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Archiv für die Kategorie ‘Games’

PSP Go kurz angetestet

27.07.2009 von Peter Wolf

Ich hatte heute Nachmittag Gelegenheit, das einzige in der Schweiz befindliche Exemplar einer PSP Go anzutesten.

Die Konsole macht einen stabilen Eindruck, die Schultertasten sind auch bei herausgeschobenem Display gut zu bedienen und der Display ist sogar leicht grösser als der des iPhone (aber ohne Touch).

Die Games laufen per Download ab einer 16GB-Harddisk, die UMD-Disks (die alles andere als “Universal” sind, vgl. “Sony: So nicht“) kann man vergessen.

Als Anschlüsse gibts HDMI (via HDMI-USB-Kabel zum Laden und am PC anschliessen) und eine 3,5mm Klinkenbuchse fürs Audio.

Hier noch ein kurzes Video dazu (ins Bild klicken):

Wolf testet PSP Go an.

(Kamerakind: Stephan Gubler)

Die PSP Go wird in der Schweiz ab 1. Oktober 2009 erhältlich sein für ca. 380 Franken.

Fit mit Fun mit der Wii

15.04.2008 von Peter Wolf

In 10 Tagen kommt in der Schweiz ein völlig neues Fitness- und Fungerät auf den Markt:
Wii Fit. Es sieht aus wie eine Haushaltswaage:

Ist aber ein Controller. Daran muss man sich sowieso langsam gewöhnen, dass Controller nicht mehr wie Joysticks aussehen.

Eiskunstlauflegende Denise Biellmann bekam das Teil schon vorab zum Testen und war so begeistert, dass sies uns vorführte.

Es misst das Gewicht bis max 150kg…


…und vor allem die Gewichtsverteilung…

… so dass man es zum Steuern via Gewichtsverlagerung benutzen kann.

Durch die Drucksensoren kann man Geschicklichkeitsspiele steuern wie das Versenken von Kugeln in Löcher:

Oder Seiltanzen, wie Kollege Gubler hier vorführt:

Oder Skispringen üben:

Aber es gibt auch ernsthaftere Anwendungen, denn die Wii wird zum Personal Trainer und lässt einen zum Beispiel Ausfallschritte machen.

Bis man zur Muskel-Legende wird:

OK,… erschwitzt hat sich dieses Super-Resultat der Gubler:

Ich musste ihn ja dabei fotografieren. Und auch, wie er Yoga macht. Das kann einem die Wii nämlich auch beibringen:

Mit der Wii Fit will Nintendo in den “Blue Ocean” vorstossen und damit unter anderem die über 60 Prozent der Bevölkerung erreichen, die noch nicht am gamen ist.

In Japan wurden davon bereits über eineinhalb Millionen Stück verkauft. Da muss sich selbst Frau Biellmann kurz hinsetzen…

Bei uns kommt die Software Wii Fit inklusive dem “Balance Board”-Controller am 25. April in den Handel und wird 150 Franken kosten (Wii und Fernseher nicht inbegriffen).

Resident Evil: Unfair gegenüber Ungeübten

16.12.2007 von Peter Wolf

Hardcore-Gamer: hier könnt Ihr Euch gerne einen ablachen über die unbedarften Ab-und-zu-Gamer, die auch mal ein Computerspiel zocken möchten.*

Da besorgt man sich also “Resident Evil - The Umbrella Chronicles” für die Wii und denkt, man werde gut unterhalten. Es fängt auch gut an, wie bei einem Spielfilm. Es wird die Vorgeschichte erklärt, die Musik ist stimmig und die Handhabung der Controller wird erklärt. Dann gehts los. Selber laufen darf man nicht, die Spielfigur wird vom Spielregisseur vorwärts geschubst und hat auf alles zu ballern, was sich in den Weg stellt. Und ab und zu etwas aufzuheben (Munition, Waffen, Erste-Hilfe-Utensilien). Schon bald gerät man an den ersten Übergegner, der einen tausend Tode sterben lässt. Irgendwann und unter Aufbietung aller Maschinengewehrkraft hat mans dann endlich geschafft. Und das wohlgemerkt im einfachsten der drei Schwierigkeitsgrade…

Eineinhalb Stunden, um den ersten Level zu meistern, eine weitere, um gegen Ende des zweiten das Leben der Spielfigur auszuhauchen und endgültig die Spielfreude zu verlieren.
Zum Game kann ich also leider nicht viel sagen.

