Archiv vom Februar 2008
Samsung TV-Handy
13.02.2008 von Peter WolfEin Riesengedöns hat Samsung in Barcelona um sein neues Soul gemacht:
![]()
Das Teil ist ja nett, aber im Endeffekt ists einfach ein Telefon mit einem zweiten Screen unterhalb des ersten, das eine Art Touchscreen ist und zur irrigen Annahme verleitet, dass der Hauptschirm auch per Berührung gesteuert werden könne. Und dem ist leider nicht so.
Das hier ist eine ganz schlechte Aufnahme besagten Geräts. Denn jedes Mal, wenn man am Samsung-Stand etwas fotografieren wollte, kamen Koreaner und hinderten einen daran. Obwohl wir alle einen Pressepass hatten und uns vorgängig beim Presse-Desk angemeldet hatten.
![]()
Janu, wenn die nicht wollen, dass ihre Telefone berĂĽhmt werden…
Aber Samsung hatte auch noch andere, interessante Produkte:
Fernseh-Handy P960 mit DVB-H, HSDPA, 3-Megapixel-Kamera, HTML-Browser, Document Viewer und FM-Radio.
Mehr Samsung-Neuheiten. Siehe vorhergehenden Beitrag.
Samsung Musikhandys mit Klinkensteckeranschluss
13.02.2008 von Peter WolfZu einem Musikhandy gehört gefälligst eine 3,5mm-Klinkenbuchse für den Kopfhörer. Das hat auch Samsung realisiert:
Klinkenbuchse beim Samsung F250.
Klinkenbuchse beim Acoustic-Handy.
Auch Motorola hat bei seinem neuen Rokr E8 die Buchse oben, so dass der Stecker nicht abgewürgt wird, wenn man das Handy in eine Tasche steckt. Das Handy selber hat 2 GB internen Speicher und kann laut Motorola-Webseite mit einer maximal 4GB grossen microSD-Karte aufgerüstet werden. Das Gerät verkraftet sogar 8 GB grosse Karten, wie mein Test ergab. Allerdings muss man den Speicherzuwachs hart erdulden: Ganze zwei Stunden dauerte es, bis das Gerät die aberhunderten von MP3-Titeln eingelesen hatte:
Kann ein bisschen dauern: 2 Stunden, um eine fast volle 8GB-Karte zu indizieren.
Und dauert… und dauert… am Schluss aber hats dann klaglos funktioniert.
Da ist der BlackBerry Curve radikaler: Obwohl er die 4GB grossen Karten ohne zu Murren schluckt, behauptet er bei deren grossem Bruder mit 8GB schlichtweg, die Karte sei kaputt und müsse an einem PC formatiert werden. Obwohl die selbe Karte vom HTC-Smartphone vorher und nachher problemlos gelesen wird. Weiterer BlackBerry-ärger: Zum Auswechseln der Karte muss jedes Mal der Akku ausgebautwerden und das Gerät nachher wieder langwierig aufgestartet werden. Laut BlackBery-Auskunft soll zumindest das 8GB-Problem aber bei der nächsten Betriebssystemversion behoben werden.
Das Samsung Business-Handy i780 mit Windows Mobile 6 hingegen hat die 8GB-Karte so rasend schnell indiziert, dass man mit Zuschauen gar nicht nachgekommen ist. Somit wäre es auch ein idealer MP3-Player, der zudem eine Volltastatur hat, einen Touchscreen und ein Touchpad zur Maussteuerung und an Verbindungen W-LAN und HSDPA anbietet:
Das i780 als Musikplayer.
Die beiden anderen Samsung-Musikhandys machen einen guten Eindruck, ebenso das Zubehör:
Beim Acoustic versteckt sich die Klinkenbuchse hinter einem Deckel.
Wie beim Nokia N95 lässt sich der Teil hinter dem Display nach oben und nach unten schieben:
In der einen Stellung wird das Musiksystem freigelegt, das mit B&O entwickelt worden sei.
In der anderen die Tastatur.
FĂĽrs Modell F250 gibts externe Lautsprecher mit Kabeln.
Bluetooth-Speaker, der sich dank eingebautem Mikrophon auch als Freisprechanlage benutzen lässt.
![]()
Bluetooth Kopfhörer. Leider konnte niemand am Stand sagen, wo denn hier nun genau das Mikrophon eingebaut ist.
Weitere Samsung-Handys: Siehe folgenden Beitrag.
Kleine Accessoires mit grossem Nutzen
11.02.2008 von Peter WolfWer viel unterwegs ist, kann es sich nicht leisten, im Handgepäck Platz zu verschwenden. Da muss man mit allen Tricks arbeiten. Einer ist das Einsparen von Kabeln und Ladegeräten. Als erste Massnahme sollte man sich schon mal die kürzest mögliche Version von Stromkabeln für Netzteile besorgen (oder sie sich von einem Elektriker kürzen lassen).
