaufempfehlung fest, hat aber das Kursziel auf 36 von 44 Franken reduziert. Dies sei ein negatives Signal, auch wenn das neue Kursziel klar über dem aktuellen Aktienkurs sei, heisst es im Handel.

Deutlich schwächer sind auch Roche GS (-3,3 Prozent oder 10,10 Fr.) Der «Bon» wird heute allerdings Ex-Dividende von 9,70 Franken je Titel gehandelt. Auch bei Sika (-2,7 Prozent oder 6,10 Fr) ist der Dividendenabgang von 3,60 Franken je Aktie der Hauptgrund für das Kursminus. Ebenfalls ex-Dividende gehandelt werden die Papiere von Schindler (PS -2,8 Prozent oder 8,20 Fr.), wobei die Ausschüttung hier 6,00 Franken je Titel beträgt.

Zu den raren Gewinnern bei den Blue Chips zählen die Anteile von Lindt & Sprüngli PS, Givaudan und SGS. Die Kursgewinne betragen maximal 0,4 Prozent.

Auf den hinteren Rängen fallen Technologiewerte wie AMS Osram, Comet und Inficon sowie Autozulieferer wie Komax und Autoneum mit Einbussen zwischen 3,9 und 1,8 Prozent auf.

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09:00

Der SMI notiert beim Handelsstart 1,4 Prozent tiefer. 

Deutlich tiefer starten Sika (-2,4 Prozent) und Roche GS (-3,5 Prozent). Grund dafür sind die Dividendenzahlungen von 3,60 Franken je Aktie bei Sika und 9,70 Franken bei Roche. Damit ist das Kursminus vor allem optischer Natur.

Bei UBS (- 4,3 Prozent) dürfte Goldman Sachs die Ursache der Kursschwäche sein. Die US-Bank hält zwar an der Kaufempfehlung fest, hat aber das Kursziel auf 36 von 44 Franken reduziert. Die Bank of America hat zudem ihr Rating auf "Underperform" angepasst.

Ebenfalls ex-Dividende gehandelt werden die Papiere von Schindler (PS -1,7 Prozent oder 5,00 Fr.). Hier beträgt die Ausschüttung 6 Franken je Titel.

Bei den Aktien von Ems Chemie (-0,4 Prozent) und Autoneum (-1,9 Prozent) machten sich die US-Zölle, die am dem 3. April gelten sollen, negativ bemerkbar, heisst es am Markt.

Die US-Zollpolitik bleibe das bestimmende Thema an den Aktienbörsen, heisst es von Händlern. Diese hat denn auch für negative Vorgaben aus den USA und Japan gesorgt. «Die Richtung für heute ist vorgegeben», meinte ein Händler.

Am Vorabend hatte US-Präsident Donald Trump Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Autoimporte angekündigt und damit den Handelskonflikt zwischen den USA und der Europäischen Union sowie die Konjunktur- und Inflationssorgen weiter angeheizt. Die hohen Zölle sollen bald in Kraft treten. Die Erwartung der neuen Zölle hatte am späten Mittwochabend die US-Akten unter Druck gesetzt. Besonders schwach waren die Aktien im technologielastigen Nasdaq-Index.

In den USA mehren sich seit einiger Zeit wegen der Zollpolitik die Sorgen vor einer konjunkturellen Abkühlung. Die Befürchtungen werden dabei von diversen Frühindikatoren, die sich zuletzt abgeschwächt haben, genährt. Dazu zählen laut LBBW diverse Konsumentenindikatoren und regionale Fed-Umfragen. Damit dürften auch die am Nachmittag anstehenden US-Konjunkturdaten den Markt beeinflussen. Veröffentlicht werden unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. «Bislang zeigt sich der Arbeitsmarkt noch solide», sagte ein Händler. Hierzulande könnten zudem auch Dividendenabgänge, vor allem beim Schwergewicht Roche, den Leitindex SMI belasten.

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08:05

Der SMI wird bei Julius Bär um 0,5 Prozent tiefer erwartet.

Alle 20 SMI-Titel dürften sich dem Trend anschliessen. Insbesondere das Schwergewicht Roche belastet den Leitindex mit beinahe 2,8 Prozent Kursverlust aufgrund des Dividendenabgangs.

Am breiten Markt stehen ebenfalls alle Titel vorbörslich im Minus. Schindler verliert 1,7 Prozent (Dividendenabgang).

Die US-Zollpolitik bleibt das bestimmende Thema an den Aktienbörsen. Damit dürfte es nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Autoimporte einzuführen, auch am Schweizer Aktienmarkt abwärts gehen. Die Zölle heizten die Inflationsängste an und verstärkten die Konjunktursorgen, heisst es von Händlern.

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07:45

Der Dollar hat über Nacht etwas an Wert verloren. So kostet das Währungspaar Euro-Dollar im frühen Geschäft 1,0777. Das ist mehr als am Vorabend mit 1,0756.

