Nach der Publikation der Jahresergebnisse erreichen die Aktien von Alcon ein Rekordhoch. Seit Jahresbeginn haben die Aktien +7,6 Prozent zugelegt.

Zwar konnten die Titel den Intraday-Rekord vom Mittwoch mit 87 Franken nicht halten und setzen am heutigen Donnerstag den Abwärtsgang fort. Kurz nach Börsenstart verlieren die Valoren zeitweise etwa 1,8 Prozent auf unter 83 Franken. Doch gemäss Analysten haben die Aktien des Augenheilspezialisten weiterhin enormes Potenzial. 

JPMorgan erhöht das Kursziel für Alcon auf 94,70 von 79,60 Franken. Das implizite Gewinnpotenzial beträgt damit etwa 14 Prozent. Das Rating lautet weiterhin «Overweight». 

Die Guidance des Augenheilspezialisten für 2025 deutet auf eine Abwärtskorrektur der Konsenserwartungen hin, was angesichts der bereits hohen Bewertung den Aktienkurs belasten sollte, schreibt der zuständige Analyst. Allerdings ist die Guidance nicht so schwach ausgefallen wie im Vorfeld befürchtet, was wohl dazu geführt hat, dass sich die Nervosität bei den Anlegern gelegt hat. Die Kurszielerhöhung begründet der Analyst derweil mit der Verschiebung seines Bewertungshorizonts bis Mitte 2026 sowie mit einer günstigeren Branchenbewertung.

Das Augenmerk verlagert sich laut dem Experten nun auf den Kapitalmarkttag vom 27. März. Dort wird ein Update zu zahlreichen Wachstumstreibern erwartet. 

Im Gegensatz zu JPMorgan sieht die US-Investmentbank Jefferies noch ein noch etwas höheres Kurspotenzial. Der zuständige Analyst erhöht das Kursziel für Alcon von 100 Dollar auf 110 Dollar angepasst. Das entspricht etwa 99 Franken beim aktuellen Devisenkurs. Die Einstufung belässt die US-Investmentbank ebenfalls auf «Buy». 

Für den Jefferies-Experten sind die Ergebnisse zum vierten Quartal hingegen gemischt ausgefallen. So hat der Umsatz in etwa den Erwartungen entsprochen, während der Gewinn je Aktie (EPS) übertroffen wurde. Deshalb passt er nun seine Umsatz- und EPS-Prognosen an und berücksichtigt damit die Guidance des Unternehmens für das laufende Geschäftsjahr.

Mit diesen Prognosen liegen die beiden US-Finanzinstitute etwas über dem Marktkonsens. Im Durchschnitt wird ein Kursziel von knapp 91 Franken angepeilt. Der Experte mit den höchsten Kursziel sieht die Aktien in den nächsten zwölf Monaten auf 106 Franken ansteigen, die negativste Schätzung wird von BNP Paribas bei 80 Franken gesetzt.

Trotz der grossen Bandbreite gibt es fast ausschliesslich Kaufempfehlungen. Nur zwei der 17 Analysten sind mit einem «Halten» etwas vorsichtiger.

(cash/AWP)