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Archiv vom Mai 2008

Swisscom partnert mit Verizon

28.05.2008 von Peter Wolf

Swisscom arbeitet in Zukunft mit Verizon Business zusammen und will mittleren und grossen Geschäftskunden globale Netzwerk- und ICT-Dienstleistungen anbieten.
Bericht dazu hier auf cash.ch inkl. Video-Interview mit Urs Schäppi.

Eine erste Einschätzung durch IT-Experte Christoph Hugenschmidt direkt in mein Kamerahandy gibts hier:

Eine etwas detailliertere gibts hier.

SBB-NaviGo auf BlackBerry: Download mit Hindernissen

27.05.2008 von Peter Wolf

Eigentlich ist das SBB-Angebot eine tolle Sache: “Mit dem NaviGo können Sie persönliche Fahrpläne abrufen und auf Ihrem Mobiltelefon speichern”, lautet das Versprechen.

Nur hat leider www.sbb.ch/navigo eine lausige device detection: “Der Inhalt dieser Seite ist nur fĂĽr Mobiltelefone zugänglich”, jammert die Seite, wenn man sie mit dem falschen BlackBerry-Browser ansurft:

Hallo? Der BlackBerry ist ein Mobiltelefon!

Die Seite bietet leider keinen Link, den man anklicken kann, um zu deklarieren, dass man sehr wohl ein Mobiltelefon benutzt.

Die Lösung:

• Im Browser Menütaste drücken

• “Optionen” wählen

• “Browserkonfiguration”

• “Emulationsmodus” auf “BlackBerry” stellen (mit dem Internet-Explorer-Emulator gehts nämlich nicht).

Dann erst kommt man mit dem BlackBerry mit www.sbb.ch/navigo zu “Installation (ca. 207 KB)”.

Unterschriftengenerator am Halsband

26.05.2008 von Peter Wolf

Das elektronische Büro lässt sich ja schon lange im USB-Stick mit sich herum tragen - jetzt kann ich auch noch meine elektronische Unterschrift darin unterbringen.

Ab USB-Stick kann man ja eine ganze Menge Programme laufen lassen. “Portable Apps” erlauben es mir, meinen Laptop im BĂĽro zu lassen und trotzdem auf beliebigen PCs mit meinen wichtigsten Programmen und Daten zu arbeiten (gratis unter www.PortableApps.com). Die Programme laufen alle direkt vom Stick und hinterlassen keine Spuren auf dem verwendeten Rechner. So kann man den Firefox-Browser mit allen Lesezeichen immer dabei haben, aber auch das ganze Gratis-Office-Paket OpenOffice, die Bildbearbeitung IrfanView sowie so viele Daten, wie auf den Stick passen.

Swisscom ist einer von drei anerkannten Certificate Service Providern, die digitale Zertifikate in der Schweiz anbieten können. Ihre Lösung, die sie jetzt vorstellten, besteht aus einem daumengrossen 1GB-USB-Stick mit der entsprechenden Software drauf.

Firefox ist darauf enthalten und Open Office ebenfalls enthalten, so dass der PC nicht mal eine Textverarbeitung enthalten muss. Weitere portable Software kann man selber drauf installieren.


Ich habe grad mal das volle Programm drauf installiert.

Das Ganze ist recht einfach: Ich stecke den Stift in den USB-Anschluss eines beliebigen Windows-Computers und starte die Software.

PDFs lassen sich einfach ins offene Programmfenster ziehen und somit per Drag-and-Drop elektronisch signieren.

Dann ist ganz klar, dass dieses Dokument nur von mir stammen kann, denn bei der Anforderung der elektronischen Unterschrift musste ich meinen Pass zeigen. Damit können Herkunft und Unverändertheit eines Dokuments garantiert werden. Auf diese Art kann man verbindliche Verträge, Bestellungen oder Protokolle herstellen und versenden.
Momentan läuft das Ganze noch ab einem klobigen USB-Stick, den man zum Beispiel an einem Bändel um den Hals tragen kann. Bald aber soll es auch auf SD-Karten verfügbar sein, die dann eher ins Portemonnaie passen. Und irgendwann kann mans sicher auch im Speicher eines Handys ablegen, das man dann via USB-Kabel am entsprechenden PC anhängt.

An zwei Dingen muss Swisscom aber noch arbeiten:

1) Wenn man schon so etwas Neues, Spannendes lanciert, dann sollte es auch ein bisschen cool aussehen und nicht in einem so nĂĽchternen USB-Stick daherkommen.

2) Und wenn das Ganze schon seriös sein soll, dann wäre es noch gut, wenn die Software nicht wie ein Jukebox-Programm aussähe.

Der Eeeeeeenternet PC ist noch nicht richtig online

14.05.2008 von Peter Wolf

In meinem ersten Erfahrungsbericht zum Asus EeePC kann ich leider noch nicht allzuviel aussagen, weil ich mich viel zu lange mit den Basics herumschlagen musste (Konnektivität und Keyboard).

