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Archiv für die Kategorie ‘CASHdaily’

Das andere Radio im Handy

22.03.2009 von Peter Wolf

Meine Kolumne im CASH gibts zwar nicht mehr, weil es das CASH auf Papier nicht mehr gibt - das heisst aber nicht, dass ich nicht trotzdem weiterhin am Sonntag Morgen das BedĂĽrfnis habe, zum Last Minute Panic Creative zu werden und einen Text zum Thema “Mobile” zu verfassen.

Heute zum Beispiel habe ich entdeckt, dass mir Radiohören tatsächlich Spass bereiten kann. Zwar nicht so, wie mans im letzten Jahrhundert konsumierte (als Gutelaunediktator aus dem Wecker oder als Fahrgeräuschübertöner aus dem Autoradio), sondern on Demand. Und dann auch ohne das Gedudel zwischen den Wortmeldungen.

Die Musik, die mir passt, kann ich mir mittlerweilen selber besorgen. Vorbei die Zeiten, als man dafĂĽr aufs Radio angewiesen war und am Wochenende mit dem Kassettenrecorder vor dem Radio sass und versuchte, aus der Hitparade einige einigermassen gute Songs aufzunehmen, die einen durch die Woche retten sollten. Jetzt habe ich entweder einen MP3-Player mit meiner Lieblingsmusik, oder 16GB Musik auf der microSD-Karte meines BlackBerrys oder ich benutze Sony Ericssons Service “PlayNow Plus”, um jederzeit und unterwegs genau den Song innert Sekunden herunterzuladen, den ich gerade hören will.

FĂĽrs Hintergrundgedudel brauche ich also keine Radiostation mehr. Aktuelle Nachrichten könnte sie mir gerne im Stil von Geisterfahrerwarnungen ins laufende Program einblenden. Im Gegensatz zum brutal unterbrechenden Verkehrsbericht könnte ein Wortbeitrag dann aber auch in meinem Abspielgerät zwischengespeichert werden, bis der aktuelle Song fertig ist, und erst dann abgespielt werden. Wenn ich nicht interessiert bin, springe ich einfach weiter. Wie ich dies auch mit Songs mache, die mir nicht gefallen. Versuchen Sie dies mal mit einem nervigen Lied im Radio! Das mĂĽssen Sie bis zum bitteren Ende zu Ende hören…

Wenn man nicht die eigene Musik hören will, kann zwecks Berieselung auch Webradio gehört werden. Da gibt es mehr Genres als bei uns Radiostationen und somit für jeden Geschmack etwas. Was aber ist mit den Infos, den Umfragen, den interessanten Beiträgen? Die gibts eh als Podcast, wenn eine Radiostation schlau genug ist, zu erkennen, dass sie ihre Perlen nicht bloss einmal versenden und danach vergessen sollte.

Diese Inhalte kann man mit dem PC mit einem Podcast-Client beziehen, aber auch mit Mobiltelefonen lassen sich Podcasts abonnieren - zum Beispiel mit einigen Nokias (wenn mans schafft, den kostenlosen Podcast-Client herunterzuladen und zu finden). Auch der RSS-Reader “Viigo” fĂĽr BlackBerry und Windows Mobile kann mit Audiodaten umgehen.

Das Programm, das mir die Freude am Radiohören wiedergebracht hat, heisst “Stitcher Radio” und läuft auf dem iPhone. Es macht nichts anderes, als personalisierte News aneinanderzuhängen und zum iPhone zu streamen. Was einem nicht gefällt, kann man ĂĽberspringen mittels Tippen aufs Symbol, das den Daumen nach unten zeigt. Was einem gefällt, kriegt ein “Thumbs up” - und dies signalisiert dem Programm, dass es Ă„hnliches zusammensuchen und präsentieren soll.

Auf diese Art bin ich von “You Can’t Make This Stuff Up” (eine Art “die Welt spinnt” von CNNs Jim Ribble) via “Oddly Enough” (Reuters) auf “The Onion Radio Show” gestossen.

