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17:30

Die Schweizer Börse nimmt den Abwärtstrend am Mittwoch wieder auf. Wenige Stunden vor der Einführung neuer US-Zölle stellen sich die Anleger auf einen Handelskrieg ein. Das von Präsident Donald Trump geplante Zollpaket, das am Mittwochabend (MESZ) verkündet werden soll, dürfte sich gegen eine Vielzahl von Ländern richten, die Handelsüberschüsse mit den USA haben. Diese dürften wiederum mit Gegenmassnahmen reagieren.

Der SMI sackt zum Handelsschluss um 0,8 Prozent auf 12'588 Punkte ab. Im Gegenzug legt der auch als «Angstbarometer» bekannte Volatilitätsindex um 3,7 Prozent zu.

Wie an anderen europäischen Handelsplätzen stehen auch an der SIX Titel aus dem Gesundheitssektor unter Druck. Anleger zittern davor, dass sich Trumps Aufschläge diesmal auf den Pharmasektor konzentrieren könnten, sagt ein Analyst. Für schlechte Stimmung sorgen Händlern zufolge auch die Massenentlassungen bei mehreren US-Gesundheitsbehörden, darunter der FDA. Der Pharmakonzern Roche sackt 1,9 Prozent ab, Rivale Novartis 1,6 Prozent und der Arznei-Auftragsfertiger Lonza 1,8 Prozent. 

Auch Nestlé gibt 0,4 Prozent nach.

Als einziger der 20 Blue-Chips verzeichnet der Versicherer Swiss Life mit einem Plus von 0,5 Prozent Kursgewinne.

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16:45

Der US-Dollar büsst am Nachmittag etwas an Terrain ein. Investorinnen und Investoren warten derweil auf die Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump, die am späten Abend hiesiger Zeit erwartet werden.

Das USD/EUR-Paar notiert am frühen Abend bei 1,0821 nach 1,0802 um die Mittagszeit, am Morgen war das Paar gar noch unter 1,08 umgegangen. Auch zum Franken büsst die US-Währung leicht ein: das USD/CHF-Paar wird zuletzt bei 0,8832 gehandelt nach 0,8846. Das EUR/CHF-Paar bewegt sich derweil praktisch nicht und kostet zuletzt 0,9557.

Auch am Devisenmarkt ist die Spannung vor der Ankündigung von Zöllen durch den US-Präsidenten Donald Trump gross, die am Abend in den Vereinigten Staaten erwartet wird. Der Republikaner sprach in der Vergangenheit von wechselseitigen Zöllen. Bisher ist aber unklar, wie die künftigen US-Zölle aussehen werden, die auf importierte Waren erhoben werden. Entscheidend wird sein, wie hoch diese ausfallen werden und wann sie in Kraft treten.

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16:05

Wenige Stunden vor der Einführung neuer US-Zölle zeigen sich die Anleger an der Wall Street nervös. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notieren zur Eröffnung am Mittwoch jeweils rund ein halbes Prozent tiefer bei 41'832 und 5'608 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verliert in etwa genauso viel auf 17'344 Zähler.

Das von US-Präsident Donald Trump geplante Zollpaket, das am Mittwochabend (MESZ) verkündet werden soll, dürfte sich gegen eine Vielzahl von Ländern richten, die Handelsüberschüsse mit den USA haben. Am meisten verunsichern Anleger dabei die bislang fehlenden Details, sagt Chris Beauchamp, Chefanalyst beim Broker IG. «Wenn es Hinweise darauf gibt, dass man eine weniger drakonische Art von Zöllen anstrebt, könnte das den Markt ein wenig entlasten.»

Im Rampenlicht bei den Unternehmen stehen unter anderem die Aktie des Elektroautobauers Tesla, die um mehr als sechs Prozent abrutscht. Überschattet vom umstrittenen politischen Engagement des Firmenchefs Elon Musk sind die Verkaufszahlen des Konzerns weltweit stärker gesunken als erwartet.

Auch die jüngsten Absatzzahlen des Tesla-Konkurrenten Rivian können die Anleger nicht überzeugen. Die Titel geben nach der Veröffentlichung 4,4 Prozent nach.

