WOLF RSS  › Forum & Blogs  

Archiv für die Kategorie ‘3GSM 2008 Barcelona’

Noch mehr Navi – auch für Fussgänger

25.02.2008 von Peter Wolf

Handyhersteller Nokia, bereits grösster Kamerahersteller der Welt, möchte nun auf dem Gebiet
der Satellitennavigation Ähnliches erreichen: Dieses Jahr wollen die Finnen so viele ihrer GPS-Handys absetzen, wie im letzten Jahr gesamthaft an Navigationsgeräten verkauft worden ist.


Nokia-Navihandy im Stadtverkehr von Barcelona.

Wichtig ist nicht, ob sie mit ihrer Prognose eine Punktlandung hinlegen. Sondern dass durch eine solche Initiative in wenigen Jahren ortsbasierte Informationen so selbstverständlich werden wie heutzutage das allgegenwärtige Empfangen und Versenden von Textnachrichten.

Eine breite Basis von eingesetzten GPS-Handys würde den Anbietern von LBS (Location Based Services) endlich mal genug Dampf machen, um uns die Angebote wirklich auch zu liefern, von denen wir seit acht Jahren immer wieder hören, aber wenig mehr als eine Funktion zum Finden von Bancomaten gesehen haben.

Dabei brauchts nicht mal unbedingt GPS, wie uns Google mit MyLocation vormacht: Die Auswertung der Sendemasten-Signale ist genau genug, um auch mit Mobiltelefonen ohne Satellitenempfänger einen Coiffeur, ein Blumengeschäft oder Restaurant in der Nähe ausfindig zu machen.

Trotzdem: Mit einem echten GPS-Empfänger ists natürlich komfortabler. Am Mobile World Congress in Barcelona hat Nokia vor Kurzem erste Prototypen ihrer neuen Navi-Phones gezeigt.


Noch ziemlich prototypig, das Handy….

…was sich nebst ein paar Abstürzen auch dadurch äusserte, dass das Teil selbst bei geschlossenem Objektiv-Schieber munter knipste und blitzte.


Faire Warnung.

Gut gefallen hat mir dabei der eingebaute Kompass, der im Fussgängermodus den Stadtplan auf dem Display immer perfekt ausrichtet.


Nokia-Navi im Vergleich zum BlackBerry 8800 mit Google Maps. Als Fussgänger braucht man mit dem BlackBerry einen Magnetkompass - oder läuft probehalber los, um anhand des Pfeils auf dem Display zu sehen, wie die Karte orientiert sein sollte.

Den Nokia Navigator gibts schon bald für rund 300 Euro zu kaufen.

Weil immer mehr Telefone navigieren können, hat Garmin angekündigt, dass ihr Navi nun auch Telefonieren könne. Vom Nüviphone gabs an der Messe ausser ein paar hinter Glas gehaltenen Dummies mit aufgeklebten Display-Bildern noch nicht viel zu sehen.

Und überhaupt, warum soll ich mit dem Riesending telefonieren wollen? Mir würde es reichen, wenn das Auto-Navi via Bluetooth mit einem beliebigen Telefon via Mobilfunk an seine Updates und Verkehrsdaten kommt.

Mikro-Phone

14.02.2008 von Peter Wolf

Viel kleiner kann man ein Mobiltelefon nicht mehr machen, wenn es noch bedienbar sein soll. Der israelische Hersteller Modu hat das Ganze so weit reduziert, dass das Handy locker in der Handfläche verschwindet:

Das Modular-Mobiltelefon lässt sich zwar auch in seiner kleinsten Darreichungsform zum Telefonieren, SMS empfangen und sogar zum Schreiben verwenden (allerdings mit mühseliger Steuerung).

In der Regel jedoch wird es in eins der vielen erhältlichen Jackets gesteckt:

Das ganze ist Hot Swappable, das heisst, man kann das kleine Grundmodul während eines Telefonats aus dem einen Jacket herausnehmen und es in ein anderes einsetzen, ohne dass das Gespräch abbricht. In unserem Test war noch nicht einmal ein Knacksen hörbar.


Jacket mit eingesetztem Modul.


Auswurfhebel.


Modul-Entnahme.


Wenn eine Nummer schon im Telefonbuch gespeichert ist, kann sie auch vom Grundmodul aus recht einfach angewählt werden.


Die Basisfunktionen (Telefonieren und SMS) sind im GPRS-Telefon immer verfügbar.

Einfache Jackets lassen sich schon für 20 bis 60 Euro herstellen, auch in kleinen Serien. Sie könnten beispielsweise mit Songs und Bildern eines aktuellen Musikalbums geladen werden und auch so bemalt werden und wären ein idealer Fan-Artikel. Auch gebrandete Hüllen sind möglich.

Im Oktober 2008 sollen die ersten Geräte auf den Markt kommen (zuerst bei Telecom Italia, dann in Russland und Israel). Im Preis von 200 Euro sind ein Modo und 2 Jackets inbegriffen, damit sich dcei Benutzer gleich von Anfang an daran gewöhnen, das Grundmodul öfter mal woandershin zu stecken. Der Möglichkeiten sind viele denkbar:


Musikhandy mit grossen Lautsprechern.


Mobile Gamekonsole.


Ladestation mit Wecker und SMS-Anzeige.


Satellitennavigation und Routenplaner.


Autoradio.


Städteführer mit Geoblogging und Local Search.


Smartphone mit grossem Display und Voll-Tastatur.


USB-Stecker für den PC-Anschluss (auf dem Grundmodul hats bis zu 16 GB Speicher).