Als nächstes sollte man die Ladegeräte eliminieren. Gepriesen seien Handys, MP3-Player und Gamekonsolen, deren Akkus sich via USB-Stecker laden lassen! Wer mit einem Laptop reist, kann sich somit weitere Netzteile sparen und all diese Geräte mit dem entsprechenden USB-Kabel via Computer laden. Wer den Laptop nicht mitführt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit einen BlackBerry oder ein schlau designtes Smartphone wie die neuen Mobile Assistants von HTC dabei und damit ein Ladegerät mit einem USB-Stecker. Wegen der eigenartigen Schweizer Steckdosen muss bei Reisen ins Ausland sowieso ein Reiseadapterstecker ins Gepäck - warum also nicht das Original-Netzteil zu Hause lassen und den faustgrossen multifunktionalen Reiseadapter von Swiss Travel Products nehmen (Preis rund 50 Franken)? Der hat gleich noch einen aufsteckbaren USB-Charger.
Auch bei den Verbindungskabeln gibts Optimierungspotenzial. Am besten verwendet man am besten welche, die sich automatisch aufrollen. So gibts keinen Kabelsalat. Die kleine Kabelrolle von design-go.com für knapp 20 Franken bietet über einen Meter Kabel, und es rollt sich erst noch auf Knopfdruck selber wieder auf. Die Rolle von Logic3 (12 Franken) ist nicht ganz so elegant, hat dafür aber noch einen zusätzlichen Stecker, mit dem auch eine PlayStation Portable geladen werden kann.
Auch Kopfhörer mit automatisch aufrollendem Kabel sind ein Segen, weil sie einem das ewige Kabel-Entwirren ersparen und platzsparend versorgt werden können.
Einzig bei den Speicherkarten ist geringe Grösse schon eher ein Nachteil: Die sind mittlerweilen so klein, dass sie verloren gehen, wenn man sie nicht in einem Behälter transportiert (ich habe mir gerade für 130 Franken eine 8 GigaByte grosse microSD-Karte von SanDisk gekauft, die ist kleiner als ein Fingernagel) Am besten steckt man sie in ein Kartenlesegerät, so etwas braucht man sowieso immer mal wieder. Gut geschützt sind Karten im Kingston Media Reader (17 Franken). Er schluckt 19 unterschiedliche Karten-Arten, und das Adapterkabel ist unverlierbar befestigt.
Wie macht man aus einem 24-Euro-Produkt eines für 190 Euro? Man steckt es in ein Prada-Täschchen:
(Screenshot freundlicher- und stolzerweise zur VerfĂĽgung gestellt von www.swisstravelproducts.com )
DĂĽrfen die das?
08.02.2008 von Peter WolfĂśber Cablecom kann man ja geteilter Meinung sein. Von ihrem CRM halte ich sozusagen gar nichts (vgl. meine Erfahrungen beim Plombieren).
Was sich Cablecom in ihrer neuen Online-Werbung leistet, ist auch ziemlich dreist: Schamlos wird einfach die weltberĂĽhmte animierte Tischlampe aus dem Trailer der Trickfilm-Firma Pixar (A Bug’s Life, Toy Story, Rataouille) abgekupfert, um fĂĽr ihre Halbpreis-Aktion zu werben.
Size matters
08.02.2008 von Peter WolfMein Kollege Pascal Zemp hatte diese Woche die Gelegenheit, in Eindhoven auf dem High Tech Campus bei der Firma PoymerVision den Readius in Händen zu halten und ihn auszuprobieren. Er wird nächste Woche am Mobile World Congress in Barcelona gezeigt.
“Den was?” werden Sie sich fragen. Der Readius ist ein Telefon, das einen faltbaren Monitor hat, der sich sanft ums Gehäuse schmiegt und ausgerollt werden kann.
![]()
Das Tolle daran ist, dass der Readius mit dem Paradigma aufräumt, dass das Display nicht grösser als das Gehäuse sein kann.
![]()
(Fotos: Pascal Zemp)
Und dieses Display ist aus faltbarem elektronischem Papier gefertigt. PolymerVision ist sich sicher, dass solche Monitore eine grosse Zukunft haben. Tatsächlich lässt sich der Text so gut lesen wie auf bedrucktem Papier. Es sei faszinierend zu sehen, wie sich das gestochen scharfe Bild auf dem Display auf Knopfdruck wandelt.
Weniger cool allerdings ist die Tatsache, dass das Telefon als solches nicht richtig zu gebrauchen ist, weil eine Tastatur und eine Lautsprecher fehlt - dieses Manko soll per intelligentem Headset noch behoben werden. Wer aber unterwegs immer informiert sein und sogar einzelne Artikel in Druckqualität lesen will, dürfte an diesem futuristischen Gerät seine Freude haben. Im Sommer soll es in Italien bei TIM käuflich zu erwerben sein. Ob und wann es in die Schweiz kommt, steht noch in den Sternen. Aber die sagen ja auch die Zukunft voraus, oder?
Messstift
08.02.2008 von Peter WolfOb die Wohnung friert, während man weg ist, oder obs im Keller feuchter und feuchter wird: Der daumengrosse USB Temperatur Logger Voltcraft DL-120 TH (110 Franken bei Conrad) zeichnet Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf und übergibt die Daten an den PC, sobald er in dessen USB-Anschluss steckt.