Für Gesprächsstoff sorgt auch ein Kurseinbruch bei BlackBerry. Die US-notierten Aktien des kanadischen Softwareanbieters büssen nach einer pessimistischen Prognose rund 15 Prozent ein

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15:30

Der Dow Jones startet am Mittwoch mit einem Minus von 0,8 Prozent. Auch der Nasdaq (+1,5 Prozent) und der S&P 500 (+1,1 Prozent) geben nach.

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15:15

Eine pessimistische Prognose drückt die Aktie von BlackBerry. Die US-notierten Papiere des kanadischen Softwareherstellers bröckeln im vorbörslichen Handel an der Wall Street um vier Prozent ab. BlackBerry teilte mit, rückläufige Umsätze zu erwarten: Für das bis Ende Februar 2026 laufende Geschäftsjahr geht das Unternehmen von Erlösen zwischen 504 und 534 Millionen Dollar aus, nach 534,9 Millionen im Vorjahr. Hintergrund sei eine schwache Nachfrage nach Cybersicherheitsdiensten, da sich die Kunden wegen Wirtschaftssorgen mit Ausgaben zurückhielten.

Die schwachen Auslieferungszahlen von Rivian setzen die Aktie des US-Elektroautobauers unter Druck. Die Titel des Tesla-Konkurrenten geben vorbörslich 4,5 Prozent nach. Rivian lieferte nach eigenen Angaben im ersten Quartal 8640 Fahrzeuge aus, im Vorjahreszeitraum waren es 13'588 gewesen. Als Grund nennt der Konzern eine schwache Nachfrage, die unter anderem auf die Auswirkungen der jüngsten Brände in Los Angeles zurückzuführen sei. Das kalifornische Unternehmen hat eine bedeutende Kundenbasis in der Region.

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14:45

Rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn taxiert der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial 0,7 Prozent tiefer auf 41.702 Punkte. Der überwiegend mit Technologiewerten bestückte Nasdaq 100 dürfte 1,1 Prozent tiefer mit 19.218 Punkten starten.

Trump will die neuen Zölle während einer Veranstaltung im Rosengarten des Weissen Hauses nach dem US-Börsen-Schluss bekanntgeben und spricht mit Blick auf dieses Vorhaben vom «Liberation Day», dem «Tag der Befreiung» der USA. Ob dem aber wirklich so sein werde oder ob es «der Sturz in die Rezession ist, wird sich noch zeigen», wie Investmentanalyst Henning Oligmüller von der Landesbank Baden-Württemberg kommentiert. Auch Mitglieder der US-Notenbank Fed äussern sich kritisch. So sagt etwa der Chef der Notenbank von Richmond, Thomas Barkin: «Zölle könnten sowohl die Inflation als auch die Arbeitslosigkeit in einem Käfig-Match zwischen Verbrauchern und Unternehmen erhöhen.»

Neben den Inflationsdaten gilt daher auch den Arbeitsmarktdaten besondere Aufmerksamkeit. Bevor am Freitag der monatliche Bericht für März veröffentlicht wird, wurden am Mittwoch zunächst den ADP-Daten veröffentlicht. Diese ergaben, dass die Privatwirtschaft im März deutlich mehr Arbeitsplätze schuf als prognostiziert. Im Februar noch hatten die Zahlen des Arbeitsmarktdienstleisters ADP herb enttäuscht.

In den Blick könnten ausserdem die Auftragseingänge der US-Industrie im Februar rücken, die kurz nach dem Handelsstart veröffentlicht werden und die einen Rückgang signalisieren dürften.

Unter den Einzelwerten zeigen sich alle zu den «Glorreichen Sieben» zählenden Unternehmen vorbörslich im Minus. Den deutlichsten Verlust verbucht unter den sieben grössten und bedeutendsten Tech-Werten die Aktie des Elektroautobauers Tesla mit 2,6 Prozent. Doch auch Alphabet , Amazon Apple , Meta , Microsoft und Nvidia geben nach.

Tesla dürfte noch vor dem Börsenstart Absatzzahlen vorlegen, die angesichts der zahlreichen Proteste gegen das Gebaren von Tesla-Chef Elon Musk an der Seite von Donald Trump besonders im Fokus stehen.

