16:50
Händler verwiesen als Begründung für die Kursbewegung vor allem auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Er kündigte am Nachmittag an, dass die angedrohten Zölle gegen Kanada und Mexiko von bis zu 25 Prozent - wie ursprünglich geplant - am 4. März in Kraft treten sollen. Auch die Zusatzzölle auf Importe aus China von 10 Prozent sollen am 4. März zur Geltung kommen. Zölle gelten grundsätzlich als inflationstreibend. Entsprechend dürfte die US-Notenbank Fed die Zinsen nicht weiter senken, was den US-Dollar stützt.
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16:30
Die Ankündigung neuer Zölle der USA gegenüber Kanada und Mexiko hat am Donnerstag die Ölpreise gestützt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 73,76 US-Dollar. Das waren 1,22 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 1,25 Dollar auf 69,89 Dollar.
Nach uneindeutigen Äusserungen über einen möglichen Aufschub hat US-Präsident Donald Trump klargestellt, dass Zölle auf Waren aus Mexiko und Kanada Anfang März in Kraft treten sollen. «Aus Mexiko und Kanada strömen nach wie vor Drogen in sehr hohen und nicht hinnehmbaren Mengen in unser Land», schrieb der Republikaner auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social. Deshalb würden die bisher ausgesetzten Strafzölle am 4. März in Kraft treten. Die USA importieren aus beiden Ländern Rohöl. Dies stützt die Ölpreise. Auf Waren aus China sollen dann ebenfalls zusätzliche Zölle in Höhe von 10 Prozent gelten.
Die Ölpreise waren zuletzt merklich unter Druck geraten. Sorgen über die Nachfrageentwicklung belasteten die Preise. So wächst die Wirtschaft Chinas weiterhin schwach. Grundsätzlich dürften die Zölle mittelfristig die Weltkonjunktur belasten. Dies dürfte die Nachfrage nach Rohöl dämpfen. So hatte Trump am Mittwochabend angekündigt, dass er Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Waren aus der Europäischen Union plant.
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16:00
Für Gesprächsstoff bei anderen Einzelwerten an den US-Börsen sorgte etwa ein Kurssprung um mehr als 20 Prozent beim Finanzdienstleister B.Riley. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, es habe einen Kredit in Höhe von 160 Millionen Dollar erhalten, den es unter anderem zur Rückzahlung von Schulden verwenden möchte.
Die Titel des Pharmakonzerns Moderna aus Massachusetts rutschten nach dem Handelsstart um gut drei Prozent ab.
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15:50
Überzeugende Quartalszahlen des US-Chipgiganten Nvidia sind am Donnerstag an der technologielastigen Nasdaq-Börse gut angekommen. Die Papiere des Schwergewichts zeigten sich in den ersten Handelsminuten mit leichten Aufschlägen. Der Auswahlindex Nasdaq 100, in dem Nvidia hinter Apple das zweitgrösste Gewicht hat, stieg auf 21'312 Punkte. Er hatte zuletzt stärker nachgegeben als andere US-Börsenbarometer.
Schon vorbörslich sorgten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu Importzöllen für Zurückhaltung an den US-Aktienmärkten. Er kündigte an, dass die angedrohten Zölle gegen Kanada und Mexiko von bis zu 25 Prozent - wie ursprünglich geplant - am 4. März in Kraft treten sollen. Auch die Zusatzzölle auf Importe aus China von 10 Prozent sollen am 4. März zur Geltung kommen.
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15:35
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15:10
An den US-Börsen sind am Donnerstag zum Börsenstart nur Technologiewerte gefragt. Anleger nehmen einen positiven Quartalsbericht von Nvidia dankend an, ohne dass dies die Risikobereitschaft stark befeuert.
Bei Standardwerten belasten neue Zollankündigungen des US-Präsidenten Donald Trump. Nach der Ankündigung von Sonderabgaben auf Einfuhren aus der Europäischen Union vom Vortag teilte Trump nun mit, dass die bislang noch ausgesetzten Zölle gegen die Nachbarländer Mexiko und Kanada sowie gegen China am 4. März in Kraft treten sollen.
Anleger machen sich mit jeder zusätzlichen Sonderabgabe Sorgen, dass die Inflation in den USA wieder angeheizt wird. Die EU kündigte eine entschiedene Antwort auf die von Trump zuletzt angekündigten, 25 Prozent hohen Abgaben an.