So macht das Ganze keinen Spass. So richtig verärgert wird man, wenn man sich vor Augen hält, dass hinter dieser unüberwindbaren Barriere noch Dutzende anderer spanender Level warten, für die man zwar bezahlt hat, an die man aber nie im Leben herankommen wird. Weil man halt schon zu Beginn gescheitert ist.

Ich werde mir jetzt via BluewinTV einen Thriller als Video on demand in die Stube holen und anschauen. Da habe ich wenigstens Gewissheit, dass ich nach zwei Stunden am Ende der Story anlangen kann.

Es wäre ja toll, wenn die Spiele-Entwickler realisieren würden, dass es auch Leute gibt, die Games zur Unterhaltung kaufen und nicht, um sich verbissen durch jeden Level zu kämpfen. Vor allem, seit sie neuen Spielkonzepte (Nintendo Wii mit den Bewegungssensoren oder PlayStation mit EyeToy-Kamera, Buzz-Quiz oder Singstar) auch eine neue Zielgruppe anspricht. Dann gestaltet das Gameplay doch gefälligst so, dass man im einfachsten Schwierigkeitsgrad immer irgendwie durchkommt oder nach jedem Fehlschlag mehr Munition, Zeit oder bessere Gesundheit zur Verfügung hat. (Und kommt mir jetzt nicht damit, dass das dann nicht mehr realistisch sei… Das sind die Games ja eh nicht.)

Und bitte deklariert die anderen Games mit “Unfaires Spielprinzip, bei dem nur diejenigen weiterkommen, die jahrelange Game-Erfahrung haben oder eine Menge voriger Zeit zum verplempern”. Dann weiss man wenigstens grad, dass man dafür kein Geld ausgeben muss, wenn man bloss durchschnittlich begabt ist.

* Naja, total unbedarft bin ich ja nicht: Bei “Resident Evil IV” für die Wii hab ichs immerhin bis zu Kapitel 5-3 geschafft und hatte auch viele Stunden Freude daran, bis ich dann bei dem doofen freischwebenden Käfig mit dem Übermonster auf keine erdenkliche Art mehr weiterkam.

Kamerahandys am Konzert

30.03.2007 von Peter Wolf

In den Achtzigerjahren hat mir ein aggressiver Roadie an einem Prince-Konzert ja noch den Film aus der Kamera gerissen, als er merkte, dass ich heimlich fotografiere.

Heute wär das eine Sysiphus-Arbeit, denn fast jeder Konzertbesucher hat heutzutage ein fotofähiges Handy dabei und setzt es auch ein, wie ein Blick von hinten im Zuschauerraum des Hallenstadions auf die Bühne zeigt (auf der im Moment grad Bryan Adams performt).

Kleine Handykunde für Bühnenkünstler:

Halten Zuschauer ein Handy in die Luft und Du siehst nur ein dunkles Etwas, dann nehmen sie die Musiker auf.

Siehst Du den Display, dann nehmen sie die Musik auf.

Bootleggen einfach gemacht (in den Achtzigern hiess es noch “Hometaping is killing Music”, wenn die Musikindustrie heute nur solche Problemchen hätte, könnte sie weiterhin saturiert vor sich hin dümpeln).

(Dass dieses Bild hier erscheint, ist Kollege Johannes B. zu verdanken - ich habe mein Kamerahandy aufgrund früherer schlechter Erfahrungen pflichtschuldig zuhause vergessen. Nein Quatsch: bei meinem Nokia N80 war der Akku leer…)

Bryan Adams selber scheint übrigens kein Problem damit zu haben, dass an seinem Konzert fotografiert wird: Er nahm mehrfach Kameras oder Handycams seiner Fans und fotografierte sich zusammen mit ihnen. Eine sympathische Geste. Und clever obendrein: Sowas loyalisiert die Fans und sorgt dafür, dass sie auch nächstes Mal wieder kommen.