Ncino sacken vor dem Handelsstart um 34 Prozent ab, denn das Finanztech- und Bankensoftware-Unternehmen meldete für das vierte Geschäftsquartal (Ende Januar) ein Ergebnis je Aktie, das die Erwartungen am Markt deutlich verfehlte.

Für die Anteile des konservativen Medienunternehmens Newsmax geht es vorbörslich um 18 Prozent abwärts. Allerdings: Seit dem Börsengang am Montag hat die Aktie eine unglaubliche Rally hingelegt und ist in nur zwei Tagen um gut 2.200 Prozent nach oben gesprungen.

Doch auch einige Kursgewinner gibt es vorbörslich. TTEC Holdings steigen um knapp 29 Prozent auf 4,21 US-Dollar, nachdem der IT-Dienstleister seine Offenheit für Gespräche über die Offerte von Vorstandschef Kenneth Tuchman bekundete. Dieser will die restlichen Aktien an TTEC, die er und seine Partner noch nicht besitzen, zu 6,85 US-Dollar pro Aktie kaufen.

Nachdem sich tags zuvor Jefferies negativer über amerikanische Fluggesellschaften geäussert und dabei das Kursziel für die weiter mit «Buy» bewertete United Airlines deutlich senkt hatte, folgte nun ein kritischerer Kommentar von Raymond James. Das Analysehaus senkte das Anlageurteil für diese Aktie auf «Market Perform».

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14:00

Die Nervosität am deutschen Aktienmarkt nimmt vor der Bekanntgabe neuer Zölle der US-Regierung zu. Der Dax rutscht am Mittwoch um 0,9 Prozent auf 22.334 Punkte ab.

Zu den grössten Verlierern gehören die Titel von Bayer, die um rund drei Prozent absacken. Fester notieren hingegen Zalando und Siemens Energy

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13:15

Der SMI notiert am frühen Nachmittag unverändert bei -0,9 Prozent.

Angeführt wird der Leitindex dabei von Nestlé (+0,5 Prozent) so wie Kühne+Nagel und Swisscom mit je 0,2 Prozent Kursgewinn. Roche bildet das Schlusslicht (-2,4 Prozent).

Am breiten Markt verliert Orior 4,8 Prozent. Die Pharmawerte sind auch am Nachmittag weiterhin unter Druck. 

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12:45

Die Futures der US-Aktienmärkte notieren vor dem Start im Minus.

Dow Jones: -0,4 Prozent
S&P 500: -0,5 Prozent
Nasdaq: -0,7 Prozent

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11:35

Der Leitindex SMI verliert gegen Mittag 0,91 Prozent auf 12'571,68 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, fällt um 0,99 Prozent auf 2023,45 Punkte und der breite SPI um 0,85 Prozent auf 16'768,77 Zähler. Im SLI stehen 24 Verlieren sechs Gewinner gegenüber.

Der heutige 2. April ist für den US-Präsidenten der 'Tag der Befreiung' und damit der Tag der Entscheidung in Sachen Zölle. Es ist laut Börsianern aber unwahrscheinlich, dass Anleger wirklich von den Zollunsicherheiten befreit werden. Denn wenn Länder Vergeltungsmassnahmen ergreifen, könnte Trump nochmals nachlegen, wird befürchtet. Und immer stärker rückten auch die Nebenwirkungen der Zölle ins Blickfeld. So sagte etwa der Präsident der Fed von Richmond, Tom Barkin, es gebe Anzeichen dafür, dass die Zölle der Trump-Regierung einen grösseren Einfluss auf die Wirtschaft haben könnten als jene, die während der ersten Amtszeit des Präsidenten eingeführt wurden.

Vor den Zollankündigungen müssen Investoren aber zunächst mit den ADP-Daten weitere Zahlen zum US-Arbeitsmarkt am Nachmittag bewerten. Sie folgen auf die bereits am Vortag publizierten Jolts-Daten (Job Openings and Labor Turnover Survey) und bieten Investoren eine weitere Indikation für den am Freitag geplanten monatlichen Arbeitsmarktbericht.