Natürlich gibts auch eine Menge seriösen Inhalt von CNN, AP, BBC etc. Die eigenen Favoriten lassen sich ganz einfach zu einer eigenen Radioshow zusammenklicken, die man jederzeit anhören kann. Viel cooler als linearer Radiokonsum!

Buchhändler verkaufen Geräte, damit die Kunden künftig fernbleiben

17.03.2009 von Peter Wolf

Ab dem 4. April werden Schweizer Buchhändler ihren Kunden ein Gerät für 450 Franken verkaufen, das im Erfolgsfall dafür sorgen wird, dass der Käufer nie mehr eine Buchhandlung betritt.

Es handelt sich dabei um den Sony PRS-505 (siehe auch: Book mit sieben Siegeln), ein Anzeigegerät fĂĽr elektronische BĂĽcher, das Abmessungen und Gewicht eines dĂĽnnen Buches aufweist und einen Display mit elektronischer Tinte hat. Dies sieht dann aus wie ein schwarzweisser Laserausdruck, lässt sich aber beliebig neu beschreiben und braucht nur fĂĽrs Löschen und Wiederbeschreiben Strom. Zum Lesen von elektronischen BĂĽchern oder in PDF umgewandelten E-Mails, Präsentationen oder Fahrplänen auch in gleissendem Sonnenlicht hervorragend geeignet. Ich benutze selber eines seit fast zwei Jahren. Das PRS-505 ist nämlich alles andere als brandneu. Was es erst jetzt beherrscht, ist Deutsch. Und nur Deutsch. Sonys Product Managerin: “Es kann nicht gewährleistet werden, dass zum Beispiel französischsprachige BĂĽcher gut darauf dargestellt werden können. DafĂĽr mĂĽsste man dann einen französischsprachigen Reader haben.”

Dies ist aber nur ein Problem. Das andere: Es sind keine Spontankäufe möglich. Ein Besitzer eines Sony-eBook-Lesegeräts kann nämlich nicht in eine Buchhandlung gehen, ein interessantes Buch entdecken, damit zur Kasse gehen und sagen: “Ăśberspielen Sie das auf meinen eReader.” Das geht aus KopierschutzgrĂĽnden nicht. Darum muss dies jeder bei sich selber zu Hause tun: PC aufstarten, den Titel in einem eBook-Laden suchen und kaufen und mit der Sony-Software auf das eBook transferieren.

Vielleicht aber wird bald eine andere Gattung von eReader-Besitzern in Buchläden herumstöbern: Sobald Amazons Kindle (ein ähnlich aussehender Elektrobuchleser wie der Sony) auch bei einem Schweizer Mobilfunkbetreiber erhältlich ist, dann wird man den Titel des gewünschten Buchs einfach darauf eingeben, es bei Amazon kaufen es 60 Sekunden später via Handynetz auf dem Gerät haben. Ohne dass der Buchhändler irgendwas davon hat.

PS: Kindle-BĂĽcher lassen sich seit Kurzem auch auf dem iPhone lesen.

In eigener Sache: Das war meine letzte Mobil-Kolumne fĂĽrs gedruckte CASH, weil die Printausgabe auf ende Woche eingestellt wird (vgl.: cash kĂĽnftig mit rein digitalem Angebot)

Facebook macht mobil mehr Spass

10.03.2009 von Peter Wolf

Der Erfolg des Social Networks “Facebook” beruht zu einem grossen Teil auch auf seiner guten Integration in die mobile Welt, und zwar auf vielen verschiedenen Plattformen. Auf einigen ist das Betrachten von Inhalten sehr gut gelöst, auf anderen das Erstellen. Geräte mit einer Tastatur sind von Vorteil beim Texten, aber Facebook lebt ja auch stark von Fotos.

Auf dem iPhone ist es sehr einfach, einen kurzen Status-Update zu tippen und ihn mit einem Bild zu ergänzen. Auch für Android-Handys gibts bereits eine Facebook-Applikation.

Am schönsten jedoch ist die Lösung für das Windows-Mobile-Handy von Sony Ericsson gelungen, wo die Fotos der Kontakte wie Seifenblasen das eigene umgeben und auf Antippen den aktuellen Status preisgeben.