Die Stimmung im Technologiesektor ist nach den Nvidia-Zahlen besser, wie die 0,2 Prozent höhere Taxe für den Auswahlindex Nasdaq 100 kurz nach dem Start zeigt. Der Dow Jones Industrial liegt 0,1 Prozent höher bei 43'360 Zählern.
Der UBS-Marktbeobachter Mark Haefele rechnet vorerst mit anhaltender Volatilität an den Börsen. Neben den wirtschaftlichen Unsicherheiten erwähnte er die Zollstreitigkeiten und geopolitische Konflikte als Ursachen, während Nvidia auf der anderen Seite zeige, dass die lange Zeit an den New Yorker Börsen massgebliche Fantasie für Künstliche Intelligenz (KI) intakt bleibe.
Neben Unternehmenszahlen müssen Anleger am Donnerstag auch eine Reihe von Konjunkturdaten auf Hinweise abklopfen. Besser als erwartet fielen die Auftragseingänge für langlebige Güter aus, woraus Ulrich Wortberg von der Helaba folgerte, dass dies der Notenbank in die Hände spielt, die es mit weiteren Zinssenkungen nicht eilig habe. «Die Zinssenkungserwartungen dürften aber kaum gedämpft werden», ergänzte er, weil die zeitgleich veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich gestiegen waren.
Die Geschäftszahlen helfen den 2025 bislang schwach gelaufenen Aktien von Nvidia am Donnerstag vorbörslich um zwei Prozent nach oben. Für eine überschwängliche Reaktion, wie sie Anleger in den Jahren zuvor gewohnt waren, reichte es damit aber nicht. Nvidia muss mit starken Zahlen immer wieder die Rally rechtfertigen, die im September 2022 losgetreten wurde. Seitdem sind die Aktien in der Spitze das vierzehnfache Wert gewesen.
Laut dem UBS-Experten Timothy Arcuri sind die Nvidia-Resultate gut genug, damit sich die KI-Debatte weiter in eine positive Richtung bewegt. Neben den Zahlen übertraf auch die Prognose für das laufende Quartal die Erwartungen. Zuletzt hatte der chinesische Anbieter Deepseek noch Bedenken angeheizt, dass effizientere KI-Lösungen mit weniger Rechenleistung klarkommen. Laut dem UBS-Experten Haefele untermauern die Ergebnisse weitere Wachstumschancen.
Die Berichtssaison machte auch über Nvidia hinaus Schlagzeilen. Aus dem Dow fielen die Aktien des Softwarekonzerns Salesforce vorbörslich um 2,2 Prozent, weil dieser mit seinem Ausblick nicht ganz die Erwartungen erfüllte - und damit Hoffnungen auf einen Umsatzschub durch KI-Produkte dämpfte.
Besser sah es in der Softwarebranche bei Snowflake aus, wie der vorbörsliche Kurssprung um 12 Prozent zeigt. Der Cloud-Spezialist überzeugte gleichzeitig mit seinen Zahlen und dem Umsatzausblick. Brent Thill vom Analysehaus Jefferies schrieb, das Quartal sei solide und der Ausblick bis 2026 besser als gedacht.
Erholung um etwa fünf Prozent war angesagt bei Applovin - einer Aktie, die im vergangenen Jahr zum neuen Star unter den Tech-Werten avanciert war. Seit dem Rekord von Mitte Februar war der Kurs um bis zu 45 Prozent eingebrochen, wozu wohl auch Vorwürfe von Leerverkäufern beigetragen hatten. James Heaney sieht in dem Kursrutsch am Donnerstag jedoch eine Kaufgelegenheit.
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14:30
Die Aussicht auf einen möglichen Finanzierungsstopp für den Vogelgrippe-Impfstoff von Moderna drückt die Aktie. Die Titel des Pharmakonzerns aus Massachusetts rutschen vor US-Handelsstart um gut vier Prozent ab.
Die US-Gesundheitsbehörden überprüften die 590-Millionen-Dollar-Subvention, die Moderna im Januar für die Entwicklung des Impfstoffs gewährt worden war, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die Überprüfung sei Teil eines breiteren Vorstosses der US-Regierung, die Ausgaben für alle mRNA-Impfstoffe unter die Lupe zu nehmen.