Im Vorfeld der Trump-Ankündigungen trifft die Unsicherheit der Börsianer zur Wochenmitte vor allem den Pharmasektor - hierzulande und europaweit. Bislang war die Pharmaindustrie von Handelszöllen ausgenommen, aber Trump bestätigte letzte Woche, dass er bald Zölle auf den Sektor erheben werde. Laut Medienberichten setzen sich nun Arzneimittelhersteller beim Präsidenten für eine schrittweise Einführung von Zöllen auf Importe in die USA ein. Auf diese Weise könnten die unmittelbaren finanziellen Auswirkungen auf den Sektor abgemildert werden.

So geht es für Straumann, Lonza, Roche, Novartis, Sonova, Alcon und Sandoz zwischen 2,7 uns 1,0 Prozent abwärts. Im Fall von Straumann und Sandoz wirken zudem Analysten mit ihren Kommentaren und Kurszielsenkungen zusätzlich belastend. Sie lösten im Handel Zahlenängste aus, wie es heisst.

SGS (-5,0 Prozent oder -4,46 Fr.) stellen nur optisch das Schlusslicht unter den SLI-Werte dar. Die Papiere des Warenprüfkonzerns werden ex Dividende (-3,20 Fr.) gehandelt.

Daneben sind Vertreter der unterschiedlichsten Branchen auf den Verkaufslisten zu finden. Der Verpackungsspezialist SIG (-2,4 Prozent) wird ebenso aus den Depots gekippt wie der Finanzdienstleister Partners Group (-2,1 Prozent). Hier haben mit Goldman Sachs und Citigroup zwei namenhafte US-Analysehäuser ihre Kursziele in unterschiedliche Richtungen angepasst. Allerdings empfehlen beide die Papiere weiter zum Kauf.

Die Verluste bei den drei Zyklikern Kühne+Nagel, Schindler und ABB fallen mit -0,1 bis -0,8 Prozent vergleichsweise moderat aus, nachdem die drei Blue Chips am Morgen mit eigenen Nachrichten aufgewartet haben.

Schwergewicht Nummer drei, Nestlé, gehört mit +0,2 Prozent zu den wenigen Gewinnern. Auch die defensiven Swisscom (+0,2 Prozent) sowie die beiden Versicherer Swiss Life (+0,3 Prozent) und Swiss Re (+0,1 Prozent) sind fester.

In den hinteren Reihen stemmen sich Dätwyler (+5,5 Prozent) klar gegen den Trend. Der Industriekonzern hat die Produktion von Komponenten für GLP-1-Abnehmspritzen aufgenommen.

Derweil stellt sich die Lebensmittelgruppe Orior (-3,8 Prozent) nach einem happigen Verlust 2024 neu auf. Deutlicher verlieren die Aktien vom Autozulieferer Adval Tech mit -8,2 Prozent. Sie dürften besonders stark unter der Zoll-Unsicherheit leiden.

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11:00

Im Vorfeld der erwarteten Zollmassnahmen der US-Regierung tritt der US-Dollar auf der Stelle. Der Dollar-Index, der die Devise zu anderen wichtigen Währungen misst, notiert nahezu unverändert bei 104,18 Punkten.

Die von US-Präsident Donald Trump geplanten Zölle dürften sich gegen eine Vielzahl von Ländern richten. «Je härter die Ankündigung wahrgenommen wird, desto wahrscheinlicher ist eine Abschwächung des Dollars», sagt Analyst Ricardo Evangelista vom Broker ActivTrades. Investoren würden sich dann auf ein Szenario eines langsameren US-Wachstums einstellen, das die Notenbank Federal Reserve möglicherweise zu schnelleren Zinssenkungen zwingen könnte als bisher erwartet. Seit Jahresbeginn hat der Dollar-Index rund vier Prozent verloren, nachdem er 2024 um sieben Prozent gestiegen war.

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10:30

Die Ölpreise sind am Mittwoch vor der Ankündigung von US-Zöllen etwas gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete 74,01 US-Dollar. Das waren 48 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 44 Cent auf 70,76 Dollar.

