Die Schweizer Währung steigt am Donnerstagnachmittag bis auf 0,9355 Franken pro Euro. Das ist der höchste Stand seit Anfang Jahr. Zur US-Währung verliert der Franken 0,55 Prozent auf 0,8996 Franken.

Händler verwiesen als Begründung für die Kursbewegung vor allem auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Er kündigte am Nachmittag an, dass die angedrohten Zölle gegen Kanada und Mexiko von bis zu 25 Prozent - wie ursprünglich geplant - am 4. März in Kraft treten sollen.

Auch die Zusatzzölle auf Importe aus China von 10 Prozent sollen am 4. März zur Geltung kommen. Zölle gelten grundsätzlich als inflationstreibend. Entsprechend dürfte die US-Notenbank Fed die Zinsen nicht weiter senken, was den US-Dollar stützt.

Die Ankündigung von US-Importzöllen am Mittwochabend hatte den Euro anfänglich nur wenig belastet. US-Präsident Donald Trump will Zölle in Höhe von 25 Prozent für Einfuhren aus der Europäischen Union erheben - «für Autos und alle anderen Dinge». Die offizielle Bekanntgabe soll sehr bald folgen.

Die um 14.30 Uhr veröffentlichten US-Daten waren derweil ziemlich durchzogen und bezüglich Zinserwartungen eher widersprüchlich. Grundsätzlich zeigen sie aber eher ein Bild einer sich abschwächenden US-Wirtschaft.

(cash/AWP)