Velo-Halterung.



Digital-Kamera.

Der Google-Android

14.02.2008 von Peter Wolf

Bei Qualcomm habe ich auch bereits Googles Android gesehen - allerdings in einem sehr frühen Stadium:


Diese Entwicklungsumgebung stellt unter anderem GPS-Satellitennavigation und einen schnellen Grafickchip zur Verfügung.


So könnte ein Benutzer-Interface aussehen.


Es hat einen Touch-Screen.


Und, ach ja: Googlen wird man damit auch können…

Mehr zu Android bei Engadget.
Infos bei Google zum Android.

(more…)

Sony Ericsson X1 von nahe

13.02.2008 von Peter Wolf

Das ist das sagenumwobene Xperia-Phone X1 von Sony Ericsson mit Windows Mobile 6:


Hier leider hinter Glas.


Der Typ am Stand wollte es leider nicht aus der Hand geben.


Er konnte aber immerhin dazu bewegt werden, es kurz in die Kamera zu halten.

Naja, wenn ich Glück habe, bekomme ich morgen kurz eines in die Finger…

Samsung TV-Handy

13.02.2008 von Peter Wolf

Ein Riesengedöns hat Samsung in Barcelona um sein neues Soul gemacht:

Das Teil ist ja nett, aber im Endeffekt ists einfach ein Telefon mit einem zweiten Screen unterhalb des ersten, das eine Art Touchscreen ist und zur irrigen Annahme verleitet, dass der Hauptschirm auch per Berührung gesteuert werden könne. Und dem ist leider nicht so.

Das hier ist eine ganz schlechte Aufnahme besagten Geräts. Denn jedes Mal, wenn man am Samsung-Stand etwas fotografieren wollte, kamen Koreaner und hinderten einen daran. Obwohl wir alle einen Pressepass hatten und uns vorgängig beim Presse-Desk angemeldet hatten.

Janu, wenn die nicht wollen, dass ihre Telefone berühmt werden…

Aber Samsung hatte auch noch andere, interessante Produkte:


Das F480 mit Abdeckklappe.


Das F700 mit Touchscreen…


…und herausschiebbarer Volltastatur.


Fernseh-Handy P960 mit DVB-H, HSDPA, 3-Megapixel-Kamera, HTML-Browser, Document Viewer und FM-Radio.


Selbst “Bild in Bild” ist möglich.

Mehr Samsung-Neuheiten. Siehe vorhergehenden Beitrag.

Samsung Musikhandys mit Klinkensteckeranschluss

13.02.2008 von Peter Wolf

Zu einem Musikhandy gehört gefälligst eine 3,5mm-Klinkenbuchse für den Kopfhörer. Das hat auch Samsung realisiert:


Klinkenbuchse beim Samsung F250.


Klinkenbuchse beim Acoustic-Handy.


Auch Motorola hat bei seinem neuen Rokr E8 die Buchse oben, so dass der Stecker nicht abgewürgt wird, wenn man das Handy in eine Tasche steckt. Das Handy selber hat 2 GB internen Speicher und kann laut Motorola-Webseite mit einer maximal 4GB grossen microSD-Karte aufgerüstet werden. Das Gerät verkraftet sogar 8 GB grosse Karten, wie mein Test ergab. Allerdings muss man den Speicherzuwachs hart erdulden: Ganze zwei Stunden dauerte es, bis das Gerät die aberhunderten von MP3-Titeln eingelesen hatte:


Kann ein bisschen dauern: 2 Stunden, um eine fast volle 8GB-Karte zu indizieren.
Und dauert… und dauert… am Schluss aber hats dann klaglos funktioniert.

Da ist der BlackBerry Curve radikaler: Obwohl er die 4GB grossen Karten ohne zu Murren schluckt, behauptet er bei deren grossem Bruder mit 8GB schlichtweg, die Karte sei kaputt und müsse an einem PC formatiert werden. Obwohl die selbe Karte vom HTC-Smartphone vorher und nachher problemlos gelesen wird. Weiterer BlackBerry-ärger: Zum Auswechseln der Karte muss jedes Mal der Akku ausgebautwerden und das Gerät nachher wieder langwierig aufgestartet werden. Laut BlackBery-Auskunft soll zumindest das 8GB-Problem aber bei der nächsten Betriebssystemversion behoben werden.

Das Samsung Business-Handy i780 mit Windows Mobile 6 hingegen hat die 8GB-Karte so rasend schnell indiziert, dass man mit Zuschauen gar nicht nachgekommen ist. Somit wäre es auch ein idealer MP3-Player, der zudem eine Volltastatur hat, einen Touchscreen und ein Touchpad zur Maussteuerung und an Verbindungen W-LAN und HSDPA anbietet:

Das i780 als Musikplayer.

Die beiden anderen Samsung-Musikhandys machen einen guten Eindruck, ebenso das Zubehör:


Beim Acoustic versteckt sich die Klinkenbuchse hinter einem Deckel.

Wie beim Nokia N95 lässt sich der Teil hinter dem Display nach oben und nach unten schieben:

In der einen Stellung wird das Musiksystem freigelegt, das mit B&O entwickelt worden sei.

In der anderen die Tastatur.


Fürs Modell F250 gibts externe Lautsprecher mit Kabeln.


Bluetooth-Speaker, der sich dank eingebautem Mikrophon auch als Freisprechanlage benutzen lässt.


Bluetooth Kopfhörer. Leider konnte niemand am Stand sagen, wo denn hier nun genau das Mikrophon eingebaut ist.

Weitere Samsung-Handys: Siehe folgenden Beitrag.