Auf dem BlackBerry ist die Integration extrem stark gelungen: Wenn ich ein Foto schiesse, schlägt das Gerät nicht nur vor, es als E-Mail oder MMS zu verschicken, sondern fĂĽgt auch noch den MenĂĽpunkt “Senden an Facebook” hinzu. (Applikation zu finden unter m.facebook.com, ganz nach unten scrollen und “Herunterladen - die neue Facebook-Anwendung fĂĽr den BlackBerry” anklicken.) So ist es sehr einfach, die eigene Gefolgschaft auf dem Laufenden zu halten, aber auch, andere Einträge zu kommentieren und das Wohlergehen seiner Freunde abzuchecken.

Wie sieht es mit dem Marktumfeld aus?

Twitter, von Haus aus schon eine mobile Lösung, bietet nicht halb so viele Möglichkeiten, obwohl es auf dem iPhone gar mehrere Applikationen dafür gibt. So bietet Twittervision gar die Möglichkeit, internationale Wortmeldungen auf einer Weltkarte mitzuverfolgen.

Und Xing kommt mobil so bieder daher, dass man es höchstens als Adressbuch verwenden will. Da muss sich noch einiges tun!

Lieber kleiner (= Netbook) - oder dann grad viel grösser (= Desktop PC)

01.03.2009 von Peter Wolf

Wenn man zu bestimmten Zeiten durch die Waggons von S-Bahnen oder Zügen läuft, leuchten einem von überallher Laptop-Displays entgegen. Auf denen wird dann oft gemacht, was auch ein Netbook könnte: Solitaire spielen, im Internet surfen, Texte schreiben, Tabellenkalkulationen abfüllen, Präsentationen durchgehen (relativ selten noch werden im Zug Videoschnitte oder Proteinfaltungen durchgeführt).
FĂĽr Obengenanntes ist ein voll ausgerĂĽsteter Laptop zu gross, zu schwer und zu teuer - das meiste davon können die abgespeckten Mobilcomputer von Asus, HP, MSI, Lenovo, Dell, Toshiba und Co. auch: FĂĽr das Grossteil ihrer Aufgaben, mĂĽssen sie nicht viel mehr können als ein aktuelles Smartphone - was Asus gar auf den Gedanken brachte, ein kĂĽnftiges Modell mit Googles Handybetriebssystem “Android” auszustatten.

Handkehrum ist ein Laptop für den Gebrauch auf dem Bürotisch dann meist untermotorisiert. Das habe jetzt sogar ich eingesehen, obwohl ich einer der grössten Fans von Mobilität und Laptops bin: Stets wollte ich das kleinste, leichteste Modell, was mir unterwegs und in Sitzungen zwar das Leben ungemein erleichterte. Andererseits habe ich zusammengerechnet sicherlich Tage meines Lebens mit Warten verplempert, wenn das Laptöpchen auf dem Bürotisch in seiner Dockingstation steckte und unter Aufbietung aller Prozessorleistung versuchte, mehrere Aufgaben auf zwei Bildschirmen gleichzeitig zu erfüllen. Was mich nun dazu bewogen hat, als neuen PC erstmals nicht mehr einen Laptop zu beantragen, sondern einen richtig fetten Desktop-Computer.

Im Office sollte man alle Rechenpower nehmen, die man bekommen kann. Und unterwegs reicht oft ein Smartphone; und wenn nicht, dann ein Netbook mit “Mobile Broadband” via Mobilfunknetz.

Besser telepräsent sein als immer herumreisen müssen

08.02.2009 von Peter Wolf

Telepräsenz soll viele unnötige Reisen ersparen. Das schlägt sich dann in Kostenersparnis und Zeitgewinn nieder - und der Jetlag schlägt einen auch nicht mehr nieder. Wenn man also nicht darauf angewiesen ist, vor Ort Hände zu schütteln und Produkte in die Hand nehmen zu müssen, macht eine Videokonferenz durchaus Sinn.