Ich hätte ja nicht gedacht, dass Bryan Adams heute noch das Hallenstadion füllen kann - aber so ist es. Hut ab, Kompliment! Er macht auch alles richtig, gibt den Leuten High fives, wenn er von der hinteren zur vorderen Bühne schreitet. Er gibt dem Girl, das zu ihm auf die Bühne durfte (und ein begeisterndes Duett mit ihm sang) und dessen vier Freunden T-Shirts und Backstage-Pässe. So verankert er seinen Brand und verkauft sicherlich mehr T-Shirts, als wenn er vor dem Konzert einen Werbespot dafür hätte laufen lassen.

Die Zugabe gab er dann wieder auf der kleinen Bühne mitten im Zuschauerraum:

Und weils noch Platz hatte, holte er sich zum Abfeiern noch 20 Fans auf die Bühne:

Sony: So nicht!

05.02.2007 von Peter Wolf

Eigentlich hätte ich hier beschreiben wollen, was für ein idealer Reisegefährte die PlayStation Portable ist – leider aber hat sie mich auf meinem letzten Flug arg enttäuscht.

Über 110 000 Mal wurde sie allein in der Schweiz verkauft, die tragbare Spielkonsole mit dem angenehm grossen Display, auf der man Musik hören kann und Filme anschauen, via WLAN surfen oder dank Location-Free-Adapter heimisches Fernsehprogramm im Ausland geniessen kann.

Aus all diesen Gründen habe ich dieses Gerät fast immer bei mir – letzte Woche erstmals auch in Übersee. Und erst dort entdeckte ich seine unangenehme Eigenschaft: Das Teil spielt gar nicht alle Scheiben ab! Um mir den Rückflug kurzweiliger zu gestalten,
hatte ich am Flughafenshop zwei Kinofilme gekauft, doch als ich sie über den Wolken ansehen wollte, gabs die Fehlermeldung, dass meine Konsole und die Filme nicht denselben Ländercode aufweisen.

Das widerspricht gleich zwei Attributen, die auf dem Teil draufstehen: Portable und UMD (Universal Media Disc). Also «universal» sind die Scheiben sowieso grad gar nicht: Weder lässt sich ihr Inhalt auf irgendeinem anderen Gerät als der PlayStation Portable abspielen noch auf einem anderen Display ausgeben.

Und dazu auch noch die mobilitätshemmende Ländercode-Sperre wie bei den DVD!


“Mein Name ist Eugen” lässt sich auf meiner PSP abspielen. Kein Wunder: Ist ja auch eine Schweizer Produktion. Bei in den USA gekauften Filmen auf UMD hingegen verweigert die PSP jegliche Zusammenarbeit. Soviel zum Thema “Portable”…

Sony scheint weiterhin eigensinnig bleiben zu wollen: Auch bei ihrem BluRay setzen sie wieder auf verschiedene Codes. Und wenn sogar die Porno-Industrie keine Lust auf dieses Format hat und lieber auf die HD-DVD setzt, dann will das schon was heissen.

Fliegen mit dem PS3-Drachen

06.11.2006 von Peter Wolf

Ich durfte mir heute die neue PlayStation3 anschauen und war begeistert.

OK, dazu mag auch das Riesen-HighDefinition-Display beigetragen haben und dass man mir Games gezeigt hat, mit denen ich auch klar gekommen bin. Wie zum Beispiel Drachenfliegen mit “Lair”:

Und nein, ich bin nicht vom Gleichgewichtsstörungen befallen, es bringt tatsächlich etwas, wenn man den Controller schräg hält. Zwei Bewegungssensoren ermitteln die Lage des Controllers im Raum und so kann man damit zum Beispiel die Fluglage des Drachen steuern. (Im Game “Resistance - Fall of Man” kann man anhänglichen Angreifern ein paar Kinnhaken verpassen, indem man den Controller heftig schüttelt.)

Der Wireless-Bluetooth-Controller ist faszinierend, die High-Definition-Auflösung ist überwältigend. Bei “Ridge Racer 7” sieht man die einzelnen Blätter der Bäume am Strassenrand und kleinste Details im Auto selbst.

Danke an Stephan Gubler für die Fotos. Hier sieht man ihn beim “Motorstorm” testen.

Diesen Samstag kann man sich die PS3 übrigens an der AutoZüri-Ausstellung in Oerlikon anschauen.

