Love is in the Air
18.02.2008 von Peter WolfÜbers Wochenende habe ich gelernt, dass Mac-User Snobs sind, Hybrid-Autos fahren und fünf Paar Sneakers pro Jahr kaufen (Video hier). Aber dass sie sich so leicht verlieben, hätte ich nicht gedacht.
Doch lesen Sie bitte selber, was mein Kollege Pascal Zemp mir schreibt, dem ich das MaBook Air zum Testen geben habe.
Lieber Peter
Wir haben gelernt, das Schlimmste zu erwarten. Sonst wären wir ja nicht Journalisten geworden. Und natürlich hast du eine üble Lobhudelei erwartet, als du mir das ultradünne MacBook Air zum Testen gabst. Doch: Es kommt wirklich noch schlimmer.
Es ist zwar nicht so, dass ich wie Peter Hogenkamp dank des MacBook Air im Starbucks hübsche Damen kennenlernen möchte und kanadische Männer kennenlerne.
Obzwar ich, ungern geb ichs zu, im Zug von Luzern nach Zürich von zwei Studenten angesprochen wurde, die ungefragt mein Test-Gerät in die Lüfte hoben und mich spüren liessen, dass ich recht froh sein könne, ihnen nicht in einer dunklen Gasse zu begegnen. Was ich aber auch noch erfahren habe: Der eine hat ein iPhone, das er übers M-Budget-Abonnement nützt. Abgefahren, nicht?
Es ist wirklich noch schlimmer: Ich habe mich ein wenig in das Air verliebt und spiele mit dem Gedanken, das Testgerät nicht mehr zurückzugeben. Denn wir könnten zusammen abhauen, das Air und ich.
Doch bevor du jetzt sagst: «So schlimm!», lass mich bitte nur kurz erklären, warum ich das Gerät so gelungen finde:
+1. Es ist leicht. So leicht, dass ich mir nie mehr Gedanken machen müsste, ob ich das Laptop mitnehmen solle oder nicht.
+2. Es ist schön.
+3. Es hat eine ausgezeichnete Tastatur.
+4. Die Batterie hält vernünftig lange.
+5. An das Hin- und Herwischen auf dem multifunkionalen Touchpad gewöhnt man sich so schnell, als seien einem diese Bewegungen angeboren.
+6. Es fehlt nichts. Nein, Ich habe in den vier Tagen Dauertest nichts vermisst. Falls ich Software laden oder eine DVD schauen möchte, schliesse ich das schnuckelige externe Laufwerk an. Denn: Sind es nicht immer die Laufwerke, die als erstes kaputt gehen? Also eine gute Lösung, das Laufwerk nicht zu verbauen.
+7. Der Bildschirm ist fantastisch.
Gut, wirst du nun denken, sind Journalisten nicht stets verpflichtet, objektiv zu sein?
Stimmt, sage ich, dann liste ich eben auch auf, was zur absolut perfekten Liebe fehlt.-1. Die Harddisk ist zu klein mit maximal 80 GB für meine Bedürfnisse.
-2. Das Ding ist teuer. Aber Liebe ist immer teuer.
-3. Wenn Liebe schon teuer ist, dann möchte ich ein MacBook Air mit einem Flash-Speicher. Der ist sauteuer und gibts nur mit 64 GB. Dafür kann die Harddsik nicht kaputt gehen. Denn nach dem Laufwerk gibt meist die Harddisk den Geist auf.
Mein Fazit, lieber Peter: Wahre Liebe kann warten – aber nur auf 128 GB Flashspeicher und einen kleinen Preisrutsch. Aber dann wird es eine wahre amour fou.
Ganz herzlich
Pascal