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Archiv für die Kategorie ‘Software’

Fernheilung dank LogMeIn

15.07.2008 von Peter Wolf

Wer jemals versucht hat, einem ungeübten Anwender telefonischen Computersupport zu geben, weiss wie frustrierend das ist.
Ein “Lies mir mal vor, was auf dem Bildschirm steht” führt in der Regel dazu, dass man jedes einzelne Wort auf dem Screen vorgelesen bekommt. Plus den Inhalt willkürlich aufploppender Fenster von Antivirenprogrammen und Ähnlichem. Und natürlich führen konkrete Fragen nach Konfigurationen oder Settings zu nichts.
Also muss man sich am Telefon Schritt für Schritt mit dem Hilfesuchenden durch das entsprechende Programm durchtasten, bis man zur Stelle mit dem Stolperstein gelangt. Und kommt sich dabei vor wie ein Trockenschwimmer beim Blindschach.

So erging es mir dieses Wochenende, als mich meine Mutter wegen Mailproblemen auf ihrem Computer anrief. Eine Weile lang gings ja noch gut mit Raten, wo die verschiedenen Einstellungen vorzunehmen sind und wie sie heissen mögen. Dann aber musste ich selber den Computer aufstarten, das entsprechende Mailprogramm herunterladen und installieren, bevor ich weitere Anweisungen geben konnte.

Zum Glück hatte ich grad den neuen Compaq Laptop im Test, dessen eingebauter Internetzugang über Swisscoms HSPA-Mobilfunknetz sogar unterwegs solchen Support möglich macht. Irgendwann aber reichte die Kraft des gesprochenen Wortes nicht mehr aus: Ich musste sehen, was da auf dem anderen Bildschirm nicht klappen wollte. Und siehe da: Ich schaffte es, meine Mutter durch die Installation einer entsprechenden Software zu lotsen.

Was mit dem MSN Messenger nie geklappt hat, das schaffte LogMeIn.

Man eröffnet selber ein kostenloses Testkonto, klickt kurz auf den zugemailten Link, lädt die Software herunter und dirigiert dann die Hilfesuchende Person auf www.logmein.com, lässt sie mit dem selben Konto einloggen, auf Produkte, LogMeIn Free gehen, auf “Jetzt herunterladen” klicken, die Software sich installieren lassen und ein Passwort eingeben. Dann kann man sich damit auf dem fremden PC anmelden und mit der Maus dessen Maus steuern. Das ging übers HSPA-Netz hervorragend und das Problem konnte gelöst werden.

Der Service kostet nach dem Test ein bisschen - aber das lohnt sich allemal.

Kamerahandys am Konzert

30.03.2007 von Peter Wolf

In den Achtzigerjahren hat mir ein aggressiver Roadie an einem Prince-Konzert ja noch den Film aus der Kamera gerissen, als er merkte, dass ich heimlich fotografiere.

Heute wär das eine Sysiphus-Arbeit, denn fast jeder Konzertbesucher hat heutzutage ein fotofähiges Handy dabei und setzt es auch ein, wie ein Blick von hinten im Zuschauerraum des Hallenstadions auf die Bühne zeigt (auf der im Moment grad Bryan Adams performt).

Kleine Handykunde für Bühnenkünstler:

Halten Zuschauer ein Handy in die Luft und Du siehst nur ein dunkles Etwas, dann nehmen sie die Musiker auf.

Siehst Du den Display, dann nehmen sie die Musik auf.

Bootleggen einfach gemacht (in den Achtzigern hiess es noch “Hometaping is killing Music”, wenn die Musikindustrie heute nur solche Problemchen hätte, könnte sie weiterhin saturiert vor sich hin dümpeln).

(Dass dieses Bild hier erscheint, ist Kollege Johannes B. zu verdanken - ich habe mein Kamerahandy aufgrund früherer schlechter Erfahrungen pflichtschuldig zuhause vergessen. Nein Quatsch: bei meinem Nokia N80 war der Akku leer…)

Bryan Adams selber scheint übrigens kein Problem damit zu haben, dass an seinem Konzert fotografiert wird: Er nahm mehrfach Kameras oder Handycams seiner Fans und fotografierte sich zusammen mit ihnen. Eine sympathische Geste. Und clever obendrein: Sowas loyalisiert die Fans und sorgt dafür, dass sie auch nächstes Mal wieder kommen.

