«Alle wollen ein iPhone», sagt Orange-Schweiz-Sprecherin Therese Wenger. Die Nachfrage sei riesig. Zwar zurückhaltender in der Formulierung aber nicht weniger euphorisch gibt sich Konkurrentin Swisscom: «Wir sind mit den Verkäufen sehr zufrieden», sagt Sprecher Olaf Schulze.
Bereits im Juni prognostizierte cash für das Gesamtjahr einen Absatz von 500'000 iPhones. Das sei sehr ambitioniert, kommentierten damals die Netzanbieter. Jetzt ist aber klar: Die Marke von einer halben Million Geräte wurde bereits vor Wochen geknackt.
Amerikaner, Russen und Chinesen lieben es
Während Orange knapp 150'000 iPhones abgesetzt hat, sind es bei Swisscom schon fast 400'000. Offiziell bestätigen wollen die Konzerne diese Zahlen nicht. Aus Wettbewerbsgründen.
Zu den über 500'000 iPhones von Swisscom und Orange kommen über 20'000 weitere von Sunrise hinzu. Bis Ende 2009 werden hierzulande also schon 600'000 Personen ein Apple-Mobiltelefon besitzen. Damit ist die Schweiz das iPhone-Land schlechthin: In keinem anderen Staat sind im Verhältnis zur Bevölkerung so viele mobile Alleskönner in Betrieb.
Der iPhone-Meter, eine digitale Weltkarte, welche die Verbreitung der Alleskönner in «Echtzeit» darstellt, gibt für die Schweiz erst 336'000 verkaufte Geräte an. Die Differenz erklärt sich mit veralteten beziehungsweise ungenauen Angaben auf iPhone-Meter. Weltweit an der Spitze steht die USA mit über 17,7 Millionen, gefolgt von Grossbritannien (1,65 Millionen), Russland (1,45 Millionen) und China (765'000).
Eine Milliarde Umsatz mit Smartphones
Neben Apples iPhone haben es die anderen Smartphones in der Schweiz schwer. Gut verkaufen sich einzig noch das HTC Touch Pro2, BlackBerry-Modelle, das Samsung Galaxy i7500 und das Nokia N97. Die iPhone-Konkurrenten kommen bei den Smartphones zusammen aber nicht mal mehr auf einen Marktanteil von 50 Prozent.
Alleine mit den über 1 Million Smartphones, die Ende dieses Jahres im Umlauf sein werden, machten die Netzbetreiber Swisscom, Orange und Sunrise sowie Verkäufer wie Mobilezone nur schon mit dem Verkauf einen Umsatz von 1 Milliarde Franken. Das iPhone bescherte Einnahmen von rund 500 Millionen Franken. Ein stattliches Weihnachtsgeschenk.
ShortNews
delicious