«Während es von entscheidender Bedeutung ist, dass das US-Gesundheitsministerium die Pandemievorsorge unterstützt, haben vier Jahre gescheiterter Aufsicht unter der Biden-Regierung es notwendig gemacht, die bestehenden Vereinbarungen zu überprüfen», erklärte ein Sprecher des Ministeriums. Die USA würden trotzdem bis zu einer Milliarde Dollar investieren, um die Verbreitung der Vogelgrippe zu bekämpfen, sagte US-Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins am Mittwoch.
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13:30
Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag leicht nachgegeben. Die Schwäche der Auto- und der Technologiewerte belastete etwas. Der EuroStoxx 50 verlor gegen Mittag 0,7 Prozent auf 5'489,37 Punkte.
Trotz der leichten Verluste sprach Marktexperte Andreas Lipkow von einem gelassenen Markt: «Das aussenpolitische Gerumpel der USA gegen Europa zeigt noch keine grossen Trefferwirkungen im europäischen Handel.» Die Investoren warteten auf weitere Details und liessen sich nicht aus der Ruhe bringen, dennoch bleibe das Thema Zölle «ein potenzieller Show-Stopper» und sollte nicht unterschätzt werden.
Die Zollankündigung von US-Präsidenten Donald Trump hinterliess bei den Autowerten allerdings bereits merkliche Spuren. Trump hatte Zölle in Höhe von 25 Prozent für Einfuhren aus der Europäischen Union angekündigt - «für Autos und alle anderen Dinge». Die offizielle Bekanntgabe soll sehr bald folgen.
Ferrari will unterdessen einen kleinen Teil der vom Grossaktionär Exor angebotenen Aktien des Sportwagenspezialisten übernehmen. Im Rahmen des mehrjährigen Akteinrückkaufprogramms wolle man bis zu zehn Prozent des Angebots für höchsten 300 Millionen Euro erwerben. Zuvor hatte das Investmentvehikel der Familie Agnelli mitgeteilt, sieben Millionen Ferrari-Aktien entsprechend einem Anteil von vier Prozent am Markt anbieten zu wollen. Die Aktie von Ferrari gab deutlich nach.
Die Technologietitel litten unter den Vorgaben von Nvidia . Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets verwies auf den «etwas zurückhaltenden Ausblick» des US-Halbleiterkonzerns, der die starken Zahlen ein wenig überlagert habe.
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13:00
Die Futures für die US-Aktienmärkte liegen vor dem Start im Plus
Die Schweizer Börse notiert gemessen am SMI 0,36 Prozent tiefer.
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12:10
Die Aktien von DocMorris verlieren zum Mittag 9,1 Prozent. Ein Urteil des europäischen Gerichtshofs zu Werbeaktionen für verschreibungspflichtige Medikamente ist zu Ungunsten der Versandapotheke ausgefallen.
Im bisherigen Jahresverlauf haben die Titel knapp 14 Prozent zugelegt, im gesamten Vorjahr allerdings satte 73 Prozent verloren. Mehr dazu hier.
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11:55
Am SMI bleibt bis zum Mittag die psychologisch wichtige Marke von 13'000 Punkten hart umkämpft. Die Anleger seien aus Sorge vor einem Handelskrieg verunsichert und verhielten sich entsprechend vorsichtig, heisst es am Markt.
Daher beschäftigten sich die Marktteilnehmer vor allem mit der Flut an Ergebnissen hiesiger Unternehmen. Darunter gibt es Licht und Schatten, wie es heisst. Im Fokus steht der Rückversicherer Swiss Re. Marktbewegende Konjunkturdaten stehen im weiteren Tagesverlauf noch mit den US-Auftragseingängen und den wöchentlichen Arbeitsmarktdaten auf der Agenda. Derweil ist die Schweizer Wirtschaft im vierten Quartal etwas stärker als erwartet gewachsen. Dabei sei ein Wermutstropfen, dass sich das Wachstum in der Industrie weiterhin auf die chemische-pharmazeutische Industrie konzentriere. Der Branchenverband Swissmem blickt denn auch nach einem weiteren enttäuschenden Jahr vor allem wegen der Zoll-Drohungen wenig positiv nach vorne.