Swisscom setzt auf zwei grundverschiedene Lösungen:

Luxusvariante: “TelePresence” von Cisco

Sie braucht an jedem Konferenz-Ort einen ganzen Raum, der einen ovalen Konferenztisch enthält, dessen eine Hälfte in drei Grossbildschirmen fortgesetzt wird, auf denen die anderen Sitzungsteilnehmer in Lebensgrösse und in High Definition erscheinen.

(Panorama fotografiert mit BlackBerry Bold und zusammengesetzt mit Windows Live Fotogalerie.)

Bild und vor allem Ton sind exzellent, man hat dank schneller Glasfaserverbindungen das GefĂĽhl, einander gegenĂĽber zu sitzen und zu diskutieren.

Das Tischmikrophon liefert einen sauberen Sound. Es kann auch stummgeschaltet werden, damit nicht die ganze Zeit Blätterrascheln übertragen wird. (Bilder: Peter Wolf)

Das Prinzip ist nicht neu, HP hat mir vor drei Jahren mit “Halo” ein ähnlich komfortables System gezeigt. Jetzt aber setzen sich diese Lösungen langsam durch.

Cisco setzt selber 350 davon ein, und einige ihrer Führungskräfte haben Einzelplatzlösungen zu Hause, damit sie für Konferenzen mit anderen Zeitzonen nicht nächtens im Büro bleiben müssen. Ja, sie führen damit sogar Gespäche mit Bewerbern durch, weil man im Gegensatz zu einem Telefonat auch noch Körpersprache und Habitus mitbekommt.

Die Palette reicht von der Einzelplatz- bis zur Grossgruppen-Lösung.

Bei Kosten von rund einer halben Million Franken pro Standort lohnt sich diese Lösung vielleicht nicht für jedes Unternehmen, aber das Beratungsunternehmen Accenture habe letztes Jahr damit jeden Monat eine Million Dollar an Reisekosten gespart. Und jeder Teilnehmer konnte sich Ärger am Flughafen und unproduktive Zeit in der Luft oder im Auto ersparen.

Eine Aufstellung, die Cisco für das aktuelle Meetimg zusammengetragen hat. Man spart an Reisekosten und findet schneller einen Termin, der allen passt (ich zum Beispiel wurde am Tag zuvor zu dieser Veranstaltung eingeladen und konnte spontan zusagen - wenn sie aber nur schon in Bern stattgefunden hätte, wo der zweite Teil der Berichterstatter sass, hätte ich wegen der Hin- und Rückreise absagen müssen).

GĂĽnstigere Lösung: Microsofts “Live Meeting”

Auf jeden Konferenztisch wird eine tellergrosse Wabcam gestellt, die auch gleich als Konferenztelefon dient. Das Spezielle ist die Kamera selber, die aus dem flachen Gehäuse aufragt: sie nimmt ein 360-Grad-Rundumbild auf.

Die Round Table Konferenzvideokamera, die ich vor kurzem schon mal in Redmond ausprobieren durfte, zeichnet ein Rundumbild der Teilnehmerrunde auf.

Bei der beeindruckenden Kompaktheit der Rundumkamera darf man aber nicht vergessen, dass unterman dazu noch ein Netzteil braucht (das ähnlich klobig ist wie das der Xbox):

Wer am lautesten redet, dessen Bild ist dann automatisch bei den anderen Konferenzteilnehmern auf dem Bildschirm (den man aber auch mit Präsentationen oder einem gemeinsam zu bearbeitenden Dokument belegen kann).

Im oberen Teil des übertragenen Bilds eine Präsentation, links daneben das Bild der lautesten Person, darunter das Rundumbild der Panoramakamera.

Bild- und Tonqualität sind wie bei einer Webcam-Unterhaltung, der Vorteil ist, dass die Lösung viel günstiger ist und dass man auch von unterwegs mit Laptop, Webcam und Headset teilnehmen kann.

So gehts auch mit dem Laptop komfortabel: Freisprechset von Polycom, rechts dahinter eine Webcam von Microsoft.