![]()
Es können auch Grenzwerte definiert werden, bei deren Überschreiten eine Lampe zu blinken beginnt.
![]()
Messintervalle lassen sich zwischen 2 Sekunden und 24 Stunden wählen.
Die mitgelieferte Software zeichnet dann aus den gemessenen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten schöne Kurven.
![]()
Achtung: Von der mitgelieferten CD bloss das Programm installieren, dann das Gerät einstecken und den Treiber auf Aufforderung von Hand hinzufügen (auf der CD befinden sich noch obskure weitere Dateien, bei denen unser Virenscanner Alarm schlug).
Volle Tastatur
05.02.2008 von Peter WolfAm liebsten sind mir Smartphones mit richtiger Tastatur. Die also jedem Buchstaben eine eigene Taste gönnen und diese auch noch so weit voneinander entfernt anordnen, dass sie fühlbar zu unterscheiden und sicher zu treffen sind.
Nur so kann man sie zum häufigen Tippen von Texten und Verfassen von E-Mails benutzen. Herunterladen kann man Mails mittlerweilen schon mit fast jedem Handy, aber versuchen Sie mal, so eine Mail in SMS-Manier auf einer normalen kleinen Handytastatur zu beantworten. Komfortabel gehts nur mit einer Volltastatur (virtuelle Tastaturen auf dem Touchscreen, die mit einem zahnstochergrossen Stift bedient werden, sind eine nette Abwechslung für zwischendurch - wenn man aber dauernd so tippen muss, gibt das schnell üble Krämpfe in der Hand).
Spitzenreiter beim Tippkomfort ist immer noch der BlackBerry (auch dieser Text hier wurde darauf verfasst); nicht nur von der Grösse, sondern auch von der Bedienung her, weil das Klicken der Tasten ein spürbares Feedback vermittelt, ob der Buchstabe auch tatsächlich eingegeben wurde. Nachteil des BlackBerry: die Hälfte der Geräteoberseite wird von der Tastatur eingenommen und geht von der Display-Fläche ab.
Raffinierter sind daher die Geräte, bei denen sich eine Volltastatur unter der Anzeige herausschieben lässt.
Mein Favorit ist das Nokia N810, das den grössten aller Bildschirme bietet und W-Lan, Video, Skype und alles Mögliche an Bord hat, ausserhalb eines Hotspots aber irgendein Bluetooth-fähiges Handy braucht, um via dieses online gehen zu können.
![]()
Ein vollwertiges Smartphone mit recht grossem Touchscreen (4 x 5.5 cm) und herausschiebbarer Tastatur ist der Mobile Assistant XPA 1615 mit dem neuen Windows Mobile 6 (bei Swisscom ab 750 Franken, ohne Abo: 1300 Franken):
![]()
Er hat so ziemlich alles, was man unterwegs braucht: TomTom-Navigation, Webbrowser, eine Dreimegapixel-Kamera, Excel, Powerpoint und Word - und sogar den kompletten Zugsfahrplan. Mit seinem schrägstellbaren Display sieht er nicht nur wie ein kleiner Computer aus, er benimmt sich auch wie einer.
Laptop-Roller
04.02.2008 von Peter WolfAls COOO von «Cash daily» (Chief Out of Office) bin ich viel ausser Haus und tummle mich mit meinem Laptop an Messen. Das zieht logischerweise Flugreisen nach sich. Gepäck-technisch habe ich nach Jahren endlich meinen idealen Begleiter gefunden: Den Rollkoffer XpressCheck 17″ Ballistic (149 Dollar) von Brookstone.
![]()
Er ist zwar ein bisschen grösser als ein gewöhnlicher Laptop-Rollkoffer, aber gerade das macht ihn ideal. Denn für einen kurzen Business-Trip lassen sich hier noch ein paar Kleider verstauen. Das spart den Extra-Koffer. Und trotzdem gilt er noch als Handgepäck, sodass man ihn direkt ins Flugzeug nehmen kann und nicht am Vorabend einchecken muss.
Seit ich diesen neuen Rollkoffer habe, weiss ich auch, warum ich früher so ungern mit dem Laptop geflogen bin: wegen dem umständlichen rein- und rausgemoste des Rechners in den Rollkoffer.
Denn spezielle Laptop-Rollkoffer waren keine Alternative, weil man in diese weder Kleider noch Waschbeutel reinbekommt. Und für einen Übernacht-Aufenthalt möchte man am Flughafen nicht unbedingt noch Gepäck aufgeben. Also musste man einen Handkoffer nehmen, mit Kleidern füllen und dann noch den Laptop dazu packen. Was zur wilder Wühlerei bei der Sicherheitskontrolle und im Flugzeug führte, wenn man an den Rechner kommen wollte.
Der XpressCheck Koffer hingegen hat ein separates gepolstertes Seitenfach für den Laptop, so dass er auch direkt zugänglich ist, wenn der Koffer oben in der Gepäckablage liegt.
![]()
Auch die weiteren Fächer sind intelligent angelegt. Und vor allem: Es hat nicht zu viele, so dass man nicht zu lange suchen muss.
XpressCheck 17″ Ballistic Rolling Office, 149 Dollar.