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Google-Phone im Kurztest

04.06.2009 von Peter Wolf
Kurztest HTC Magic mit dem Google-Betriebssystem:
Im Vergleich zum US-Vorgängermodell sieht das neue schlanker und eleganter aus. Das liegt an den vier Millimetern, um welche es durch die fehlende Tastatur dünner wurde.

Wie ist das Tippen auf dem tastaturlosen Android? Besser als erwartet und ähnlich wie auf dem iPhone. Aber man muss sich daran gewöhnen.

Auf der virtuellen Tastatur lässt sichs recht gut tippen. Sie nimmt knapp die Hälfte des Bildschirms ein - aber dies ist bei allen Smartphones mit virtueller Tastatur so. Tippen geht gut, vor allem, wenn “Vibrieren bei Tastendruck” als zusätzliches Feedback eingeschaltet ist,  (die Tastentöne sollte man in der Öffentlichkeit ja nicht unbedingt eingeschaltet haben). Quer gehalten kann man mit beiden Daumen recht schnell tippen.

Tipp: Nervige Autokorrektur ausschalten- die Arbeit mit den vorgeschlagenen Wörtern, aus denen man während des Tippens wählen kann, erleichtert das Schreiben hingegen sehr.

Die Integration in die ganze Google-Welt funktioniert problemlos. Ähnlich wie beim iPhone muss man sich einfach bewusst sein, dass Google recht viel über das User-Verhalten erfahren wird.

Das Multimediahandy wäre eigentlich auch hervorragend als Musikplayer geeignet, wenn sich der Hersteller HTC dazu hätte durchringen können, eine Standard-Kopfhörerbuchse einzubauen. Leider aber kommt der Sound aus der USB-Buchse; somit muss man einen Adapter verwenden, wenn man anständige Kopfhörer oder eine Stereoanlage anschliessen will.

Die integrierte Autofocus-Kamera kann filmen oder 3,2 Megapixel grosse Fotos schiessen, das ist gut zum Aufnehmen von Dokumenten, Barcodes oder QR-Tags. Aber eher schlecht für Schnappschüsse, weil der Autofocus recht lange braucht zum Scharfstellen.

Fazit: Das HTC Magic ist ein elegantes Smartphone mit grossem Display und leicht zu begreifendem Betriebssystem. Es ist kein Handy für Vielschreiber, sondern eher für Leute, die sich unterwegs informieren und unterhalten lassen möchten.

Wer sein HTC Magic (Swisscom Version) auch gerne mit MS Exchange verwenden möchte, dem steht beispielsweise der TouchDown Client von Nitrodesk zur Verfügung.  Kalender, E-Mail und Kontakte werden dabei aber innerhalb des Clients verwaltet. Die Kontakte können jedoch in das Telefonbuch kopiert werden. Kostenpunkt der Lizenz: 30 Franken.
Mehr Infos und Trialversion unter http://www.nitrodesk.com/

Ich habs ausprobiert und es funktioniert hervorragend. Video-Podcast: Hier klicken.

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