In Amerika sind im Februar trotz des harten Winters weniger Stellen weggefallen als befürchtet.

Der Leitindex SMI schloss darauf um 0,6 Prozent höher mit 6848 Punkten. Das ist der höchste Stand seit 18 Monaten. Der breite SPI gewann ebenfalls 0,6 Prozent auf 5950 Zähler.

Schwergewicht Nestlé bremste mit einem Kursverlust von 1,8 Prozent den Anstieg des Marktes merklich. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, nachdem sich die Aktien des Lebensmittelriesen zuletzt sehr gut entwickelt hatten. «Nestlé waren lange Zeit das Zugpferd», sagte einer.

Gute Nachfrage nach Banken-Titel

Unterstützung kam hingegen von den beiden Pharmaschwergewichten Novartis und Roche, die nach anfänglichen Verlusten leicht ins Plus vorstiessen.

Von guter Nachfrage sprachen Händler bei den Bankaktien. «Es gibt einige US-Brokerhäuser, die die Banken favorisieren», sagte Börsianer. Es werde darauf spekuliert, dass die Regulierungspläne von US-Präsident Barack Obama nicht oder nur in abgeschwächter Form umgesetzt werden.

Die UBS-Aktien schnellten um 3,7 Prozent hoch. Praktisch keinen Einfluss auf die Kursentwicklung hatte Händlern zufolge, dass der Staatsfonds GIC aus Singapurer seine Wandelanleihe in Aktien umgetauscht hat und nun 6,6 Prozent an UBS hält. GIC dürfte auf dem aktuellen Kursniveau wohl kaum Titel abstossen. Der Staatsfonds hat mit seinem Engagement bei der Schweizer Grossbank einen Wertverlust von rund fünf Milliarden Dollar eingefahren.

Credit Suisse gewannen 3,5 Prozent und Vontobel rückten zwei Prozent vor.

Holcim konnte kräftig zulegen

Bellevue Group zogen weitere drei Prozent an. Den kräftigen Anstieg der letzten Tage erklären sich Händler mit der hohen Dividendenrendite und Übernahmespekulationen.

Die Aktien zyklischer Firmen nahmen im späteren Verlauf dank des zunehmenden Konjunkturoptimismus Fahrt auf. Holcim stiegen um 3,3 Prozent und holten damit einen Teil der Kurseinbusse auf, die die Titel seit der Ergebnisveröffentlichung am Mittwoch verzeichnet hatten.

Die Logitech-Aktien wurden um 2,3 Prozent höher gehandelt. Die Aktionäre des Computerzubehör-Herstellers haben einen weiteren Aktienrückkauf mit einem Volumen von 250 Millionen Dollar genehmigt.

(Reuters)