Arbeiten im Coffice statt im Home Office

30.01.2009 von Peter Wolf

Sehr oft, wenn ich Home Office betreiben will, wirds mir gegen Mittag so langweilig, dass ich den Laptop packe und ins Büro fahre, um dort unter Leuten weiterzuarbeiten. Nicht alle haben jedoch so nette und inspirierende Bürogenossen wie ich. Was können die tun?

Immer mehr Mobile Worker betrachten einen Coffee Shop als ihr Office und machen daraus ein “Coffice“, wie der “Boston Globe” jetzt berichtet. Die US-Zeitung erzählt von der Hackordnung innerhalb dieser “WiFi-Workforce”, von handfesten Streitereien um den besten Tisch nahe einer Steckdose - und dass es bereits Shops gibt, die angefangen haben, diese Stromquellen zu plombieren.

Nomadische Information Worker sollten sich daher nur in ein Coffice wagen, wenn sie gut ausgerĂĽstet sind: Das umfasst

  • einen Laptop mit langer Akkulaufdauer,
  • eventuell sogar einen Zweit-Akku.

Vollkommen autonom ist man, wenn der Laptop gar nicht erst aufs Restaurant-eigene W-LAN angewiesen ist, sondern den mobilen Internetzugang selber mitbringt. Sei dies via Swisscom-Unlimited mit eingebauter SIM-Karte oder via kleines USB-Modem zum Anstecken.

Nicht schlecht sind auch Doppelstecker fĂĽrs Netzteil und ein langes Kabel, so dass man selbst an ungĂĽnstig platzierten Tischen und bei bereits besetzten Steckdosen noch an den Saft heran kommt (und damit ist nicht derjenige gemeint, den man ab und zu bei der Bedienung ordern sollte, damit man weiterhin im Restaurant geduldet wird).


Denn das Arbeiten im Coffice hat schon auch Vorteile: Der Kaffee ist in der Regel besser als der aus der Maschine im Büro, die Stühle sind gepolstert, zum Essenfassen ists weniger weit als in die Kantine und meist läuft sogar noch Musik. Ausserdem hats eine Menge unvoreingenommener Fremder, die sich gern einmischen und unverlangte Ratschläge geben, wenn man ihnen Einblick in den Laptopbildschirm gewährt oder laut genug telefoniert. OK, das war jetzt grad ein bisschen zynisch, aber eigentlich nicht viel anders als in einem richtigen Büro.

BlackBerry oder iPhone als Business-Phone?

19.01.2009 von Peter Wolf

Welches ist das bessere Business-Phone: Der BlackBerry oder das iPhone?

Das kommt ganz auf den Verwendungszweck an. Nach einem halben Jahr intensiven Gebrauchs beider Geräte kann ich sagen, dass ich lieber aufs iPhone verzichten würde als auf den BlackBerry Bold. Allerdings schweren Herzens, denn alles, was mit Konsumieren zu tun hat, beherrscht das Apfel-Telefon meisterhaft. Vor allem der Browser ist um Klassen besser als der des BlackBerry, welcher gewisse Seiten gar nicht erst aufrufen kann.

Wenn es dann allerdings ums Arbeiten geht, um Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit, ist der BlackBerry unschlagbar - nicht nur wegen seiner Tastatur.  Zwar kann ich mittlerweilen auch auf dem iPhone sehr schnell und treffergenau tippen, sogar mit beiden Daumen. Aber im Gehen geht das schon mal gar nicht. Und für längere Texte braucht man länger als auf der Tastatur des BlackBerry, welche meiner Meinung nach immer noch die beste aller Telefone ist (dicht gefolgt von Nokias E71).

Termine und Firmenmails können beide Geräte verwalten und bearbeiten, allerdings ist das iPhone viel datenhungriger, was im Ausland schnell teuer wird als mit dem genügsamen BlackBerry. Dies gilt auch für den Stromverbrauch: beim iPhone muss man ein Ladekabel dabeihaben, um sicher über den Tag zu kommen. (Natürlich kann man alle Annehmlichkeiten wie GPS, schnelles Mobilfunknetz und häufige Synchronisation ausschalten, um bis am Abend Strom zu haben - aber das ist wie Erstklassticket lösen und dann Zweiter Klasse fahren.)

Wer sein Handy nicht nur zum Arbeiten braucht, hat jedoch mit dem BlackBerry das Nachsehen: Es gibt viel weniger Applikationen und Spiele, sie sind viel teurer und komplizierter zu bekommen als fürs iPhone. Das wird sich zwar im Sommer geringfügig ändern, wenn auch für den BlackBerry ein Online-Shop wie der AppStore kommt, aber als Freizeitgerät ist er trotz MP3-Player, Foto- und Videokamera trotzdem nur die Nummer zwei.

Ruhe bitte!

12.01.2009 von Peter Wolf

Sitzung, Anruf kommt rein und tüdelt vor sich hin. Das ist ja schon peinlich genug. Was tun? Weiterdudeln lassen geht nicht. Abklemmen durch Druck auf rote Taste? Das ist unhöflich, weil der Anrufende dann denken könnte, man wolle gar nicht mit ihm reden. Am besten wäre es, das Telefon würde stumm weiterläuten und man könnte später beim Rückruf behaupten, das Gerät sei während der Sitzung auf Lautlos gestellt gewesen - was es ja seit Beginn der Sitzung eigentlich auch hätte sein sollen.

So geht’s zum Beispiel beim BlackBerry:
Mute-Taste drücken (oben links beim Bold, Curve und Pearl, beim 8800 oben rechts) und schon ist das Läuten ausgeschaltet, der Anruf aber nicht abgewiesen - man kann also immer noch entscheiden, ob man abnehmen will. Fast jedes Telefon bietet übrigens so eine Funktion (einfach mal in der Bedienungsanleitung nachschauen oder durch Ausprobieren herausfinden) und es wäre wirklich wünschenswert, wenn ihre Besitzer sie beherrschten. Sie ersparten der Umgebung eine Menge Klingeltonstress, während sie zuerst das lärmende Telefon und anschliessend ihre Brille hervorklauben, um herauszufinden, ob es sich lohnt, abzunehmen.

Und wenn wir schon beim Stummschalten sind: Bitte, bitte schalten Sie die Tastentöne aus, wenn Sie SMS tippen und von Menschen umgeben sind, die nicht aufgrund verwandtschaftlicher Zwänge zu Nachsicht neigen müssen. Abgesehen davon, dass das Gefiepe nervt: Heutige Jugendliche können nicht nur mit verbundenen Augen SMS tippen, sie können auch anhand der Tonfolgen bei eingeschalteten Tastentönen hören, was jemand gerade SMSt. Und Sie wollen doch nicht jedem Teenager Ihr profansten Geheimnisse offenlegen?
(OK, das habe ich jetzt gerade erfunden - aber wenn diese Urban Legend die Runde machen wĂĽrde und dafĂĽr sorgte, dass bald Ruhe ist, dann hat sie ihren Zweck erfĂĽllt…).

Geschenkideen fĂĽr mobile Menschen

15.12.2008 von Peter Wolf

Wer viel unterwegs ist, dem kann man leicht eine Freude machen, denn es gibt immer etwas, was Mobile Worker dringend gebrauchen können. Seien dies Speicherkarten oder Ladegeräte. Hier eine Auswahl an Gadgets und Zubehör, die sich bei mir im harten Einsatz unterwegs bewährt hat.


• Speicher kann man immer gebrauchen. Das Grösste unter den Kleinen ist momentan die daumennagelgrosse SanDisk microSD mit 16 GB für 90 Franken. Sie passt in viele Handys. Bei den daumengrossen USB-Sticks bietet der grösste 64 GB (Kingston Datatraveller 150), ist allerdings noch schwer erhältlich. Die 32 GB-Version gibts vielerorts für 90 Franken. Was man auch immer gut gebrauchen kann, sind Adapter für all die verschiedenen Speicherkarten sowie Lesegeräte dafür.


• Jeder Computer braucht ein Backup. Die Clickfree Festplatte muss man nur am USB-Anschluss einstecken, alles andere macht sie automatisch (180 Franken für 160 GB bzw. 295 Franken für 320 GB bei digitec.ch).