Im Fokus stehen Swiss Re (+1,9 Prozent). Der Rückversicherer setzt den Aufwärtstrend vom Vortag unterstützt von einem sehr guten Ergebnis fort. Am Mittwoch hatte bereits der Marktführer Münchener Rück der Swiss Re-Aktie mit erfreulichen Zahlen Auftrieb verliehen. Und nun doppelt Swiss Re neben einem starken Ergebnis auch mit einer «generösen» Dividendenerhöhung nach. Dass die Aktien nicht noch stärker anziehen, dürfte an dem Vortagesplus von mehr als 3 Prozent liegen, heisst es am Markt.
Ebenfalls fester sind Novartis (+0,4 Prozent). Der zweitgrösste Novartis-Aktionär, die Sandoz-Familienstiftung, hatte am Vortag 26,5 Millionen Aktien verkauft. Dies belastete zwar den Kurs, werde nun im Markt aber als günstige Einstiegschance gewertet. Der Genussschein vom Rivalen Roche gewinnt 0,1 Prozent auf 300,10 Franken und notiert erstmals seit Dezember 2022 wieder über 300 Franken. Die Aktien von Julius Bär, Swisscom, SIG, Zurich und Sonova gewinnen zwischen 0,6 und 0,2 Prozent hinzu.
Die grössten Verluste wiederum gibt es für Adecco (-3,9 Prozent). Am Markt ist von Gewinnmitnahmen die Rede, nachdem der Titel des Personalvermittlers am Vortag nach Bilanzvorlage einen Kurssprung von 12 Prozent hingelegt hatte.
Schwächer sind auch die Papiere des Logistikers Kühne + Nagel (-2,4 Prozent), was Händler mit dem drohenden Handelskrieg in Verbindung bringen. Auch der Technologiewert VAT (-2,1 Prozent), die Aktien der Grossbank UBS (-1,6 Prozent), die von Straumann (-1,1 Prozent) und Alcon (-1,2 Prozent) stehen unter Druck. Auch bei Alcon dürfte es sich wohl um Gewinnmitnahmen handeln, heisst es.
Auf den hinteren Rängen fallen Clariant (-1,4 Prozent) auf. Der Chemiekonzern sieht sich mit einer Schadensersatzklage des Energiekonzerns TotalEnergies im Zusammenhang mit Verstössen gegen das Wettbewerbsrecht auf dem Ethylen-Einkaufsmarkt konfrontiert.
Die Aktien von Orior brechen nach Kassierung der Prognose um ein Viertel ein. DocMorris (-9,6 Prozent) stehen nach einem gegen das Unternehmen gefallenen Gerichtsurteil unter Druck. Auch für Bachem (-3,1 Prozent) und Bossard (-1,0 Prozent) geht es nach Zahlen abwärts. Sulzer (+8,3 Prozent) ziehen dagegen nach Zahlen an.
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10:50
Mehr dazu hier.
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10:45
Die Preisausschläge hielten sich in Grenzen. Die Ankündigung von US-Importzöllen am Mittwochabend hatten die Ölpreise am Mittwoch kaum bewegt. US-Präsident Donald Trump will Zölle in Höhe von 25 Prozent für Einfuhren aus der Europäischen Union erheben - «für Autos und alle anderen Dinge». Die offizielle Bekanntgabe soll sehr bald folgen. Höhere Zölle können das Wirtschaftswachstum belasten und damit auch die Ölnachfrage. Es ist aber noch unklar, ob und in welchem Umfang die Zölle umgesetzt werden.
Die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zu den Rohöllagerbeständen hatten die Preise kaum bewegt. Die Rohölvorräte waren in der vergangenen Woche unerwartet gefallen.
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10:15
Der US-Dollar hat über Nacht auf den Donnerstag sowohl zum Euro als auch zu Franken zugelegt. Damit hat der Dollar seine Verluste vom Vortag, als die neuerlichen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen die Europäische Union den Greenback vorübergehend geschwächt hatten, wieder wettgemacht.
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10:00
Der deutsche Leitindex DAX sank im frühen Handel um 0,89 Prozent auf 22'590 Punkte. Tags zuvor hatte er sich seinem Rekord aus der Vorwoche von 22'935 Punkten zeitweise bis auf gut 100 Punkte genähert.