Am Ölmarkt hielten sich die Anleger vor einer Ankündigung von Zöllen durch Präsident Donald Trump zurück, die am Abend nach Börsenschluss in den USA erwartet wird. Der Republikaner sprach von einem «Tag der Befreiung» und von wechselseitigen Zöllen. Zuletzt war aber unklar, ob die US-Regierung einfach pauschale Zölle auf den Weg bringen könnte. Derzeit ist offen, wie hoch die Strafmassnahmen ausfallen und wen sie genau wie treffen werden.

Die Teilnehmer am Ölmarkt würden ihre Engagements zurückfahren, sagte Chris Weston, Analyst beim australischen Handelshaus Pepperstone. Demnach würden sie den «Tag der Befreiung» und mögliche Kursschwankungen abwarten. Es sei unklar, wie die Marktreaktionen auf die Zollankündigung letztlich ausfallen werden.

Am Markt wurde aber auch auf einen kräftigen Anstieg der Ölreserven in den USA verwiesen. Der Interessenverband American Petroleum Institute (API) hat in der vergangenen Woche einen Zuwachs der Lagerbestände an Rohöl um sechs Millionen Barrel verzeichnet. Steigende Reserven in der grössten Volkswirtschaft der Welt belasten in der Regel die Ölpreise. Am Nachmittag werden die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung erwartet.

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10:00

Pharma-Aktien fliegen aus den Depots, nachdem US-Präsident Donald Trump im US-Gesundheitssektor mit Massenentlassungen für Unruhe sorgt. Der europäische Branchenindex fällt um 2,3 Prozent.

So fallen am SMI insbesondere die Titel der beiden Schwergewichte Roche (-2,2 Prozent) und Novartis (-1,5 Prozent). Aber auch Pharmazulieferer Lonza (-2,8 Prozent) muss Einbussen verkraften.

Am Dax gehören die Aktien von Bayer und Sartorius mit Abschlägen von je 4,5 Prozent zu den grössten Verlierern. «Die schlechte Stimmung schwappt aus den USA herüber, nachdem Trump in dem Sektor gewütet hat», sagte ein Händler. Die Kürzungen, die mehrere hochrangige Behörden des Gesundheitsministeriums betreffen, darunter die FDA, die CDC und die National Institutes of Health, sind Teil eines umfassenden Plans der Regierung, die Ausgaben drastisch einzudampfen.

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09:30

Die Nervosität an den Börsen in Erwartung neuer US-Zollankündigungen lässt Gold erneut heller strahlen. Das als Anti-Krisen-Währung genutzte Edelmetall verteuert sich um 0,3 Prozent auf 3118 Dollar je Feinunze, nachdem es am Dienstag ein Rekordhoch bei 3148,88 Dollar markiert hatte.

Eine Abschwächung der US-Wirtschaft, ein möglicher Anstieg der Inflation und Zinssenkungen könnten dazu führen, dass der Goldpreis in den kommenden Monaten die Marke von 3300 Dollar erreiche, sagte Philip Newman, Geschäftsführer von Metals Focus.

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09:00

Der SMI startet im Minus (-0,4 Prozent).

ABB (+0,3 Prozent) hat den Verkauf des städtischen Entwicklungsareals in Zürich Oerlikon an die Stadt Zürich abgeschlossen. Dieser Verkauf wurde bereits 2021 vereinbart.

Kühne+Nagel (-0,2 Prozent) wiederum hat eine Partnerschaft mit Changan Automobile geschlossen. Der Logistiker übernimmt für den chinesischen Autobauer die Aftermarket-Logistik für Elektrofahrzeuge auf dem europäischen Markt.

Derweil hat der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler (+0,2 Prozent) in Kanada einen Auftrag erhalten.

Bei Straumann (-1,7 Prozent) und Sandoz (-1,5 Prozent) könnten sich vorsichtige Analystenkommentare im weiteren Verlauf leicht belastend bemerkbar machen.

In den hinteren Reihen hat noch Avolta (+0,1 Prozent) am Shanghai Pudong International Airport einen Auftrag für mehrere neue Läden erhalten. Derweil stellt sich die Lebensmittelgruppe Orior (+0,5 Prozent) nach einem happigen Verlust 2024 neu auf.