Auch zum Franken hat der Greenback nachgegeben. Aktuell wird das Dollar-Franken-Paar zu 0,8831 nach 0,8848 gehandelt. Das Euro/Franken-Paar tritt derweil mit 0,9517 Franken mehr oder weniger auf der Stelle.

Damit hat der Dollar einen Teil seiner Gewinne, die er zuletzt im Vorfeld der von US-Präsident Trump angedrohten Zölle erzielt hatte, wieder verloren. Am späten Mittwochabend hatte Trump Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Autoimporte angekündigt. Der Schritt heizt den Handelskonflikt zwischen den USA und der Europäischen Union weiter an und schürt zudem Inflationsängste und Konjunktursorgen.

In den USA gebe es infolge der Zollpolitik Sorgen vor einer konjunkturellen Abkühlung, schreibt die LBBW in einem Kommentar. Verstärkt würden die Befürchtungen von diversen Frühindikatoren, die sich zuletzt abgeschwächt hätten. Dabei hebt die LBBW diverse Verbraucherindikatoren und die regionalen Fed-Umfragen hervor.

Solide präsentiere sich aber der Arbeitsmarkt. Daher dürften die Marktteilnehmer der Veröffentlichung der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe abwarten. Diese liegen auf einem niedrigen Niveau. Daher gibt es laut Analysten keine Anzeichen auf eine merkliche Abkühlung des Beschäftigungsaufbaus.

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07:20

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Accelleron: Kepler Cheuvreux ist für HOLD bis 48 (47) Fr.

Baloise: UBS erhöht auf 190 (180) Fr. – Neutral

Baloise: Vontobel erhöht auf 195 (172) Fr. mit HOLD.

Clariant: J.P. Morgan senkt auf 10 (14) Fr. mit NEUTRAL. 

Inficon: Kepler Cheuvreux senkt auf 1275 (1410) Fr. – Buy

Kühne+Nagel: Bernstein Société Générale senkt auf 230 (240) Fr. mit MARKET PERFORM. 

Kühne+Nagel: HSBC erhöht auf 220 (206) Fr. – Hold

Medacta: Aktie für Research Partners ein Kauf bis 154 (143) Fr. 

Phoenix Mecano: Research Partners erhöht auf 482 (466) Fr. mit HALTEN. 

UBS: Goldman Sachs senkt auf 36 (44.50) Fr. mit BUY.

UBS: Bank of Amercia senkt auf UNDERPERFORM

Vaudoise: Vontobel erhöht auf 585 (510) Fr. – Hold

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06:10

Der SMI steht bei der IG Bank vorbörslich 0,12 Prozent tiefer.

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05:00

In Asien sind die Börsen am Donnerstag nach der Bekanntgabe neuer Zölle auf Autoimporte durch US-Präsident Donald Trump abgerutscht. Die zusätzlichen Zölle verschärfen den globalen Handelskrieg, der wiederum die Inflation anheizen könnte. Die japanische Börse hat am Donnerstag schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,1 Prozent auf 37.609,02 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 0,6 Prozent niedriger bei 2.794,61 Zählern. «Die Marktreaktion hielt sich in Grenzen, da die Zollankündigung im Rahmen der Erwartungen lag», sagte Hiroyuki Ueno, Chefstratege bei Sumitomo Mitsui Trust Asset Management.

Die japanischen Autohersteller führten die Verluste an, da Bedenken über die möglichen Auswirkungen der angekündigten Autozölle die Stimmung belasteten. Experten der Autoindustrie erwarten, dass dieser Schritt die Preise in die Höhe treiben und die Produktion stören wird. Die Aktien von Toyota verloren 3,4 Prozent und waren damit der grösste Belastungsfaktor für den Topix. Honda fiel um 2,8 Prozent und Nissan gab um 2,6 Prozent nach. Mazda verlor 6,4 Prozent und war damit die schlechteste Bewertung im Nikkei. Der japanische Ministerpräsident Shigeru Ishiba erklärte, Tokio werde bald auf die neuen Autozölle der USA reagieren. Nach Angaben des japanischen Finanzministeriums machten Automobile im Jahr 2024 28,3 Prozent der japanischen Gesamtexporte in die USA aus, der höchste Anteil unter allen Waren.

Die Börse Shanghai gewann 0,3 Prozent auf 3.379,19 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,4 Prozent auf 3.935,86 Punkte. US-Präsident Trump erklärte in Bezug auf China, dass er Peking möglicherweise eine Ermässigung der Zölle gewähren werde, um ein Geschäft mit der chinesischen Muttergesellschaft von TikTok, ByteDance, über den Verkauf der von 170 Millionen Amerikanern genutzten Kurzvideo-App zu erreichen. Er räumte ein, dass China eine wichtige Rolle bei der Erzielung einer Einigung spielen wird, einschliesslich der Erteilung seiner Zustimmung: «Vielleicht gebe ich ihnen eine kleine Senkung der Zölle oder etwas anderes, damit es klappt», sagte Trump gegenüber Reportern.