Ich hätte ja nicht gedacht, dass Bryan Adams heute noch das Hallenstadion füllen kann - aber so ist es. Hut ab, Kompliment! Er macht auch alles richtig, gibt den Leuten High fives, wenn er von der hinteren zur vorderen Bühne schreitet. Er gibt dem Girl, das zu ihm auf die Bühne durfte (und ein begeisterndes Duett mit ihm sang) und dessen vier Freunden T-Shirts und Backstage-Pässe. So verankert er seinen Brand und verkauft sicherlich mehr T-Shirts, als wenn er vor dem Konzert einen Werbespot dafür hätte laufen lassen.

Die Zugabe gab er dann wieder auf der kleinen Bühne mitten im Zuschauerraum:

Und weils noch Platz hatte, holte er sich zum Abfeiern noch 20 Fans auf die Bühne:

Lotus setzt auf soziale Software

01.02.2007 von Peter Wolf

E-Mails und Anrufe sind out, Instant Messages in. Web-2.0­ Applikationen erobern den Büroalltag und machen endlich den Telefonbeantworter überflüssig.

Bei IBM wird intern schon länger so kommuniziert. David Marshak, Senior Product Manager Realtime Collaboration, nannte mir zwei Zahlen: 5 Millionen und Null.

- Firmenintern 5 Millionen Chat Messages pro Tag
- Auf seiner Inbox keine einzige Voicemail

Das ist ja traumhaft!

An der Lotusphere 2007 in Orlando zeigte Lotus vor 7000 Teilnehmern ihre neusten Produkte.

Was wir zu Hause und privat schon lange nutzen, soll nun auch im Geschäft möglich sein. Alles aus einer Hand, ohne Programmwechsel bedienbar und sicher.

Instant Messages, Blogs, Wikis, Internettelefonie und Videochats gehören für viele Angestellte längst zum Alltag – aber erst nach Feierabend. Geschäftlich wurden Social Software und Web-2.0-Applikationen bis jetzt kaum eingesetzt. Einerseits, weil sie selten sicher waren (viele Angebote im Web befinden sich immer noch im Beta-Stadium, sodass man sich zudem nicht mal auf ihre jederzeitige Verfügbarkeit verlassen kann). Anderer­seits, weil die einzelnen Elemente nirgendwo integriert sind und man dauernd von einer Anwendung zur nächsten wechseln muss.

Lotus hat mit seinen 20 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Zusammenarbeits­ Software nun einen grossen Schritt getan: Lotus Connections ist die erste gewerbliche Plattform, die Social Computing ermöglicht. Dank Profiles, ei­nem Onlineverzeichnis aller Mitarbeiter, weiss man immer, mit wem man es zu tun hat, wo die Person sitzt und ob sie grad ansprechbar ist (sogar eine Hilfe zur Aus­sprache von Namen wird geboten).

In den Communities findet man Projekt­mitarbeiter, mit Blogs und Wikis werden Erfahrungen ausgetauscht und fest­gehalten, kommuniziert wird mit Instant Messaging, Video Messaging oder dem Is-Phone der Schweizer Firma Iscoord AG, einer kompletten Voice-over-IP-­Integration, für deren Vorgängerversion sie bereits letztes Jahr mit dem Best in Show­case Award ausgezeichnet wurde:

Dogear schliesslich (der englische Ausdruck für unsere «Eselsohren») erlaubt es, interessante Bookmarks mit anderen zu teilen. Und all das in der gewohnten Arbeitsumgebung

Lotus Connections wird im Laufe dieses Jahres erscheinen.


Mike Rhodin, General Manager IBM Lotus, bei seiner Rede.

PDF des Artikels zum Herunterladen

Folter statt Folder?

30.10.2006 von Peter Wolf

Ich verkneife mir jetzt Bemerkungen, aber irgendwie stimmt es schon nachdenklich, dass mein Outlook das Wort “Folder” nicht kennt (ja, ich weiss: ist ein englisches Wort, wenngleich eigentlich schon ziemlich Denglisch und eingebürgert) und stattdessen was vorschlägt?