Am Schweizer Aktienmarkt dürfte sich das volatile Marktgeschehen zur Wochenmitte fortsetzen. Das alles beherrschende Thema sind die im Tagesverlauf erwarteten Zollankündigungen von Donald Trump. Entsprechend uneinheitlich sind auch die Vorgaben aus Übersee.

Am heutigen Abend nach Börsenschluss will Trump eine Reihe von reziproken Zöllen ankündigen, die bei allen Ländern beginnen werden. Wie aus dem Weissen Haus angekündigt wurde, werden die Zölle sofort in Kraft treten. Davor stehen mit den ADP-Daten noch weitere Zahlen zum US-Arbeitsmarkt an. Sie folgen auf die bereits am Vortag publizierten Jolts-Daten (Job Openings and Labor Turnover Survey) und bieten Investoren eine weiter Indikation für den am Freitag geplanten monatlichen Arbeitsmarktbericht.

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08:30

Im aktuellen Umfeld bewegen sich die wichtigsten Währungspaare kaum. Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9539 auf der Stelle. Auch das Dollar/Franken-Paar hat sich über Nacht kaum bewegt, wie der Stand von 0,8840 zeigt. Und auch die europäische Gemeinschaftswährung hat sich gegenüber dem US-Dollar in dieser Zeit kaum bewegt, wie der Kurs von 1,0791 zeigt.

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08:00

Die Bank Julius Bär erwartet den SMI eine Stunde vor Handelsstart 0,03 Prozent leichter. 19 von 20 SMI-Titel sind im Minus. Einzig Novartis kann vorbörslich 0,4 Prozent zulegen.

Am breiten Markt steht ebenfalls die Mehrheit der Titel im Minus, wobei sich die Kursabschläge auf 0,1 bis 0,3 Prozent belaufen. Straumann (-1,2 Prozent) und Swatch (-0,6 Prozent) müssen mit höheren Verlusten rechnen.

Zur Wochenmitte richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Handelspolitik der USA: Die Regierung von Präsident Donald Trump will am Mittwoch neue Zölle verkünden. Der Republikaner hatte zuletzt von einem «Tag der Befreiung» gesprochen. Die Aufschläge dürften sich gegen eine Vielzahl von Ländern richten, die Handelsüberschüsse mit den USA haben. Bei diesen will Trump «reziproke Zölle» erheben, sich also an deren oft höheren Sätzen orientieren. «Die Gefahr eines Handelskrieges war lange nicht so gross wie aktuell», fasst Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners zusammen. Bis zur Verkündung der Zölle am Abend sei bei den Anlegern Abwarten angesagt.

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07:10

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Adecco: Goldman Sachs setzt die Aktie auf die CONVICTION BUY LIST. 

Galderma: Aktie für die Bank of America ein Kauf bis 115 (112) Fr.

Novartis: Goldman Sachs erhöht auf 102 (98) Fr. mit NEUTRAL. 

Partners Group: Aktie für Goldman Sachs ein Kauf bis 1380 (1390) Fr.

Richemont: Barclays senkt auf 171 (175) Fr. mit OVERWEIGHT. 

Sandoz: Barclays senkt auf 46.50 (50) Fr.

Sandoz: J.P. Morgan senkt auf 46 (48) Fr.

Sonova: Bank of America erhöht auf 320 (310) Fr. mit BUY.

Straumann: Aktie für Goldman Sachs ein Kauf bis 150 (160) Fr.

Straumann: HSBC mit BUY bis 144 (150) Fr.

Zurich Insurance: Goldman Sachs ist für NEUTRAL bis 599 (580) Fr.

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06:00

Die IG Bank sieht den SMI vorbörslich 0,3 Prozent tiefer.

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05:00

Die Unsicherheit der Anleger vor den mit Spannung erwarteten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu seinen Zollplänen hat die Börsen in Asien am Mittwoch in Schach gehalten. Eine klare Richtung an den Aktienmärkten fehlte. «Es ist sehr schwierig abzuschätzen, was passieren wird, das ist die Situation, in der wir uns befinden», sagte Kazuo Kamitani, Aktienstratege bei Nomura Securities. «Wir müssen die Nachrichten aus den USA genau beobachten.»