Zuckersüss: Spielkonsolen in Pink

25.10.2006 von Peter Wolf

Der Freitag wird zum rosaroten Tag. Sony und Nintendo bringen dann ihre die Gamekonsolen in Pink auf den Markt, die vor allem auf Girls abzielen.


Filmbeitrag von Pascal Fessler hier.

Die Farbgebung könnte sich für die Besitzerinnen auch als Diebstahlschutz erweisen, weil er verhindert, dass sich der grosse (oder kleine) Bruder ihrer Konsole bemächtigt.

Schiffsimulator kann jetzt auch in den New Yorker Hafen einlaufen

04.09.2006 von Peter Wolf

Astragon meldet grad, dass es für ihren hochinteressanten und aussergewöhnlichen Schiff-Simulator nun ein kostenloses Add-On gibt, das den New Yorker Hafen inklusive der neuen Helicopter-Kamera enthält. Sie wird in Kürze bei www.astragon.de oder www.schiffsimulator.de herunterzuladen sein.

Spielerisches Hirntraining für zwischendurch

09.08.2006 von Peter Wolf

Mit dem Gameboy kann man nicht nur Hüpf- und Schiessspiele zocken, sondern auch was fürs Oberstübchen tun: «Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging», ein Trainingsprogramm für die grauen Zellen, hat sich in Japan in kurzer Zeit über 2 Millionen Mal verkauft. Jetzt ist «Big Brain Academy» da, ein weiterer Titel, der gut fürs Gehirnkastl ist.

Es gilt, auf dem Touchscreen der Spielkonsole Aufgaben aus den Bereichen Vorstellungsvermögen, Logik, Gedächtnis, Analyse und Algebra zu lösen. Immer unter Zeitdruck und mit sofortiger Erfolgskontrolle.

Die Gehirnjogging-Software spuckt als Resultat ein Hirn-Alter aus, Big Brain Academy ermittelt das Gewicht des Denkapparats. Beides sind fiktive Messgrössen, die aber gut den Fortschritt der eigenen Bemühungen dokumentieren und den motivierenden Vergleich mit Mitspielern ermöglichen.

Vor allem der neue Nintendo DS Lite ist so kompakt, dass er überallhin mitgenommen werden kann für eine kurze Trainingseinheit zwischendurch. Regelmässiges Hirnjoggen oder Besuchen der Hirnakademie hält fit für den Berufsalltag und ist kurzweiliger als das ewige Solitär-Spielen.

Beide Games kosten 50 Fr., DS Lite 240 Fr.

So vergeht der Flug wie im Flug

19.07.2006 von Peter Wolf

Der flugreisende Geschäftsmann klappt nach dem Start seinen Laptop auf, startet ihn - und spielt Tetris oder Solitär damit. Wer wirklich arbeitet, riskiert bloss, dass der Sitznachbar vertrauliche Geschäftsdaten sieht.

Also, wenn sowieso nur gespielt wird, warum dann nicht gleich richtig? Gameboy, Video-iPod oder Playstation Portable bieten gute Unterhaltung und signalisieren den anderen Passagieren, dass man seine Hausaufgaben bereits gemacht hat und seine Work-Life-Balance im Griff hat.

Fürs ungetrübte Vergnügen muss man allerdings berücksichtigen, dass es im Flugzeug lauter ist als im Tram. Also muss ein geschlossener Kopfhörer mit. Am besten gleich einer mit Noise-Cancelling-System. Diese nehmen mit ihren eingebauten Mikrofonen die Umgebungsgeräusche auf, drehen sie in der Phase um und speisen diese Signale ins Kopfhörersignal ein, so dass sie einander im Idealfall auslöschen, sicher aber abschwächen. Das heisst: Die Umgebungsgeräusche müssen draussen bleiben. (z. B. der JVC HA-NC100 für 60 Franken.)

Auf diese Art bereiten nicht nur Videospiele mehr Freude, sondern auch Filme auf iPod (459 Franken) oder PSP (340 Franken).

Vergessen Sie aber trotzdem nicht, ein gutes Buch oder eine Zeitung mitzunehmen, denn während Steig- und Sinkflug müssen elektronische Geräte ausgeschaltet bleiben.