Aber soviel kann ich schon mal sagen:

Das Konzept des EeePC leuchtet einem genau so lange ein, wie man ihn nur im Prospekt sieht.

Sobald man ihn ein bisschen länger in der Hand hält, beginnt man sich zu fragen, was das Ganze eigentlich soll.

Das Positivste, was mir zu ihm sofort einfällt, ist: Er ist günstig.
So dass man sich öfter mal getraut, ihn irgendwohin mitzunehmen, wo einem der Laptop zu schade wäre. *
- Wenn man ihn unterwegs fallen lässt, ist wenigstens nicht viel Wert vernichtet worden.
- Oder wenn er sich am Strand voll Sand laufen lässt.
- Oder bei der Einreise in die USA konfisziert wird.

Abgesehen davon ist er in etwa so schlau wie ein Smartphone.
Er kann Browsen, hat Games darauf und kann Office-Dokumente bearbeiten und erstellen (dank Open Office), ist aber nicht so schnell aufgestartet wie ein Telefon, das ja immer auf Standby ist. Und er ist nicht connected wie ein Smartphone.

W-LAN-Verbindungen klappen mit offenen Netzen relativ gut, mit passwortgeschützten allerdings ists ein ewiger Kampf, weil er keine verwertbaren Fehlermeldungen ausgibt und die eingetippten Passwörter andauernd vergisst.

Dann wäre da eigentlich noch die Verbindung übers Mobilfunknetz via von Orange mitgeliefertem USB-Stick. Wäre, denn sie funktioniert genau so lange gut (also bei mir genau ein Mal), bis man auf die Idee kommt, irgendetwas am EeePC zu updaten (in meinem Fall war das Skype). Sobald man irgendetwas an dem Teil updated, lässt es das Verbindungsprogramm für 3G auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Und es lässt sich auch nicht so einfach wieder draufspielen. Da muss man schon in den Laden gehen damit.

Das Nächste, was man ihm zugute halten könnte, wäre seine Tastatur.
Grösser als bei jedem Smartphone. Leider nicht wirklich gross genug, um wie gewohnt darauf tippen zu können. Dazu noch ein bisschen klapprig. Und von der Gestaltung her so, dass man immer denkt, die Leerschlagtaste falle jetzt dann gleich heraus (das sieht aber wegen einem asymmetrischen Schlitz darunter bloss so aus).

Viel ärgerlicher: Die Tastaturbelegung
Sie lässt sich nirgendwo selber einstellen. Wer wie ich zwar eine Schweizer Tastenbeschriftung, aber einen deutschen Treiber bekommen hat, kann selber suchen, wo das @ ist (auf der Q-Taste und nicht wie aufgemalt auf der 2). Auch andere Spässe leistet sich das Gerät und versteckt die eckigen Klammern zum Beispiel andernorts (bei 8 und 9). Auch hier gibt es vorläufig keine Möglichkeit, selber etwas zu ändern. Ausser mit einem wasserfesten Filzstit…

Wenns also nur darum geht, eine grössere Tastatur als sonst zu haben, dann tuts auch eine der üblichen Bluetooth-Klapptastaturen in Kombination mit einem Smartphone. Der Asus kann allerdings mit einem grösseren Display auftrumpfen (der allerdings wegen dem schwarzen Trauerrand auch nicht ganz so gross ist wie er scheint).

Bleibt noch die Akkulaufzeit. Die konnte ich noch nicht so wirklich testen, weil das gerät als solches ja noch nicht wirklich einsetzbar war. Auf jeden Fall macht sie das Gerät um die Abmessungen des Netzteils grösser.

*

A propos: wenn man gedenkt, ihn in Gefahrengebiete mitzunehmen (Strand, Bergwanderungen, etc.) und dort fallen zu lassen, empfiehlt es sich, eine SD Speicherkarte zu verwenden und seine Werke auch noch auf dieses Medium zu speichern. Auch bei erfolgreicher Zerstörung des Laptops wird die Karte mit hoher Wahrscheinlichkeit noch zu retten sein, so dass wenigstens die Daten noch da sind.

iPhone-Killer?

09.05.2008 von Peter Wolf

HTC stellte endlich ein Smartphone vor, das es von der Eleganz und Handhabung her mit dem iPhone durchaus aufnehmen kann: Das Touch Diamond.

Es hat ebenso wie das iPhone einen Lagesensor, der die Anzeige dreht, wenn man das Gerät kippt, kann Musik und Videos wiedergeben, hat ein grosses Display und bietet kinderleichte Bedienung.

Innendrin wirkt das brandneue Windows Mobile 6.1, aber davon merkt man nicht viel, weil HTC seine eigene Bedienungsoberfläche drübergestülpt hat. Und die sieht mit ihren 3D-Animationen noch stylisher aus als die von Apple. Zudem lässt sich das Gerät auch einhändig bedienen.

Am besten gefallen hat mir aber das optimierte Surfen im Internet mit dem speziell fĂĽr HTC angepassten Opera-Browser.

www.htc.com (Der Preis steht noch nicht fest, lieferbar ab Juni bei allen drei Schweizer Netzbetreibern).