Folter

Kochbuch zur Apple-Bildverarbeitung

06.09.2006 von Peter Wolf

Knackig, kurz, Klaus Zellweger: Mac-Kenner Zellweger schreibt wieder, und zwar über iPhoto, das in iLife 06 enthalten ist.

In seinem “iPhoto 6 Kochbuch” verrät er Tricks, erklärt den richtigen Umgang mit dem Programm und erzählt von eigenen Erfahrungen.

Zellwegers lockerer Schreibstil hat mich schon in den Achtziger Jahren so gut unterhalten, dass ich Texte von ihm gelesen habe, obwohl mich das Thema eigentlich gar nicht interessierte.In diesem Sinne könnte man das Buch auch Leuten empfehlen, die gar keinen Mac haben.

Obwohl..: Vielleicht sollten Windows-Benutzer doch noch bis zum 5. Oktober warten, dann erscheint sein “Windows für Mac-User“.

Das iPhoto 6 Kochbuch, 128 Seiten, 30 Franken.
Windows für Mac-User, 160 Seiten, 38 Franken.
www.midas.ch

Gedankensammler

07.06.2006 von Peter Wolf

Wer plant, organisiert oder Ideen festhält, verliert oft vor lauter Notizzetteln den Überblick. Und schreibt man einfach alles untereinander auf, ists auch nicht viel besser.

Eine Technik, um die Gedanken zu ordnen, heisst «Mind Mapping». Ich habe schon Leute an Konferenzen gesehen, die dies mit einer Handvoll Buntstiften und Papier versuchten. Aber das führt in der Regel bloss zu einem vollgekritzelten Tisch, weil sich nie vorhersagen lässt, in welche Richtung so etwas wuchern wird.

Hier hilft Software. Besonders auf einem Tablet-PC ist das Arbeiten mit Mindjets «MindManager» eine wahre Freude.

Alle Aktionen können mit dem Schreibstift gesteuert werden, und die Texterkennung wandelt anschliessend sogar mein Gekritzel mit hoher Treffergenauigkeit in weiterverarbeitbaren Text um.

Angenehmer Nebeneffekt: Im Handumdrehen generiert «MindManager» aus einer Mind-Map eine beeindruckende PowerPoint-Präsentation. Oder ein gestaltetes Word-Dokument. Nie wars einfacher, dank einiger Notizen während einer Sitzung ein anspruchsvolles Protokoll abzuliefern.

Mindjet MindManager 6, 309 Fr., gibts übrigens auch für Mac. mindjet.ch

Happy Birthday, Windows

20.11.2005 von Peter Wolf

Heute vor 20 Jahren lieferte Microsoft in den USA das erste Windows aus. Für die Maus war noch eine eigene Controllerkarte nötig. Der lesenswerte Artikel dazu bei heise.de.

DAU* plus MS Outlook

02.11.2005 von Peter Wolf

Wollen Sie etwas wirklich Törichtes tun, ohne dass Sie vom Computer gewarnt werden? Machen Sies wie ich:

1) Markieren Sie im Outlook den Ordner „Gesendete Objekte“.

2) Wählen Sie „Ansicht“ / „Anordnen nach“ / „Aktuelle Ansicht“ / und setzen Sie das Häkchen bei „Ungelesene Nachrichten in diesem Ordner“.

Das wars dann auch schon.

Und anschliessend nicht vergessen, sich zwei oder mehr Tage lang zu wundern, wo denn all die versendeten Mails geblieben sind.

Erst der versammelten Supporterschaft gelang es schliesslich, das Rätsel zu lösen.
Die gesendeten Mails waren ja nicht wirklich weg (schliesslich sah man sie via „Outlook Web Access“, der BlackBerry sah sie ebenfalls - bloss auf dem PC blieb der Ordner nach Klick darauf leer. Und das ist ja auch logisch: Im Ordner „Gesendete Objekte“ gibts ja per definitionem keine ungelesenen Nachrichten anzuzeigen.

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*DAU = Dümmster anzunehmender User