Mikro-Phone
14.02.2008 von Peter WolfViel kleiner kann man ein Mobiltelefon nicht mehr machen, wenn es noch bedienbar sein soll. Der israelische Hersteller Modu hat das Ganze so weit reduziert, dass das Handy locker in der Handfläche verschwindet:
Das Modular-Mobiltelefon lässt sich zwar auch in seiner kleinsten Darreichungsform zum Telefonieren, SMS empfangen und sogar zum Schreiben verwenden (allerdings mit mühseliger Steuerung).
In der Regel jedoch wird es in eins der vielen erhältlichen Jackets gesteckt:
Das ganze ist Hot Swappable, das heisst, man kann das kleine Grundmodul während eines Telefonats aus dem einen Jacket herausnehmen und es in ein anderes einsetzen, ohne dass das Gespräch abbricht. In unserem Test war noch nicht einmal ein Knacksen hörbar.
Jacket mit eingesetztem Modul.
Wenn eine Nummer schon im Telefonbuch gespeichert ist, kann sie auch vom Grundmodul aus recht einfach angewählt werden.
Die Basisfunktionen (Telefonieren und SMS) sind im GPRS-Telefon immer verfügbar.
Einfache Jackets lassen sich schon für 20 bis 60 Euro herstellen, auch in kleinen Serien. Sie könnten beispielsweise mit Songs und Bildern eines aktuellen Musikalbums geladen werden und auch so bemalt werden und wären ein idealer Fan-Artikel. Auch gebrandete Hüllen sind möglich.
Im Oktober 2008 sollen die ersten Geräte auf den Markt kommen (zuerst bei Telecom Italia, dann in Russland und Israel). Im Preis von 200 Euro sind ein Modo und 2 Jackets inbegriffen, damit sich dcei Benutzer gleich von Anfang an daran gewöhnen, das Grundmodul öfter mal woandershin zu stecken. Der Möglichkeiten sind viele denkbar:
Musikhandy mit grossen Lautsprechern.
Ladestation mit Wecker und SMS-Anzeige.
Satellitennavigation und Routenplaner.
Städteführer mit Geoblogging und Local Search.
Smartphone mit grossem Display und Voll-Tastatur.
USB-Stecker für den PC-Anschluss (auf dem Grundmodul hats bis zu 16 GB Speicher).