Doofe Suchfehlermeldung: Ăśberschuss oder keine Suchresults?

08.05.2008 von Peter Wolf

Manchmal fragt man sich schon, weshalb gewisse Seiten überhaupt eine Suchfunktion anbieten, wenn sie dann doch nichts taugt (vermutlich, weil der Chef des Online-Verantwortlichen mal gehört hat, dass man Google Paroli bieten müsse und er daher auf die Einbindung eines Suchfeldes gedrängt hat).

Exemplarisch ist das Suchfeld der Firma difrnce.nl, die einem folgende Pressemitteilung sendet:

(..)MP3-Player als eBook-Reader und Spielkonsole: DIFRNCE begeistert mit seinen
musikalischen “Alleskönnern” im Taschen-Format

Woerden/Bocholt - Sie sind vielseitig, klein, ĂĽberall einsetzbar und sagen
der Langeweile den Kampf an: Die neuen MP3-Player aus dem Hause DIFRNCE. (…)

Die neuen MP3-Player DF-MP 1510 und DF-MP 1820 haben nämlich noch viel mehr
zu bieten (…).
Weitere Informationen unter www.difrnce.de

Weil sie keinen direkten Link angegeben haben und man doch gerne wissen will, was es mit dem Spitzenmodell 1820 auf sich hat, bemĂĽht man die in die Seite integrierte Suche:

Und bekommt folgende Fehlermeldung zurĂĽck:

Traurig, Ăśberschuss oder keine Suchresults?
Dann doch lieber gar keine Suchfunktion, dann verplempere ich meine Zeit wenigstens nicht auf dieser Seite.

BlackBerry und iPhone im Navi-Vergleich

07.05.2008 von Peter Wolf

Also das mit Punkt 4 in einem meiner frĂĽheren Postings (kein Navi als Nachteil des iPhone gegenĂĽber dem BlackBerry) muss nochmal relativiert werden:

Die neuen BlackBerries haben zwar ein GPS-Satellitenempfangssystem an Bord. Aber wenn RIM (der Hersteller der Smartphones) nicht bald mal die zugehörige Software verbessert, kann die eingebaute Satellitennavigation nicht mehr als Wettbewebsvorteil gegenüber dem iPhone ins Feld geführt werden.

Gestern in London sah ich in den Strassenschluchten der City öfter “Suche nach Satelliten” auf dem Display als die Markierung, die meinen Standort angeben sollte.

Und als wir uns auf die Suche nach dem Apple-Store machten, hatte mein Kollege von der dpa mit seinem iPhone ebenso schnell sowohl seinen Standort als auch den des Ladens gefunden wie ich mit meinem BlackBerry. Dass das iPhone sich nur auf W-LAN-Standorte und Mobilfunkantennen berufen konnte und daher nicht mit der gleichen Treffergenauigkeit wie ein GPS die Position angeben kann, ist gar nicht so ein grosser Nachteil wie man denken könnte. Schliesslich sind auf dem elektronischen Stadtplan die Strassennamen eingezeichnet und die Strassen in der Stadt ja auch angeschrieben, so dass die Treffergenauigkeit durchaus reicht.

Die selbe Erfahrung macht man ja auch mit Google Maps und Handys ohne GPS.

Da wird auch aufgrund der Mobilfunkantennen ein ungefährer Standort im Unschärfekreis von einigen hundert Metern angegeben.

Und das Zentrum liegt mit erstaunlich hoher Treffergenauigkeit recht nahe beim eigenen Standort. Zum Vergleich hier BlackBerrys Angabe von der gleichen Position aus:

BlackBerry sollte also langsam mal vorwärts machen und ein bisschen nachbessern.

Zum Beispiel bei der lokalen Suche.
Wenn ich nach “Burger King” suche, bekomme ich eine Liste mit einem Dutzend Lokalen in der Umgebung.

Die kann ich mir alle auf der Karte anzeigen lassen. So weit so gut.

Wenn ich aber einen bestimmten Burgerladen auswähle und mir nur diesen auf der Karte anzeigen lassen will, dann kommt trotzdem ein Dutzend Fähnchen, die die Orientierung erschweren.

Dito bei der Suche nach zum Beispiel “Apple”. Dann gibts alles Mögliche, das das Wort “Apple” im Namen fĂĽhrt, also auch “Apple Tree” oder “Blue Apple Promotions”. Und die werden dann ebenfalls mit Fähnchen auf der Karte angezeigt. Ob man will oder nicht. Auch wenn man nur den Apple Store an der Regent Street braucht.

Was richtig nervt ist aber der Ăśbersetzungsfehler bei den Wegbeschreibungen:

Wo mit “Zielpunkt” eigentlich der “Startpunkt” gemeint ist:

Und umgekehrt:

Dies ist ein jedes Mal verwirrendes Ärgernis, bevor man sich dann auf dem BlackBerry den Weg in Prosa und auf Karte anzeigen lassen kann: