Google Nexus One Smartphone - mein erster Eindruck: erschreckend nah am iPhone!
18.01.2010 von Peter WolfLorenz Keller vom Blick und ich haben das neue Google Nexus Handy getestet.
Unseren Bericht gibts hier:
http://www.blick.ch/life/digital/nexus-one-ist-die-nummer-1-138179
Und hier steht, wie man das Teil jetzt schon kaufen kann:
http://www.blick.ch/life/digital/so-bestellen-sie-schon-jetzt-ein-google-telefon-137977
Im dazugehörigen Video sieht man auch noch, was so alles in der Verpackung steckte.
Als da wären:
- 4GB-Karte
- Daten-Kabel mit USB-Micro-Stecker
- Ladegerät für USB-Micro (mit US-Stromstecker, aber man kann jedes beliebige USB-Micro-Ladegerät verwenden oder das US-Netzteil mit Adapterstecker)
- Kopfhörer
Die Inbetriebnahme des Android-Handys ist total einfach
• SIM-Karte einlegen
• Akku einsetzen
• es schaltet sich selbständig ein
• fordert zum Anlegen eines neuen Google-Accounts auf oder zum Verknüpfen mit einem bestehenden Konto
• Fertig
Ein paar Bilder:
So sieht Google Maps auf dem Nexus aus.
YouTube-Video auf dem Nexus. Die Bedienflächen verschwinden nach ein paar Sekunden.
Browser im Querformat und…
… im Hochformat
Positives und Negatives:
+ Standardmässig hat Android jetzt 5 Home-Screens statt früher drei, in welche Aliasse von Programmen abgelegt werden können.
+ Was sofort auffällt, ist der animierte Home-Screen. Jetzt z. B. sinds Reflektionen eines nächtlichen Waldes im Wasser. Darauf treiben Blätter, per Fingertipp kräuselt sich die Wasseroberfläche.
+ Sehr angenehm: die vier Tasten, die nicht auf dem Display liegen (Zurück, Menü, Home, Suche), sind nicht wie bei älteren Modellen wirkliche Tasten, sondern Soft-Keys. Das war immer mühsam, wenn man vom Tippen auf dem Display zum Drücken echter Tasten wechseln musste. Zum Beispiel, wenn man nach dem Tippen auf dem virtuellen Keyboard eine echte Taste niederdrücken musste, um das Keyboard auszublenden.
+ Sehr gut: die “Back“-Taste ist im Gegensatz zum HTC-Hero an einem Ort angelegt, der ohne Daumenverrenkungen erreicht werden kann.
+ Der Market (das Gegenstück zum AppStore bei Apple) ist gut bestückt und es hat nicht nur gute Gratis-Applikationen drin, sondern auch kostenpflichtige. Dies ist wichtig, denn es bedeutet, dass sie von den Entwicklern auch weiterhin gepflegt und ausgebaut werden.
+ Das Verknüpfen mit meinem Exchange-Account für Geschäftsmails dauerte bloss wenige Minuten. Und schon hatte ich meine 4000 Adressen auf dem Gerät sowie meine Mails. Die Synchronisation der Daten funktioniert hervorragend.
+ Das Nexus liegt gut in der Hand und lässt sich leicht bedienen.
+ Der Blitz ist recht stark.
+ Verbinden mit einem W-LAN ist ganz einfach, auch mit verschlüsselten.
- Schade, dass es keinen Kamera-Button hat; man muss übers Menü gehen. Aber immerhin kann man durch Drücken des Trackballs den Auslöser betätigen und muss nicht wie beim iPhone einen bestimmten Bereich auf dem Display treffen.
- Androids sind keine Linkshänder-Handys: die Display-Ausrichtung lässt sich nur in eine Richtung um 90 Grad kippen. Der Trackball liegt entweder unten oder rechts. Wenn man das Mobiltelefon mal in der linken Hand halten will, lässt es sich nicht mehr vollumfänglich bedienen.
- Kein Multitouch. Immer wieder ist man versucht, wie beim iPhone mit mehr als einem Finger den Bildschirm zu steuern, was hier leider nicht geht.
Mein Fazit:
Am liebsten hätte ich alle drei:
BlackBerry, iPhone und Android.
Den BlackBerry brauche ich auf jeden Fall, nur schon wegen der super Tastatur und der absoluten Zuverlässigkeit.
Für das iPhone aber wird es eng: Es punktet zwar wegen der noch einfacheren Bedienbarkeit und der überwältigend grossen Auswahl an Applikationen - aber Android holt hier gewaltig auf. Und beim iPhone lässt sich der immer noch viel zu schnell leere Akku nicht auswechseln.





