Die Prämieneinnahmen stiegen im Jubiläumsjahr des 125-jährigen Firmenbestehens um 8 Prozent auf 7,56 Milliarden Franken, wie die Gruppe am Mittwoch mitteilte. Steigende Gesundheitskosten hätten 2024 aber sämtliche Krankenversicherer vor Herausforderungen gestellt.

So resultierte in der obligatorischen Grundversicherung ein Verlust von 129,2 Millionen Franken. Im Geschäft mit Zusatzversicherungen machte der Krankenversicherer dagegen einen Gewinn von 190,0 Millionen.

Zudem profitierte die CSS von sich positiv entwickelnden Finanzmärkten. Die Anlagerendite lag mit 4,7 Prozent klar höher als im Vorjahr (+2,9 Prozent). Damit blieb für die gesamte Gruppe 2024 ein Gewinn von 62,7 Millionen Franken. Das sind satte 60 Prozent mehr als im Jahr davor.

Weniger Grundversicherte und höhere Kosten

Die Zahl der Kundinnen und Kunden beziffert die CSS per 1. Januar 2025 wie schon vor einem Jahr auf rund 1,7 Millionen. Ausnahmsweise sei allerdings die Zahl der Grundversicherten zurückgegangen. Hier zählte der Krankenversicherer mit 1,47 Millionen Personen rund 4 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Der Schaden- und Leistungsaufwand in der Grundversicherung betrug 6,25 Milliarden Franken. Damit zahlte die CSS 2024 pro Arbeitstag rund 24 Millionen Franken für medizinische Leistungen aus. Das entspricht zum Vorjahr einem Anstieg von gut 9 Prozent.

Gleichzeitig sei es gelungen, Verwaltungskosten zu senken. Diese lägen nach einer weiteren Senkung um 0,2 Prozentpunkte bei rekordtiefen 3,7 Prozent. Die CSS zählt sich damit zu den «effizientesten Krankenversicherungen der Schweiz». Und unter den grossen Versicherern sei man seit Jahren führend.

Auch investierte die CSS weiter in die Rechnungskontrolle. Dadurch seien rund 849 Millionen Franken an ungerechtfertigten Ausgaben verhindert worden. Ein wichtiger Pfeiler sei dabei die Bekämpfung des Versicherungsmissbrauchs.

Die Schaden-Kosten-Quote blieb auf Gruppenebene bei unprofitablen 101,1 Prozent. Liegt der Wert über 100 Prozent, bedeutet dies, dass die Kosten höher liegen als die Einnahmen. Dabei verbesserte sich die Quote in der Grundversicherung zwar um 1,4 Prozentpunkte auf 102,7 Prozent. In der Zusatzversicherung lag die Quote mit 93,5 Prozent aber 5,1 Prozentpunkte höher.

(AWP)