Die Gewinne der chinesischen Industrie sind in den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 gesunken. Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes (NBS) sanken die Industriegewinne im Zeitraum Januar bis Februar um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Dezember waren die Gewinne noch um elf Prozent gestiegen. Die Gewinne der Industrie gingen im gesamten Jahr 2024 um 3,3 Prozent zurück.

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04:00

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 150,21 Yen und legte leicht auf 7,2618 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8824 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,0775 Dollar und zog leicht auf 0,9508 Franken an.

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03:00

Die Ölpreise stiegen geringfügig an. Zuvor hatten die USA aufgrund von Befürchtungen über eine Verknappung des weltweiten Angebots gedroht, Länder, die venezolanisches Öl kaufen, mit Zöllen zu belegen. Am Rohstoffmarkt stagnierte die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee bei 73,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte kaum verändert bei 69,74 Dollar.

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02:00

Der US-Standardwerteindex Dow Jones hatte sich am Mittwoch mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 42.454,79 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 verlor 1,1 Prozent auf 5.712,20 Zähler, und der technologielastige Nasdaq gab 2,0 Prozent auf 17.899,02 Stellen nach.

In den USA gingen die Anleger kurz vor der geplanten Ankündigung neuer US-Zölle auf Autoimporte an der Wall Street in Deckung. US-Präsident Donald Trump wollte in einer nach Börsenschluss anberaumten Pressekonferenz Sonderzölle auf Autos ankündigen. Das sagte die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt. Trump droht schon länger damit, zusätzliche Zölle auf importierte Fahrzeuge zu erheben, hat zunächst jedoch weder einen konkreten Zeitplan für die Ankündigung noch Einzelheiten über das Ausmass der zu erwartenden Zölle genannt. Im Februar hatte der Republikaner einen möglichen Sonderzoll von 25 Prozent auf importierte Fahrzeuge in den Raum gestellt, aber keine weiteren Details genannt.

Die Furcht vor Lieferkettenproblemen und Gegenmassnahmen anderer Länder drückte den US-Automobilsektor. Die Titel des Elektroautopioniers Tesla verloren knapp sechs Prozent, während der traditionsreiche US-Autobauer General Motors um mehr als drei Prozent nachgab.

Für Nervosität sorgte zudem die geplante Einführung weiterer US-Zölle in der kommenden Woche. Trump hatte zwar angedeutet, dass nicht alle von ihm angedrohten Massnahmen am 2. April verhängt würden und einige Länder Ausnahmeregelungen erhalten könnten. Weitere Details blieben jedoch offen. «Der Markt wartet die Ankündigung von Zöllen ab», sagte Mohit Kumar, Ökonom bei der US-Investmentbank Jefferies. «Wenn sie nicht so schlimm ausfallen wie befürchtet, könnte dies sich positiv auf risikoreiche Anlageklassen auswirken.»

Sorgen über die globale Rohölversorgung trieben indes die Ölpreise an. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und die US-Sorte WTI verteuerten sich um jeweils rund ein Prozent auf 73,72 und 69,60 Dollar je Fass (159 Liter). Damit waren sie so teuer wie seit fast einem Monat nicht mehr. «Der Markt wird knapper, da sich die Handelsströme aufgrund der zahlreichen US-Massnahmen verlagern», sagte Ashley Kelty, Analyst bei der britischen Investmentbank Panmure Liberum.

Die USA hatten zuletzt Zölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Länder angekündigt, die Öl oder Gas aus Venezuela beziehen. «Das wird insbesondere Käufer in China, Indien und Westeuropa treffen», prognostizierte Kelty. Zusätzlich verhängten die USA am Donnerstag neue Sanktionen gegen den Iran – betroffen sind unter anderem eine unabhängige chinesische Raffinerie sowie Tanker, die Rohöl an entsprechende Anlagen geliefert haben.

Der Anstieg beim Ölpreis stützte die Aktien aus dem Energiesektor. Die Branchenriesen Exxon Mobil und Chevron gewannen jeweils mehr als ein Prozent.

Gefragt bei anderen Einzelwerten waren unter anderem die Aktien von GameStop, die um 11,6 Prozent zulegten. Der Videospiele-Händler hatte seinen Gewinn im vierten Quartal mehr als verdoppelt. Grund seien Kostensenkungen, ein schnellerer Turnaround in seinem Hauptgeschäft sowie der Verkauf von Videospiel-Hardware und Merchandise gewesen.

Der Verkauf des strauchelnden US-Discounters Family Dollar stützte indes die Aktie der Muttergesellschaft Dollar Tree. Die Titel des Einzelhändlers aus Tennessee stiegen um rund drei Prozent. Dollar Tree will Family Dollar nach eigenen Angaben an eine Gruppe von Private-Equity-Investoren für rund eine Milliarde Dollar verkaufen. Damit beendet das Unternehmen eine fast einjährige Suche nach potenziellen Käufern.

(cash/AWP/Reuters)