Für den jüngst besonders starken MDax der mittelgrossen Unternehmen ging es am Donnerstag um 0,69 Prozent auf 28'424 Punkte nach unten. Der EuroStoxx 50 verlor rund 0,9 Prozent.
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09:10
Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) startet am Donnerstag etwas schwächer in den Handelstag mit 0,5 Prozent bei 12'974 Punkten. Die Anleger seien verunsichert über die neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump und würden aus Sorge vor einem Handelskrieg wohl vorsichtig agieren, heisst es am Markt. Angesichts der grossen Flut an Unternehmensergebnissen dürfte das Geschäft aber trotzdem aktiv sein.
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08:20
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
- Orior: ZKB senkt auf Untergewichten (Übergewichten)
- Geberit: ODDO BHF SCA erhöht auf 555 (538) Fr. – Neutral
- Logitech: Deutsche Bank erhöht auf 85 (80) Fr. – Hold
- Swiss Re: Octavian erhöht auf 158 (135) Fr. - Buy
- Siegfried: Stifel erhöht auf Hold (Sell) - Ziel 975 (900) Fr.
- Alcon: Jefferies erhöht auf 110 (100) USD – Buy
- EFG International: UBS erhöht auf 15,80 (14,10) Fr. – Buy
- Dormakaba: Julius Bär erhöht auf 690 (650) Fr. – Hold
- Sika: Berenberg erhöht auf 301 (290) Fr. – Buy
- ABB: Jefferies erhöht auf 53 (52) Fr. – Hold
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08:10
Der SMI liegt im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,11 Prozent im Minus. Alle SMI-Titel sind tiefer, einzig Swiss Re legt nach Veröffentlichung der Geschäftszahlen 0,85 Prozent zu.
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07:18
Der Dax wird am Donnerstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge niedriger starten.
Am Mittwoch hatte er 1,7 Prozent fester bei 22.794 Punkten geschlossen. Für gute Stimmung an den Börsen in Europa sorgte die Hoffnung auf konjunkturstützende Massnahmen in Deutschland. Die Wall Street fand keine einheitliche Richtung. Nach US-Börsenschluss veröffentlichte Nvidia Geschäftszahlen. Der Verkaufserfolg des neuen Spitzenprozessors für Künstliche Intelligenz (KI) bescherte dem Halbleiter-Hersteller den siebten Rekord-Quartalsumsatz in Folge.
In den Fokus dürfte im Tagesverlauf die Europäische Zentralbank (EZB) rücken, die die Protokolle ihrer Zinssitzung von Ende Januar veröffentlicht. Experten erhoffen sich von dem Einblick in die internen Diskussionen der Währungshüter Aufschluss über den Zinskurs. Ausserdem legt die EZB eine Woche vor ihrem nächsten Zinsentscheid wichtige Kennzahlen zur Kreditvergabe vor. In den USA stehen die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal an.
Die US-Wirtschaft dürfte vor dem Jahreswechsel ihr Wachstumstempo verringert haben. Auf Unternehmensseite in Deutschland stehen die Geschäftsberichte des Rüstungszulieferers Hensoldt und des Konsumgüterkonzerns Beiersdorf auf der Agenda.
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,19 Prozent tiefer bei 13'051 Punkten.
Am Donnerstag werden die Geschäftszahlen mehrerer Schweizer Unternehmen erwartet: Unter anderem werden Swiss Re, Meier Tobler, Sulzer ihre Ergebnisse fürs 2024 vorlegen.
Weiter wird das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) die BIP-Zahlen für das vierte Quartal 2024 kommunizieren.
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04:55
Die japanische Börse hat sich am Donnerstagmittag nur wenig verändert gezeigt. In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fast unverändert bei 38'169,66 Punkten, während der breiter gefasste Topix 0,5 Prozent höher notierte bei 2'729,38 Zählern. Die Börse Shanghai verlor 0,4 Prozent auf 3366,45 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,2 Prozent auf 3950,66 Punkte.