Die US-Regierung will am Mittwoch neue Zölle verkünden. Trump hatte zuletzt von einem «Tag der Befreiung» gesprochen. Die Zölle dürften sich gegen eine Vielzahl von Ländern richten, die Handelsüberschüsse mit den USA haben. Bei diesen will Trump «reziproke Zölle» erheben, sich also an deren oft höheren Sätzen orientieren. Das Vorgehen dürfte die Sorgen vor einem Handelskrieg weiter steigern.

In Tokio fiel der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zeitweise um 0,6 Prozent auf 35.426,33 Punkte, den tiefsten Stand seit September. Im weiteren Verlauf stabilisierte er sich wieder und notierte kaum verändert. Der breiter gefasste Topix fiel um 0,6 Prozent. Gefragt waren die Aktien von Nikkei-Schwergewichten wie der Uniqlo-Mutter Fast Retailing und des Herstellers von Maschinen für die Chipindustrie Tokyo Electron, die beide um knapp drei Prozent zulegten.

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04:00

An den Devisenmärkten bewegten sich die Währungen in engen Spannen. Der Euro notierte kaum verändert bei 1,0791 Dollar.

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03:00

Mittlerweile ist die Sorge an den Aktienmärkten gross, dass ein globaler Handelskrieg zu einer Rezession führen könnte. Diese Unsicherheit befeuerte weiter den Run auf Gold.

Das Edelmetall verteuerte sich um bis zu 0,8 Prozent auf 3148,88 Dollar je Feinunze und erreichte damit ein neues Allzeithoch. Gewinnmitnahmen drückten den Preis daraufhin um 0,2 Prozent auf 3125 Dollar. «Einige reduzieren ihre Risiken und wenden sich dem sicheren Hafen Gold zu, um sich gegen die drohende Volatilität ihrer Portfolios abzusichern», kommentierte Yeap Jun Rong, Stratege beim Broker IG.

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02:00

An der Wall Street ergab sich am Dienstag ein gemischtes Bild: Der Dow Jones blieb unverändert bei knapp 41.990 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte dagegen um 0,9 Prozent auf fast 17.450 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500 legte um 0,4 Prozent auf 5633 Stellen zu.

In diesen beiden Indizes sind die grossen Tech-Konzerne wie Tesla, Alphabet, Amazon und Microsoft stärker gewichtet. Diese Aktien waren in den vergangenen Wochen stark unter Druck geraten und erholten sich nun etwas.

Grösster Kursverlierer im Leitindex Dow waren die Aktien von Johnson & Johnson mit einem Abschlag von 7,6 Prozent. Ein US-Richter liess einen dritten Versuch des Konsumgüter- und Pharmaherstellers scheitern, die Insolvenz einer seiner kleinen Niederlassungen zu nutzen, um Krebsklagen wegen Babypuder zu beenden.

Um gut 18 Prozent nach oben schossen die Papiere des Modekonzerns PVH mit Marken wie Calvin Klein und Tommy Hilfiger. Das Unternehmen habe solide Geschäftszahlen veröffentlicht und auch einen ermutigenden Ausblick gegeben, hiess es im Handel.

American Airlines büssten 2,4 Prozent ein und Delta Air Lines 2,7 Prozent. Die Investmentbank Jefferies strich die Kaufempfehlungen für die beiden Papiere. Auch zu Southwest Airlines äusserte sich die Bank negativ, die Aktien verloren 5,9 Prozent.

Aus den Depots flogen auch Intel. Die Titel des Chipkonzerns gaben nach der ersten öffentlichen Rede von Konzernchef Lip-Bu Tan um 2,9 Prozent nach. Bernstein-Analyst Stacy Rasgon führte die negative Kursreaktion darauf zurück, dass die Rede «eher wie eine Entschuldigung als eine Keynote» geklungen habe. Konkrete Aussagen zu Produkten, Kunden oder zur kriselnden Sparte für die Auftragsfertigung von Halbleitern («Foundry») seien dagegen ausgeblieben.

Anleger trennten sich auch von On. Die vom Schweizer Tennis-Star Roger Federer gestützte Laufschuh-Marke wird künftig nicht mehr von einer Doppelspitze geleitet. Die Papiere bröckelten um 1,2 Prozent ab.

(cash/AWP/Reuters)