• Wenn der Akku schlapp macht, geht gar nichts mehr. Ideal ist ein Ladegerät, das selber noch einen Akku hat, von dem aus es unterwegs ein Handy nachladen kann. So wie dies der faustgrosse Universal USB Charger von Philips tut (Typ SCM7880, rund 60 Franken). Sehr praktisch für Sony Ericsson Mobiltelefone ist das CMT-60 Micro-Reiseladegerät für 30 Franken: in die Steckdose, Handy drauf, fertig. Unterwegs kann es von zwei AA-Batterien nachgeladen werden.


• Wer mehr als ein mobiles Gerät hat, auf dessen Schreibtisch sollte der Universallader von idaptweb.com stehen, der 50 Euro kostet, 3 Geräte gleichzeitig laden kann und mit 4 frei wählbaren Adaptern geliefert wird.


• Das beste Reisestativ ist der flexible Gorillapod von joby.com, der sich fast überall festhalten kann. Neu gibts separate Klebeplatten und Saugnäpfe, mit denen auch Kamerahandys und Spielkonsolen auf ein Stativ gestellt werden können (kleine Version für Kompaktkameras: rund 50 Franken).

• Ebenfalls ein nützliches Geschenk: ein Rollkoffer. Klein genug, um ins Flugzeug-Gepäckfach zu passen und sollte mit leichtläufigen Rollen und einer stabilen ausziehbaren Zugstange ausgestattet sein.

Datensicherung fĂĽr Backup-Muffel

09.12.2008 von Peter Wolf

Mit dem Backup ist es wie mit den Winterreifen: man denkt in der Regel erst daran, wenn es schon zu spät ist. Weil es ähnlich wie der Pneuwechsel aufwendig ist. Aber halt auch dringend nötig.

Wenn der Laptop herunterfällt oder gestohlen wird, ist es zwar schade um den treuen Begleiter. Immerhin aber kann man ein ähnliches Gerät meist wieder beschaffen. Viel schwieriger gestaltet sich dies mit den Daten, die darauf enthalten waren. Wie lange ist es her seit dem letzten Backup (falls dies überhaupt jemals stattgefunden hat)? Und wie viele Fotos sind jetzt unwiederbringlich weg, wie viele Mails muss man mühsam wieder zusammenkratzen, wie viele Songs waren auf der Festplatte, die man nun wieder rippen oder herunterladen muss?

All dies sind Argumente, die fĂĽr ein frĂĽhzeitiges Backup sprechen und jedem einleuchten. Trotzdem scheut man den Aufwand dann doch wieder.

Eine Lösung für Backup-Muffel ist die externe Clickfree-Festplatte für rund 200 Franken mit 160 GB Fassungsvermögen (erhältlich z. B. bei digitec.ch).

Das handliche Gerät wird per USB-Kabel an den PC angeschlossen. Daraufhin startet sich das auf der Festplatte enthaltene Backup-Programm automatisch auf, sucht nach zu sichernden Dateien (Präsentationen, Bilder, Filme, Mails, Musik, Texte etc.) und speichert diese ab. Beim ersten Mal dauert das eine Weile, weil ein Komplett-Backup erstellt wird. Bis zu 10 verschiedene PCs lassen sich damit sichern.

Das ganze Prozedere ist in diesem E360-Artikel beschrieben.

Alles, was man in Zukunft immer wieder mal machen sollte: Das Gerätchen aus dem sicheren Ort, an dem es normalerweise versorgt ist, hervornehmen und an den PC anschliessen. Ohne weiteres Zutun werden dann die seit dem letzten Backup neu hinzugekommenen Dateien abgespeichert, was dann recht schnell geht. So einfach kann es manchmal sein, eine unangenehme Aufgabe zu erledigen und ein gutes Gefühl dabei zu haben.

So gesehen ist die Festplatte auch ein gutes Weihnachtsgeschenk an liebgewordene Leute, deren Gejammer über verlorene Daten man nie, nie, nie hören möchte.