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Archiv für die Kategorie ‘Sicherheit’

Kamerahandys am Konzert

30.03.2007 von Peter Wolf

In den Achtzigerjahren hat mir ein aggressiver Roadie an einem Prince-Konzert ja noch den Film aus der Kamera gerissen, als er merkte, dass ich heimlich fotografiere.

Heute wär das eine Sysiphus-Arbeit, denn fast jeder Konzertbesucher hat heutzutage ein fotofähiges Handy dabei und setzt es auch ein, wie ein Blick von hinten im Zuschauerraum des Hallenstadions auf die Bühne zeigt (auf der im Moment grad Bryan Adams performt).

Kleine Handykunde für Bühnenkünstler:

Halten Zuschauer ein Handy in die Luft und Du siehst nur ein dunkles Etwas, dann nehmen sie die Musiker auf.

Siehst Du den Display, dann nehmen sie die Musik auf.

Bootleggen einfach gemacht (in den Achtzigern hiess es noch “Hometaping is killing Music”, wenn die Musikindustrie heute nur solche Problemchen hätte, könnte sie weiterhin saturiert vor sich hin dümpeln).

(Dass dieses Bild hier erscheint, ist Kollege Johannes B. zu verdanken - ich habe mein Kamerahandy aufgrund früherer schlechter Erfahrungen pflichtschuldig zuhause vergessen. Nein Quatsch: bei meinem Nokia N80 war der Akku leer…)

Bryan Adams selber scheint übrigens kein Problem damit zu haben, dass an seinem Konzert fotografiert wird: Er nahm mehrfach Kameras oder Handycams seiner Fans und fotografierte sich zusammen mit ihnen. Eine sympathische Geste. Und clever obendrein: Sowas loyalisiert die Fans und sorgt dafür, dass sie auch nächstes Mal wieder kommen.

Ich hätte ja nicht gedacht, dass Bryan Adams heute noch das Hallenstadion füllen kann - aber so ist es. Hut ab, Kompliment! Er macht auch alles richtig, gibt den Leuten High fives, wenn er von der hinteren zur vorderen Bühne schreitet. Er gibt dem Girl, das zu ihm auf die Bühne durfte (und ein begeisterndes Duett mit ihm sang) und dessen vier Freunden T-Shirts und Backstage-Pässe. So verankert er seinen Brand und verkauft sicherlich mehr T-Shirts, als wenn er vor dem Konzert einen Werbespot dafür hätte laufen lassen.

Die Zugabe gab er dann wieder auf der kleinen Bühne mitten im Zuschauerraum:

Und weils noch Platz hatte, holte er sich zum Abfeiern noch 20 Fans auf die Bühne:

Kleine Datenspeicher mit Tücken

30.10.2006 von Peter Wolf

USB-Sticks sind die modernen Disketten, wenngleich mit tausendfacher Kapazität. Sie sind nicht nur kleiner, sondern auch robuster. Ich habe schon pflotschnasse Exemplare aus der Waschmaschine geklaubt, auf denen nach dem Trocknen immer noch alle Daten darauf waren.

Wer das Glück nicht herausfordern will, kann sich auch eine trittfeste und wasserdichte Ausführung besorgen (Kingston DataTraveler Secure, 1 GB für 95 Franken).

Es ist immer gut, einen USB-Stick als Backup bei sich zu tragen. Notfalls kann man auch eine Präsentation direkt von diesem Däumling laufen lassen, wenn der mitgeführte Laptop mal streiken sollte. Auch Filme laufen flüssig vom Stick.

Dumm wirds nur, wenn man so einen Datenträger mal verliert und sensible Informationen darauf enthalten waren. Deshalb sollte man sie wenigstens schützen (auf vielen Produkten ist Verschlüsselungssoftware enthalten).

Einen Speicherstift zu verlieren ist ärgerlich, einen zu finden kann noch viel ärgerlicher sein: Eine US-Sicherheitsfirma schaffte es im Rahmen einer Untersuchung von Sicherheitslücken, in ein Firmennetz einzudringen, indem sie präparierte USB-Sticks auf dem Firmengelände «verlor». Ausnahmslos jeder Angestellte, der so einen Stick fand, steckte ihn in seinen Geschäfts-PC und schaute sich die Bilder an, die darauf enthalten waren. Während sich im Hintergrund der Softwareschädling breitmachte und den Computer ausspionierte.

Kingston DataTraveler Secure, 256-bit-AES-Hardware­ Verschlüsselung, bis 120 Zentimeter was­serdicht.
512 MB: 62 Franken, 1 GB: 95 Franken, 2 GB: 164 Franken, 4 GB: 372 Franken.

Endlich wieder zweihändig tippen!

03.05.2006 von Peter Wolf

Endlich kann ich wieder mit beiden Händen tippen (= doppelt so schnell oder doppelt so viel in der gleichen Zeit…)!

Gerade als sich meine Haltung dem Segway gegenüber zu verändern begann (leichte Verstimmung schlug langsam um in Verärgerung über die Unzulänglichkeiten eines total überhypten Geräts), verkündete mein Arzt, dass die linke Hand nun nicht mehr geschient sein muss (fleissige Blog-Leser erinnern sich: Ein durch ruckartiges Anfahren eines Segways verursachter Sturz führte bei mir vor fünf Wochen zu einer gehörigen Gehirnerschütterung und einem Bruch im linken Mittelhandknochen.)

Also wenn ich der Schweizer Importeur dieses immer noch auf seine Strassenzulassung wartenden Gefährts wäre, dann würde ich mir den fehlbahren fahrbaren Untersatz besorgen, ihn eingehend untersuchen und inständig hoffen, dass er ein Montagsfabrikat ist. Und nicht etwa, dass so was prinzipiell jedem widerfahren kann, der sich drauf stellt…