In Tokio blieben die Gewinne begrenzt, da der Chiphersteller Advantest trotz einer starken Wachstumsprognose seines Kunden Nvidia nachgab. «Nvidia meldete solide Ergebnisse, aber der Markt war nicht überglücklich», sagte Yusuke Sakai, Händler bei T&D Asset Management. «Wenn der Markt dem Ergebnis von Nvidia positiver gegenübergestanden hätte, hätten die US-Aktienfutures steigen können. Ihre gedämpften Bewegungen belasteten die japanischen Aktien.»
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04:00
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03:30
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01:00
Der Verkaufserfolg des neuen Spitzenprozessors für Künstliche Intelligenz (KI) hat Nvidia den siebten Rekord-Quartalsumsatz in Folge beschert.
Die Aktien legten im nachbörslichen Handel rund 2 Prozent zu.
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23:55
Die Ankündigung von Importzöllen durch US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch die Investoren erneut verunsichert. Der Leitindex Dow Jones Industrial , der anfangs zulegen konnte, drehte ins Minus und fiel zum Handelsschluss um 0,43 Prozent auf 43'433 Punkte. Anleger mieden Risiken und kauften stattdessen als sicher geltende US-Staatsanleihen. Der Kurs zehnjähriger Papiere erreichte den höchsten Stand seit Mitte Dezember.
Trump hat Zölle in Höhe von 25 Prozent für Einfuhren aus der Europäischen Union in Aussicht gestellt. «Wir haben eine Entscheidung getroffen. Wir werden sie sehr bald bekannt geben», sagte Trump während einer Kabinettssitzung. Dann schob er nach: «Es werden 25 Prozent sein, allgemein gesprochen, und zwar für Autos und alle anderen Dinge.»
Der marktbreite S&P 500 schloss 0,01 Prozent höher bei 5'956 Zählern. Er war am Montag unter die Marke von 6'000 Punkten gefallen. Der zuletzt schwache Nasdaq 100 ging 0,22 Prozent höher bei 21'133 Punkten aus dem Handel.
Daneben richtet sich das Interesse an den US-Börsen vor allem auf die Quartalsbilanz und Prognosen von Nvidia . Sie dürften entscheidend dafür sein, ob das Thema Künstliche Intelligenz seinen Status als Antreiber an den US-Börsen zurückgewinnen kann. Bis auf Meta haben die sogenannten Glorreichen Sieben, Aktienschwergewichte aus der Tech-Welt, in diesem Jahr alle Kursverluste vorzuweisen. Nvidia erholten sich am Mittwoch mit plus 3,7 Prozent etwas von dem jüngsten Kursrutsch.
Die Zahlen und der Ausblick des KI-Champions hätten das Potenzial, «den gesamten Markt in Wallung zu bringen», schrieben die Experten von Index-Radar. Das nicht zuletzt angesichts einer hohen Gewichtung der Aktie in den Indizes. «Die ehemals unerschütterlichen Tech-Giganten senden Ermüdungssignale», hiess es weiter, auch mit Blick auf die zuletzt besonders stark abgerutschten Tesla -Aktien. Diese rutschten am Mittwoch um 4 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang November.
Neben Nvidia machten einige Technologiewerte positiv auf sich aufmerksam. So stiegen Aktien des Cloud-Software-Spezialisten Workday um 6,2 Prozent nach starken Quartalszahlen. Dies galt auch bei dem Datensoftware-Anbieter Zoominfo , dessen Kurs sogar um 23 Prozent nach oben schnellte. Aktien des Software-Entwicklers Intuit zogen nach guten Zahlen um 12,6 Prozent an.
Der Kurs von Super Micro sprang um 12,2 Prozent nach oben. Das Unternehmen war 2024 erst als KI-Gewinner gefeiert worden, sah sich dann aber Vorwürfen hinsichtlich der Geschäftsführung ausgesetzt. Wie es nun hiess, wurden erforderliche Finanzberichte noch fristgemäss bei der Börsenaufsicht SEC eingereicht. Am Markt sorgte das für Erleichterung, da ein drohender Ausschluss von der Nasdaq-Börse womöglich vermieden werden kann.
Abseits der Tech-Werte gewannen die Aktien von General Motors 3,8 Prozent. Der Autobauer plant, die Rückkäufe eigener Aktien auszuweiten und gleichzeitig seine Dividende zu erhöhen. Damit will das Unternehmen Investoren bei Laune halten.
(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)